„Als Goldesel betrachtet“: Die eigene Familie hat diesen ehemaligen Kinderstar um sein Vermögen gebracht

Bittere Enthüllung: Die eigene Familie hat Hansi Kraus um ein Vermögen gebracht – „Als Goldesel betrachtet“

Stand: 26.09.2026, 07:46 Uhr

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Hansi Kraus spricht offen über ein Zerwürfnis, das seine Familie bis heute spaltet. Der ewige „Lausbub“ packt aus – schonungslos und emotional.

München – Hansi Kraus (74) galt in den Sechzigerjahren als der Lausbub der Nation: Als Pepe Nietnagel eroberte er mit den „Lümmel von der ersten Bank“-Filmen die Herzen ganzer Schülergenerationen. Jahrzehnte später spricht der Schauspieler nun im Podcast Assenheimers Promitalk über ein Kapitel, das weit weniger komisch ist als seine Filmrollen: einen tiefen Bruch mit der eigenen Familie.

Der ewige „Lausbub“ Hansi Kraus auf der „Iberl Bühne“ im April 2024

Hansi Kraus feierte seinen Durchbruch mit der Verfilmung von Ludwig Thomas „Lausbubengeschichten“ in den 1960er-Jahren. © picture alliance/dpa | Felix Hörhager

Im Zentrum steht eine Eigentumswohnung seiner Eltern in der Nähe von München. Nachdem zunächst die Mutter und später der Vater gestorben war, habe sich Hansi Kraus bei seinem jüngeren Bruder nach einer gerechten Aufteilung erkundigt. Die Antwort kam demnach nicht im persönlichen Gespräch, sondern über einen Anwalt: Die Wohnung sei längst geschenkt worden – an den Bruder allein. „Dann hat mich mein Bruder beschissen“, sagt Hansi Kraus im Podcast.

Hansi Kraus’ Mutter sagte zu ihrem Sohn: „Wieso, was, wie ... Geld? Dir gehört gar nichts“

Schon zu Lebzeiten der Eltern war das Verhältnis zwischen Sohn und Familie kompliziert gewesen. Seine Gagen aus der Kinderstar-Zeit, erzählt Kraus, seien ohne sein Wissen auch in den Hausbau der Eltern geflossen. Als er selbst mit Frau und Kind mehr Platz brauchte, habe ihm seine Mutter erklärt: „Wieso, was, wie ... Geld? Dir gehört gar nichts.“ Ein Satz, der ihn bis heute beschäftigt. Erst mit anwaltlicher Hilfe klärte sich damals wenigstens ein Teil der Finanzlage.

Zur endgültigen Eskalation kam es dann aber nach dem Tod der Eltern, wie auch bild.de bereits 2015 berichtete. Damals hatte Hansi Kraus dem Blatt gegenüber deutlich gemacht, wie sehr ihn das Vorgehen seines Bruders verletzt hat: „Für mich ist mein Bruder gestorben“, zitierte ihn die Zeitung. Diese Distanz besteht bis heute unverändert fort – ein seltener Einblick in das Privatleben eines Mannes, der öffentlich stets als bodenständig und uneitel gilt. „Danach haben wir uns nie wieder gesehen“, sagt Hansi Kraus im Interview mit Jörg Assenheimer.

Beruflich hat sich Hansi Kraus, der vor 14 Jahren eine Blutvergiftung überstanden hat, längst neu erfunden: Nach der Lausbuben-Zeit erlernte er den Beruf des Erziehers, bevor ihn Rollen wie in „Forsthaus Falkenau“ (ZDF) zurück vor die Kamera holten. Heute steht er auf der „Iberl Bühne“ in München und genießt dort spürbar die Nähe zum Publikum. Über die Familienangelegenheit spricht er entwaffnend ehrlich im Podcast – sein Fazit bringt er mit einem einzigen, unmissverständlichen Satz in Assenheimers Promitalk auf den Punkt: „Meine Eltern haben mich als – oder meine Mutter vor allem – als Goldesel betrachtet.“ Verwendete Quellen: Assenheimers Promitalk, bild.de