Ab Oktober 17 Cent günstigerBund und Länder einigen sich auf Tankrabatt und Spritpreisdeckel
18.09.2026, 19:53 Uhr
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Am Dienstag stellt Bundeskanzler Merz Entlastungen für Autofahrerinnen und Autofahrer in Aussicht. Jetzt steht fest, wie Bund und Länder Abhilfe angesichts immer weiter steigender Spritpreise schaffen wollen. Eine Maßnahme feiert ein Comeback - eine andere ist neu.
Bund und Länder haben sich wegen der hohen Preise an den Zapfsäulen auf einen neuen Tankrabatt geeinigt. Wie die Bundesregierung mitteilte, soll der Tankrabatt von Oktober bis Jahresende 17 Cent pro Liter betragen. Bund und Länder teilen sich die Kosten für die Entlastung von insgesamt 2,5 Milliarden Euro. Spätestens zum 1. Januar soll zudem ein Spritpreisdeckel nach dem Vorbild Luxemburgs und Belgiens eingeführt werden.
Von Anfang Mai bis Ende Juni galt bereits ein Tankrabatt auf Benzin und Diesel mit einer Entlastung in derselben Größenordnung. Bereits am Donnerstagabend hatte es Verhandlungen von Bundeskanzler Friedrich Merz mit den Koordinatoren der SPD- sowie CDU-geführten Ländern gegeben - dies sind der niedersächsische Ministerpräsident Olaf Lies sowie der rheinland-pfälzische Regierungschef Gordon Schnieder.
Die Krise im Nahen Osten treibt die Kraftstoffpreise in Deutschland von Rekord zu Rekord. Der Dieselpreis kletterte am Donnerstag auf einen weiteren Höchstwert. Ein Liter kostete nach Auswertung des ADAC im bundesweiten Tagesdurchschnitt 2,471 Euro, knapp zwei Cent mehr als am Vortag. Super E10 verbilligte sich nach mehreren Preisrekorden in Folge dagegen minimal auf 2,308 Euro.
Kanzler Merz hatte am Dienstag Entlastungen angekündigt. Die konkreten Maßnahmen blieben aber zunächst offen. Politiker der Koalition hatten gesagt, Entlastungen sollten ab Oktober wirken. Am Sonntag finden Landtagswahlen in Mecklenburg-Vorpommern und Berlin statt.
Bei einem Spritpreisdeckel wird ein Höchstpreis für Benzin und Diesel festgelegt, der sich unter anderem an der Entwicklung der Ölpreise sowie Kosten für Transport und Vertrieb sowie einer Händlermarge orientiert. Die SPD fordert einen solchen Spritpreisdeckel seit langem. Vorbilder sind Modelle in Luxemburg und Belgien. Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche hatte sich jedoch gegen einen Preisdeckel ausgesprochen.
Quelle: ntv.de, fzö/uzh/dpa/rts