Bezirksliga kompakt: Lohmeier führt Sulingen aus der Krise, Wagenfeld unterliegt Eilvese, Hoyas „Schrottspiel“, Aufatmen beim SV Weyhe

Stand: 06.09.2026, 21:00 Uhr

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Hoya-Coach Hosan Houra (von links) sah eine Niederlage, Marius Witt und der SV Weyhe feierten den ersten Bezirksliga-Sieg und Frithjof Lohmeier war der gefeierte Matchwinner beim FC Sulingen.

Hoya-Coach Hosan Houra (von links) sah eine Niederlage, Marius Witt und der SV Weyhe feierten den ersten Bezirksliga-Sieg und Frithjof Lohmeier war der gefeierte Matchwinner beim FC Sulingen. © Peter/Rehnert/Könemann

Fußball-Bezirksliga kompakt: Highlights, Aufreger und Stimmen – alles zu den Partien des 5. Spieltags.

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STK Eilvese - TuS Wagenfeld 3:0 (2:0)

Lange hatten sie dieser Übermannschaft der Bezirksliga Paroli geboten, letztlich gingen aber auch die Fußballer vom TuS Wagenfeld beim STK Eilvese leer aus. „Natürlich ist es schade – aber nur drei Gegentore hier in Eilvese zu kassieren, werden nicht viele Mannschaften schaffen“, zog TuS-Trainer Michael Hohnestedt aus diesem 0:3 (0:2) das Positive: „Es freut mich, dass wir nach dem 0:3 nicht auseinandergebrochen sind.“

Und zu Beginn brachten die Gäste diesen Landesliga-Zwangsabsteiger mit reichlich Oberliga-Potenzial ziemlich in die Bredouille: Erst prüfte Daniel Oduweku STK-Keeper Ole Schöttelndreier aus spitzem Winkel (15.), dann rettete der Schlussmann gegen Luca Storck (25.).

Wagenfeld-Trainer Michael Hohnstedt.

Wagenfeld-Trainer Michael Hohnstedt. © Könemann

„In die ersten 25 Minuten sind wir extrem gut reingekommen“, fand Hohnstedt. Anschließend erhöhte Eilvese den Druck, TuS-Torwart Mario Nolting rettete mehrfach. Aber schließlich traf der aufgerückte Innenverteidiger Kevin Malarowski nach einer Ecke zum 1:0 (37.). 60 Sekunden später erhöhte Nico Bahrs auf 2:0, weil der TuS davon ausgegangen war, dass Eilvese bei einer Verletzung eines eigenen Mannes den Ball ins Aus spielen würde.

Zur Pause stellte Hohnstedt von seiner Dreierkette wieder auf ein 4-3-3 um. Chris Brüggemann traf bei einer Ecke von Finn Plümer den Ball nicht richtig (69.), und im Gegenzug nutzte Ausnahme-Rechtsaußen Bahrs eine Ecke zum 3:0 (70.).

FC Sulingen - TuS Leese 5:1 (5:1)

Krise? Denkste! Fußball-Bezirksligist FC Sulingen hat ein klares Ausrufezeichen gesetzt: Mit 5:1 (5:1) gewann das Team von Trainer Stefan Rosenthal am Sonntagnachmittag gegen den TuS Leese – und zeigte dabei vor allem in Halbzeit eins eine fulminante Leistung. „Die Jungs haben sich in einen Rausch gespielt“, war „Taler“ froh. Mann des Spiels war zweifelsohne Frithjof Lohmeier, der nicht nur selbst zweimal traf, sondern auch zwei weitere Treffer vorbereitete: „An Friedel kommt heute keiner vorbei, es war sein Tag“, meinte Rosenthal.

Sulingens Frithjof Lohmeier (rechts) - hier im Spiel gegen Wagenfelds Daniel Oduweku.

Sulingens Frithjof Lohmeier (rechts) - hier im Spiel gegen Wagenfelds Daniel Oduweku. © Jan Könemann

Und der begann in der siebten Minute, als Lohmeier Christian Zerfowski mit einem Querpass bediente, und dieser nur noch den Fuß hinhalten musste. Trotz weiterer Möglichkeiten folgte die kalte Dusche: FC-Keeper Daniel Poda spielte Leese-Stürmer Dustin Meinking den Ball in die Füße, und der bedankte sich mit dem Ausgleich (23.).

„Das war dann ein guter Test für uns“, meinte Stefan Rosenthal ob der zuvor schwachen Leistungen. Einen Test, den seine Mannschaft mit Bravour bestand. „Leese kann sich nicht beschweren, wenn es zur Pause 7:1 steht.“ Doch es stand „nur“ 5:1. Lohmeier nach Querpass von Maurice Krüger (36.), Bennet Grunert nach einem hohen Ballgewinn (38.), erneut Zerfowski nach Lohmeier-Zuspiel (42.) und der Mann des Tages selbst mit einem Vollspannschuss (44.) sorgten für klare Verhältnisse.

SV B-E Steimbke - TuS Sudweyhe 3:0 (1:0)

„Wir hätten heute noch fünf Stunden weiterspielen können – und hätten kein Tor geschossen“, seufzte Saimir Dikollari hörbar enttäuscht am Telefon. Zuvor hatten der Trainer und seine Mannen vom TuS Sudweyhe mit 0:3 (0:1) beim SV B-E Steimbke eine total unnötige Niederlage kassiert. Unnötig deshalb, weil Sudweyhe trotz „schwerfälligem Start ins Spiel“ (Dikollari) eine ansprechende Leistung zeigte, im Torabschluss aber immer wieder scheiterte – teilweise kläglich. „Es war ein grausames Fußballspiel für uns. Zum Haare-Raufen, was wir an Chancen ausgelassen haben“, meinte der TuS-Coach. „Uns hat die letzte Gier gefehlt.“

Die beste Gelegenheit vor der Pause vergab A-Junioren-Leihgabe Ismaila Ceesay drei Meter frei vor dem Tor. Ein Schuss von Jan-Ove Bäker aus 30 Metern landete nur an der Unterkante der Latte. Und so lagen die Gäste zur Pause durch einen Treffer von Bennet Blase (11.) mit 0:1 in Rückstand. Auch nach der Pause drückte Sudweyhe, traf aber in Person von Jannes Schorling nur den Pfosten. Marco Thies (66.) und Philip Deeke per zweifelhaftem Foulelfmeter (90.+1) machten es für Steimbke besser.

SG Hoya - SV Germania Helstorf 0:3 (0:1)

Trainer Hosan Houra konnte es sich selbst nicht erklären. Im Fußball-Bezirkspokal rauscht die SG Hoya von Erfolg zu Erfolg und steht dort bereits in Runde vier, doch in der Bezirksliga ist der Aufsteiger nach dem fünften Spieltag weiter punktlos. Am Samstagnachmittag kassierte sein Team eine 0:3 (0:1)-Heimniederlage gegen den SV Germania Helstorf.

Hoya-Trianer Hosan Houra.

Hoya-Trianer Hosan Houra. © Peter

„Ich habe keine Antwort darauf, warum wir es nicht gebacken bekommen und keine Konstanz haben“, rätselte Houra und sprach ganz offen von einem „Schrottspiel. Es ist sehr ernüchternd. Wir können noch froh sein, dass es bei 0:3 geblieben ist.“ Keeper Cihan Gören verhinderte Schlimmeres.

Machtlos war der Torwart dagegen bei den drei Gegentoren. Nico Kiedrowski zog von halblinks nach innen und nagelte die Kugel aus 16 Metern unhaltbar unter die Latte (20.). „Ein geiles Tor“, kommentierte Houra. Nachdem Hoya den Ball dann gleich mehrfach nicht aus dem Sechzehner geklärt bekam, fiel Leon Koch die Flipperkugel vor die Füße, und der Helstorfer staubte ab (62.). Beim Houra-Team „gingen darauf die Köpfe runter“. Und Kiedrowski traf per Elfer noch zum 3:0 (71.). Zuvor hatte Max Heinz einen Gegner im Strafraum gefoult. Houra: „Vielleicht muss in der Liga mal ein Erfolgserlebnis her, damit es einfacher wird.“

SV Weyhe - TSG Seckenhausen-Fahrenhorst 2:0 (0:0)

Aufatmen beim SV Weyhe! Am fünften Spieltag der Bezirksliga-Saison feierte die Mannschaft von Trainer Uwe Bischoff auf heimischem Kunstrasen den ersten „Dreier“. Gegen den Nachbarn und Mitaufsteiger TSG Seckenhausen-Fahrenhorst setzte sich der SVW am Freitagabend nach 90 temporeichen Minuten mit 2:0 (0:0) durch – sehr zur Freude von Co-Trainer Dominik Mahn: „Das war schon eine Art Brustlöser. Wir sind superfroh, dass wir uns endlich für eine gute Leistung auch belohnt haben.“

Seckenhausens Coach Lukas Amelang trauerte hingegen der Chancenverwertung in der ersten halben Stunde hinterher: „Da hätten wir 2:0 führen müssen.“ Die beste Chance vergab Ole Strier, der einen zu kurz geratenen Rückpass von Ex-TSG-Spieler Lukas Mayländer erlief, jedoch im Eins-gegen-eins an Weyhe-Keeper Bastian Gruder scheiterte. „Da schießt er den Torwart an, der schon am Boden liegt“, seufzte Amelang. Und auch Julian Rafael Pero Torbahn fand mit einem Distanzschuss in Gruder seinen Meister. „Die ersten 25 Minuten gingen an Seckenhausen. Da hat uns das Selbstvertrauen gefehlt. Basti Gruder hat uns gut im Spiel gehalten“, sagte Mahn.

Weyhes Marius Witt.

Traf zum zwischenzeitlichen 3:0 für den SV Weyhe: Marius Witt. © Rehnert

Mit zunehmender Spieldauer bekamen die Hausherren das Spielgeschehen jedoch mehr und mehr in den Griff: „Wir waren oft den berühmten halben Meter schneller und haben das Glück erzwungen“, sagte Weyhes Co-Trainer. Damit meinte Mahn vor allem das 1:0. Torben Hellmuth, kurz zuvor eingewechselt, fiel ein mehrfach abgefälschter Distanzschuss nach einer Ecke im Strafraum vor die Füße. Weyhes Kapitän traf den Ball nicht einmal richtig, doch er landete, erneut abgefälscht, im Tor (74.). „Ein richtiges Kacktor“, ärgerte sich Lukas Amelang, der von einem „klassischen Unentschieden-Spiel“ sprach.

Doch daraus wurde nichts. Denn in der Nachspielzeit machte Marius Witt nach einem Konter mit einem Schuss in den Winkel alles klar für Weyhe (90.+6).

SV Bruchhausen-Vilsen - SC Twistringen 0:3 (0:0)

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