Auf und Ab an der Börse: Die wichtigsten Informationen zum Dax, Dow Jones, zu den Aktienkursen und den Ölpreisen
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Für den Dax zeichnen sich nach dem schwachen Wochenauftakt am Dienstag weitere moderate Verluste ab. Händler berechneten den Dax am Morgen zum Xetra-Start 0,1 Prozent leichter bei 26.230 Punkte. Damit würde sich der deutsche Leitindex zum Start in den September weiter von seinem jüngsten Rekordhoch bei 26.618 Punkten entfernen. Der Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 wird am Dienstagmorgen knapp 0,2 Prozent fester erwartet.
Angesichts schon hoher Bewertungen haben die Börsen derzeit mit den weiter steigenden Ölpreisen und Anleihezinsen zu kämpfen. Eine Zinserhöhung der Europäischen Zentralbank (EZB) in der kommenden Woche gilt seit geraumer Zeit als sicher. Und seit entsprechenden Hinweisen von US-Notenbankchef Kevin Warsh vom vergangenen Freitag gehen die Märkte auch von einer Leitzinserhöhung in den USA im September aus.
Portfoliomanager Thomas Altmann von QC Partners erinnerte zudem daran, dass der September üblicherweise ein schwacher Börsenmonat ist. Allerdings stehe für den abgelaufenen August, der im Durchschnitt ebenfalls negativ verlaufe, eine positive Bilanz zu Buche, relativierte er. Aktienstratege Mislav Matejka von der US-Bank JPMorgan traut den Aktienmärkten bis zum Jahresende einen weiteren Anstieg zu. Denn die Unternehmensgewinne sollten auch in den kommenden Monaten stark ausfallen, schrieb er.
Konjunkturdaten in Europa und den USA erwartet
An diesem Dienstag stehen in Europa sowie den USA Einkaufsmanagerindizes aus der Industrie im Fokus, welche die Einschätzung von Matejka untermauern könnten.
Die Aktien des Technologiekonzerns Kontron könnten von Aufträgen für Bahnkommunikationslösungen aus Rumänien profitieren. Finanzielle Details gab das Unternehmen allerdings nicht bekannt. Die Nachricht sei zwar positiv für die Stimmung gegenüber der Aktie, aber „business as usual“, kommentierte ein Händler.
Beim Pharmakonzern Merck KGaA sowie beim Aromen- und Duftstoffehersteller Symrise sorgten neue Kaufempfehlungen für gute Stimmung.
Wall Street: Ölpreise und Zinssorgen belasten die Kurse
Zinssorgen und ein kriegsbedingter Anstieg der Ölpreise haben die Wall Street am Montag belastet. Der Standardwerteindex Dow Jones verlor 0,7 Prozent auf 53.186 Punkte. Der technologielastige Auswahlindex Nasdaq 100 schloss kaum verändert bei 29.456 Punkten. Der breit gefasste S&P 500 büßte 0,3 Prozent auf 7686 Stellen ein. Trotz der jüngsten Schwäche verbuchten alle drei großen US-Aktienindizes auf Monatssicht Gewinne.
Anleger verarbeiteten die jüngsten Äußerungen von US-Notenbankchef Warsh, der auf dem Notenbanker-Treffen in Jackson Hole eine straffere Geldpolitik signalisiert hatte. Zudem schürte die Schließung der Straße von Hormus im Zuge des Konflikts mit Iran Ängste vor einem neuen Inflationsschub durch steigende Energiekosten.
Die Wahrscheinlichkeit für eine Zinserhöhung um 25 Basispunkte im September wird an den Finanzmärkten inzwischen auf mehr als 65 Prozent beziffert. Sollte die Notenbank die Zinsen im kommenden Monat nicht anheben, werde es eine dramatische Reaktion an den Märkten geben, da diese nun schon seit geraumer Zeit darauf vorbereitet worden seien, sagte Paul Nolte, Marktstratege bei Murphy & Sylvest.
Die anhaltenden Spannungen im Nahen Osten trugen zur Verunsicherung bei. Der iranische Präsident Massud Peseschkian hatte nach erneuten Luftangriffen und den von US-Präsident Donald Trump verhängten Wirtschaftssanktionen erklärt, Teheran strebe weiterhin eine Verhandlungslösung an.
Auf Unternehmensseite profitierten Energiewerte von den anziehenden Rohölpreisen. Halliburton und Valero Energy legten zu. Versorger zählten dagegen zu den Verlierern. Die Papiere von PG&E erlitten mit 20 Prozent den größten prozentualen Tagesverlust seit mehr als sechs Jahren. Hintergrund war ein Gesetzentwurf im kalifornischen Senat, der die Haftungsrisiken der Netzbetreiber bei Waldbränden kaum abmildert.
Ölpreise steigen
Die Wiederaufnahme der Kämpfe zwischen den USA und Iran schürt Sorgen vor Lieferunterbrechungen und treibt die Ölpreise weiter an. Die Nordseesorte Brent verteuert sich um 1,2 Prozent auf 91,58 Dollar je Barrel; der Preis für US-Leichtöl WTI steigt um bis zu 1,6 Prozent auf 87,09 Dollar.
US-Präsident Trump hatte am Montag mit weiteren Angriffen auf Iran gedroht, nachdem es am Sonntag zum ersten direkten Schlagabtausch zwischen den beiden Ländern seit einem Monat gekommen war. „Dies rückt die Möglichkeit einer iranischen Vergeltung wieder in den Vordergrund“, sagte KCM-Marktanalyst Tim Waterer. Damit erhöhe sich auch das Risiko von Schäden an der Energieinfrastruktur rund um den Persischen Golf.
Mit Nachrichtenagenturen