Stand: 15.09.2026, 19:05 Uhr
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Die U 14-Faustballer des TV Brettorf haben im Finale um die deutsche Meisterschaft drei Matchbälle abgewehrt und Gold gewonnen. Silber gab es für die TVB-Mädchen.
Brettorf/Ahlhorn – Seinen Faustball-Sommer 2026 wird Ole Behm ganz sicher nicht vergessen. Als Aktiver holte der 17-Jährige mit den Männern des TV Brettorf DM-Silber, mit dem deutschen U 18-Nationalteam WM-Gold und unlängst DM-Gold mit seiner U 18-Vereinsmannschaft. Aber auch als Trainer ist Behm trotz seines jungen Alters bereits erfolgreich: Am vergangenen Wochenende führte er die männliche U 14 des TV Brettorf bei der deutschen Meisterschaft in Großenaspe gemeinsam mit Joey Bieniek zum Titel. Als Zweite verpassten die Brettorfer Mädchen dort nur knapp einen Doppelsieg.
Männliche U 14
„Damit habe ich überhaupt nicht gerechnet! Vor der DM wäre ich schon zufrieden gewesen, wenn wir die Vorrunde überstanden hätten. Aber die Jungs haben ein überragendes Turnier gespielt!“, strahlte Ole Behm. Schon zum Auftakt bewies seine Crew Kämpferqualitäten, als sie im zweiten Durchgang gegen den MTSV Selsingen zwei Satzbälle abwehrte (11:9, 12:10). Es folgte ein Dämpfer gegen den TV Bretten, bei dem die Schwarz-Weißen zahlreiche Angabenpunkte kassierten (6:11, 9:11).
Die beiden anderen Vorrundenspiele gegen das junge Team des TV Unterhaugstett (11:8, 11:6) und den SC DHfK Leipzig (11:4, 11:4) gewannen die Brettorfer und wurden dank Leipziger Unterstützung (11:9, 15:13 gegen Bretten) Gruppensieger.
Im Halbfinale trafen Brettorf und Bretten erneut aufeinander – diesmal mit dem besseren Ende für die Norddeutschen (12:14, 11:8, 11:9). „Es hätte genauso gut anders ausgehen können“, bekannte Ole Behm. Aber Klaas Habben mit der Angabe und Thore Behm im Rückschlag agierten fast fehlerfrei.
Nervenstärke war auch im Endspiel gegen den SV Kubschütz gefragt. Dessen Angreifer Konstantin Pech setzte die Brettorfer enorm unter Druck. Dennoch gelang ihnen nach hauchdünn verlorenem ersten Durchgang (14:15) der Satzausgleich (11:7). Im Entscheidungssatz führte Kubschütz beim Seitenwechsel mit 6:4 und baute den Vorsprung anschließend auf 8:4 aus. „Gefühlt hatten wir da schon verloren“, gab Ole Behm zu. Seine Schützlinge gingen nun volles Risiko – und wurden belohnt. Nach Abwehr von drei Matchbällen machte der TVB den Sack mit 15:13 zu. „Für viele der Jungs war es der erste DM-Titel – deshalb war die Freude besonders groß“, erklärte Ole Behm.
Die Jungen des Ahlhorner SV beendeten das Turnier laut ASV-Faustballabteilungsleiter Ulrich Meiners als „hervorragender Fünfter“. Das von Marcel Wolters und Andreas Kirchgeorg trainierte Team hatte sich in einem dramatischen Viertelfinale gegen den SC DHfK Leipzig aus dem Medaillenrennen verabschiedet (10:12, 11:8, 14:15).
Weibliche U 14
Auch wenn in den ersten Minuten nach dem Matchball die Enttäuschung über die Finalniederlage gegen die SG TV Bretten/FBC Offenburg (4:11, 11:9, 11:7) überwog, stellte sich bei den Mädchen des TV Brettorf bald Freude über die gewonnene Silbermedaille ein. „Das Turnier war sehr stark besetzt, und Bretten war im Finale einfach besser“, meinte TVB-Trainerin Katrin Freese anerkennend.
Bis zum Endspiel hatten die Brettorferinnen nur in der zweiten Vorrundenpartie gegen die SG TSV Karlsdorf/TV Schluttenbach einen Satz abgegeben (6:11, 11:6). Die übrigen Gruppenspiele gegen den VfL Kellinghusen (11:9, 11:5), SC DHfK Leipzig (14:12, 11:8) und SG SV Dresden-Mitte/Langebrücker BSV (11:2, 11:6) sowie das Halbfinale gegen Leipzig (14:12, 15:14) gewannen sie in zwei Durchgängen.
