Eugen Block scheitert vor dänischem Familiengericht

Hamburg

Eugen Block auf dem Weg zum Gerichtssaal zum Prozessauftakt in Dänemark. (Archivbild)
picture alliance/dpa | Marcus Golejewski

Eugen Block (85) zog für das Umgangsrecht mit zweien seiner Enkelkinder gegen seinen Ex-Schwiegersohn vor ein dänisches Gericht. Jetzt fiel dort das Urteil.

Seine beiden jüngsten Enkelkinder hat Eugen Block eigenen Angaben zufolge seit fünf Jahren nicht gesehen. Sein ehemaliger Schwiegersohn und Vater der beiden Kinder, Stephan Hensel, verwehre ihm das Umgangsrecht, so Block. Im August zog der Gründer der Steakhaus-Kette „Block House“ deshalb im dänischen Sønderborg vor Gericht.

Das entschied am Freitag: Eugen Block darf die Kinder nicht sehen. Das Familiengericht in Sønderborg gab dem Antrag nicht statt. „Leider habe ich in dieser ersten Instanz nicht erreicht, dass für die Kinder wieder ein Stück familiäre Normalität einkehren kann“, sagte der „Block-House“-Gründer nach der Verkündung des Urteils.

Eugen Block zeigt sich „tieftraurig“ über Entscheidung des Gerichts

„Die Entscheidung des Gerichts bedeutet, dass mir der Kontakt zu meinen Enkelkindern in Dänemark weiterhin verwehrt bleibt. Als Großvater macht mich das zutiefst traurig.“ Block kündigte zudem an, den Rechtsweg in Dänemark weiter zu verfolgen.

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Laut Stephan Hensel mussten sich die beiden Kinder, die inzwischen 12 und 15 Jahre alt sind, im Prozess nicht erneut äußern. Sie hätten bereits mehrfach bekundet, dass sie keinen Kontakt zur Familie ihrer Mutter wollten, erklärte er zum Prozessauftakt. Als Vater könne er eine Kontaktaufnahme aber gar nicht verhindern.

Mit Blick auf Eugen Block erklärte er damals zudem: „Ich kann ihn nicht an die Kinder ranlassen.“ Er müsse erst das an seinen Kindern verübte Verbrechen anerkennen, zur Aufklärung beitragen und Reue zeigen. Die Hamburger Staatsanwaltschaft hatte nach der Entführung zunächst auch gegen den Großvater ermittelt, das Verfahren dann aber eingestellt.

Block-Prozess in Hamburg wird fortgesetzt

Block hatte gegenüber der MOPO erklärt, er wolle dafür sorgen, dass der Familie „nicht noch mehr gemeinsame Zeit“ genommen wird. In den vergangenen fünf Jahren sei ihm jeder Kontakt verwehrt worden. Er ist der Ansicht, „dass meinen Enkelkindern dadurch ein Stück ihres Lebens und ihrer eigenen Familiengeschichte genommen wurde.“

Der Termin in Dänemark ist ein weiterer Schauplatz des jahrelangen Familienstreits. In Hamburg läuft derzeit der Strafprozess gegen Christina Block und sechs weitere Angeklagte. Christina Block wird vorgeworfen, die Entführung ihres damals zehn Jahre alten Sohnes und ihrer 13-jährigen Tochter aus Dänemark in der Silvesternacht 2023 in Auftrag gegeben zu haben. Sie bestreitet die Vorwürfe. Nach einer Pause soll der Prozess in Hamburg am 21. September fortgesetzt werden.