Stand: 29.07.2026, 07:06 Uhr
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Die Bundeswehr hat den Vorschlag abgelehnt, die gesperrte Startbahn mit zivilen Investoren zu sanieren. Flächenflieger müssen sich dauerhaft woanders einrichten – der Aeroclub prüft den Umzug nach Damme.
Diepholz – Die Start- und Landebahn des Fliegerhorstes Diepholz kann weiterhin nicht durch zivile Flugzeuge genutzt werden. Aufgrund von Schäden ist sie seit mehreren Monaten gesperrt. Die Bundeswehr lehnte jetzt den Vorschlag von Vertretern der Flugplatz Diepholz-Dümmerland (fdd) Betriebsgesellschaft ab. Diese nutzt die militärische Start- und Landebahn und wollte sich mit zivilen Investoren an der Sanierung dieser Bahn beteiligen. Das geht aus einer E-Mail von fdd-Mitgesellschafter und Pilot Hermann Recker (Wetschen) hervor. Diese hatte er nach einem Gespräch von Vertretern der fdd und der Stadt Diepholz mit der Bundeswehr an Mitglieder der fdd-Gesellschaft und des Aeroclubs Diepholz verschickt.
Flugplatz bleibt militärisch
„Alle Versuche unsererseits, die Start- und Landebahn in irgendeiner Form weiterhin zu nutzen und für die Instandhaltung zu sorgen, sind fehlgeschlagen. Der Flugplatz bleibt militärisch und soll auch nicht entwidmet werden. Bei einer weiteren zivilen Nutzung, die auch die zivile Instandhaltung beinhaltet hätte, war die militärische Seite der Auffassung, dass sie letztlich nicht vollständig von der Haftung freigestellt werden könnte“, so Recker.
Ob die Bundeswehr irgendwann die Start- und Landebahn erneuern oder instandsetzen wird, sei offen geblieben. Man werde aber die Möglichkeit unterstützen, in Diepholz auf der zivilen Seite Hubschrauber zu betreiben. Hermann Recker: „Für alle Flächenflieger heißt das, sich dauerhaft woanders einzurichten, was ja auch schon zum Teil passiert ist. Wir werden mit Damme sprechen, wie die Möglichkeiten aussehen, dort Hallenplätze zu bauen beziehungsweise auch unsere bestehende Halle ab- und dort wieder aufzubauen. Das wird technisch geprüft.“ Eine außerordentliche Gesellschafterversammlung soll voraussichtlich im Oktober einberufen werden, um die Zukunft des fdd zu besprechen.
Zivile Hubschrauber unterstützen
Bürgermeister Florian Marré, der an dem Gespräch teilnahm, sieht ein positives Teilergebnis: Die Bundeswehr habe angeboten, Flüge mit zivilen Hubschraubern auf dem Fliegerhorst zu unterstützen. Diese Luftfahrzeuge benötigen keine Start- und Landebahn. „Bislang stand die Kündigung des Mitbenutzungsvertrages im Raum. Jetzt ist die Tendenz, den Vertrag zwischen fdd und Bundeswehr dahingehend anzupassen, dass zivile Hubschrauber-Starts und -Landungen auch auf dem militärischen Teil des Fliegerhorstes unter bestimmten Bedingungen möglich sind“, erklärte Marré gegenüber der Mediengruppe Kreiszeitung.
Wichtiger Bestandteil
Für die Stadt Diepholz sei der Flugplatz Diepholz-Dümmerland ein wichtiger Standortfaktor – insbesondere mit Blick auf die Geschäftsfliegerei, für die auch Hubschrauber genutzt werden. Um den bisherigen Status des fdd zu erhalten, seien auch Gespräche auf Bundes- und Landesebene geführt worden. Für den Bürgermeister ist relevant, dass die Bundeswehr bei dem Gespräch mit Vertretern der fdd und der Stadt die Wichtigkeit des Fliegerhorstes Diepholz betont habe. Sie möchte daher vom militärischen Teil dieses Geländes nichts abgeben.
Die aktuellen Planungen der Bundeswehr betreffen die Zeit bis zu den Jahren 2030/2031. Bis dahin will die Luftwaffe den Transporthubschrauber CH 53 nutzen, der in Diepholz repariert und gewartet wird. Die Start- und Landebahn benötigt die Bundeswehr für diese Hubschrauber nicht.