Kellerduell für SGR, Topspiel für TSC: Richtungsweisendes Kerwespiel für Rieschweiler

Kellerduell für SGR, Topspiel für TSC Richtungsweisendes Kerwespiel für Rieschweiler

Rieschweiler/Zweibrücken · Trainer Sebastian Reinert verspürt vor dem Kellerduell der Fußball-Landesliga West gegen den SV Morlautern aber keinen zu großen Druck. Der TSC Zweibrücken reist zum Spitzenduell beim FC Schmittweiler-Callbach.

18.09.2026 , 14:18 Uhr

Die SG Rieschweiler um Kapitän David Wagner (li.) hofft nach zuletzt drei Pleiten an der Kerwe auf die Wende.

Foto: Norbert Schwarz

Nach drei Niederlagen in Folge steht die SG Rieschweiler im anstehenden Kellerduell der Fußball-Landesliga West gegen den Vorletzten SV Morlautern schon etwas unter Zugzwang. Mit einem Heimsieg im Kerwespiel am Sonntag will sich das Team von Trainer Sebastian Reinert, das derzeit 16. ist, weiter von der gefährlichen Zone absetzen. Der TSC Zweibrücken dagegen spielt deutlich weiter oben mit. Der aktuelle Tabellenzweite ist am Sonntag ab 15 Uhr im Spitzenspiel beim Vierten FC Schmittweiler-Callbach gefordert.

„Sicherlich ist das ein ganz wichtiges Spiel für uns, das wir auf jeden Fall gegen einen Mitkontrahenten um den Klassenerhalt gewinnen wollen“, sagt SGR-Coach Reinert. „Diese Aufgabe ist machbar“, sagt der 39-Jährige, der aber so früh in der Saison noch nicht von großem Druck sprechen möchte. „Schließlich sind noch zahlreiche Spiele zu absolvieren.“ Punkten wolle er mit seinem Team am Sonntag zur Kerwe aber auf jeden Fall und alles geben, um sich möglichst mit dem dritten Saisonerfolg weiter nach oben zu verbessern. Mit einem Dreier wäre der Anschluss an das untere Tabellenmittelfeld nach acht Spieltagen drin. Reinert: „Es wäre schon gut, wenn wir den Vorsprung auf den letzten Platz vergrößern könnten.“ Diesen hat momentan der SV Winterbach mit drei Zählern inne, der damit drei Punkte weniger auf dem Konto hat als das Team aus Rieschweiler. Kommende Woche Samstag ist die SGR dann genau bei diesem SVW gefordert.

Die Chance auf den Klassenverbleib ist für die SGR auch nach dem enormen Umbruch im Kader in dieser Saison aber durchaus gut. Denn abstiegsgefährdet sind aufgrund der anstehenden Spielklassenreform nur die Tabellenletzten der beiden Landesliga-Staffeln. Sie ermitteln in einem Duell auf neutralem Platz den Absteiger in die Bezirksliga. Bis dahin stehen aber noch 22 Spieltage auf dem Terminkalender, in denen sich das Team von der Dicken Eiche schon vorzeitig von allen Abstiegssorgen befreien könnte.

In dem Kellerduell am Sonntag muss Reinert allerdings um den Einsatz einiger Spieler bangen. So zwickt Daniel Grünnagel, der zuletzt schon nicht spielen konnte, weiter der Rücken. Fabian Klein steht aus beruflichen Gründen nicht zur Verfügung. Gegen Morlautern hofft Reinert, dass seine Mannschaft sich in der Abwehr kompakt zeigt. „Wir kassieren einfach zu viele Gegentreffer“, hadert er. 19 sind es aus den ersten sieben Partien. Wichtig sei es, künftig die vielen individuellen Fehler in der Defensive zu verhindern. Doch auch offensiv besteht noch Steigerungsbedarf. Bisher traf die SG Rieschweiler erst achtmal. Nur der SV Morlautern (6 Tore) hat noch weniger oft ins Schwarze getroffen.

Geschenke werden sich die beiden Kontrahenten dabei sicher nicht machen wollen. Auch wenn sich die beiden Trainer gut kennen. Sebastian Reinert ist mit SVM-Coach Marc Roos ganz gut befreundet. „Am Sonntag ruht aber die Freundschaft in den 90 Minuten“, betont der SGR-Trainer.

Vor einem sehr schweren Auswärtsspiel steht der Ligazweite TSC Zweibrücken, wenn er am Sonntag beim FC Schmittweiler-Callbach antritt. „Das wird schon eine ganz schöne Herausforderung für uns, denn Schmittweiler ist besonders auf eigenem Platz sehr stark“, erklärt Thorsten Lahm, sportlicher Leiter des TSC. Bisher hat der FC zwei seiner drei Heimspiele gewonnen. Der TSC steht mit zehn Punkten in der Heimtabelle momentan auf Rang eins. Aber „wir haben zuletzt beim SC Idar-Oberstein II und beim SC Hauenstein zweimal in Folge auswärts nicht punkten können“, erklärt Lahm und ergänzt: „Diese Bilanz wollen wir nun verbessern und die Lehren aus diesen beiden Spielen ziehen.“

Personell muss Trainer Sanel Nuhic einige Umstellungen vornehmen: Mit Mittelfeldspieler Luca Dillinger, Rechtsaußen Anton Ziegler und Abwehrspieler Marc Golschewski fehlen gleich drei Spieler aus privaten Gründen. „Jetzt können sich die Nachrücker von der Bank zeigen und sich empfehlen“, sieht Lahm die Ausfälle nicht unbedingt negativ. (ski/mire)