„Olymp“ in Saarbrücken: Deutsche Radio Philharmonie eröffnet Saison mit Werken von Debussy und Ravel

„Olymp“ in Saarbrücken Deutsche Radio Philharmonie eröffnet Saison mit Werken von Debussy und Ravel

Saarbrücken · Satte Farben, furioses Finale: Chefdirigent Josep Pons setzte zum Auftakt auf Flöten- und Harfenklänge und ein virtuoses Klavierkonzert. So startete die Deutsche Radio Philharmonie in die neue Saison.

06.09.2026 , 21:00 Uhr

 „Olymp“ war das Thema des ersten Konzerts der Deutschen Radio Philhamornie in dieser Saison unter Chefdirigent Josep Pons.

„Olymp“ war das Thema des ersten Konzerts der Deutschen Radio Philhamornie in dieser Saison unter Chefdirigent Josep Pons.

Foto: Christine Funk

Saisoneröffnung bei der Deutschen Radio Philharmonie gestern mit der 1. Matinée. Intendant Martin Grasmück und Orchestermanagerin Maria Grätzel begrüßten das Publikum, bevor Chefdirigent Josep Pons den Taktstock hob. Zu Claude Debussys „Prélude à l’après-midi d’un faun“. „Olymp“ war das Thema des Konzertes, Pons wollte in das zurzeit gefährdete Europa die Musik ins Zentrum rücken. Er scheint die satten Farben zu lieben. Und so wurde sein Debussy von Flöten- und Harfenklängen getragen, er interpretierte die Komposition traumverloren, lasziv-schillernd. Kräftig koloriert, doch in sich stimmig. Und als Ballett auch durch die tänzerische Kunst von Waslaw Nijnski dauerhaft populär.

Virtuoses Spiel von Javier Parianes

Genauso populär ist Maurice Ravels Klavierkonzert in G-Dur. Das erfordert einen fingerfertigen, treffsicheren, äußerst virtuosen Pianisten. Und das war Javier Parianes, der das Konzert mit allen Vertracktheiten souverän meisterte, sich mit Spiellust und Könnerschaft mit dem Orchester verbündete, das mit großer Präzision und opulenter Klanglichkeit seinem Dirigenten folgte. Ein Erlebnis, wie es besser kaum sein konnte.

Publikum forderte Zugabe

Der Beifallssturm forderte eine Zugabe: Aus dem Ballett „El amor brujo“ von Manuel de Falla den berühmten „Feuertanz“ (Canción de fuego fatuo) in einer Klavierbearbeitung. Furioso gespielt!

Weniger gefällig, aber klangvoll und präzise nach der Pause die beiden Suiten „Daphnis et Chloé“ von Ravel. Aus Ballett-Kompositionen zusammengestellt, die im Auftrag des Impresarios Sergej Diaghilew entstanden. Auf den Chor hinter der Bühne wurde in der Congresshalle verzichtet, doch das tat der Farbigkeit keinen Abbruch. Beide Suiten endeten mit einem Bacchanal, das an Dynamik und Lautstärke keine Wünsche offenließ. Aber auch die anderen Sätze wurden von Pons facetten- und abwechslungsreich gestaltet. Das Orchester, perfekt vorbereitet, agierte mit den 15 verschiedenen Schlagzeugen, der Windmaschine, den vierfachen Holzbläsern und großer Streicherbesetzung präzise und klangschön. Eine vielversprechende Saisoneröffnung.

(nid, nlk)