Gartenkultur-Musikfestival macht Sykes schönste Orte zur Bühne

Stand: 29.07.2026, 06:30 Uhr

Kommentare

Uns auf Google folgen

Gartenkulturmusikfestival: Freuen sich auf den Musiksommer in der Region (v.l.):  Friedrich Hagedorn,  Katharina Sheikh, Nicole Giese-Kroner, Nils Meyer, Vanessa Peine und Bürgermeisterin Suse Laue.

Freuen sich auf den Musiksommer in der Region (v.l.): Friedrich Hagedorn, Katharina Sheikh, Nicole Giese-Kroner, Nils Meyer, Vanessa Peine und Bürgermeisterin Suse Laue. © Christiane Meyer

Klezmer, Country-Pop, Blues und Boogie-Woogie: Im August gastiert das Gartenkultur-Musikfestival gleich viermal in Syke. Historische Gärten, Parks und das Kreismuseum werden dabei zu außergewöhnlichen Konzertkulissen – der Eintritt ist überwiegend frei.

Syke – Das regionale Gartenkultur-Musikfestival verwandelt den Landkreis vom 31. Juli bis zum 30. August 2026 in eine klingende Open-Air-Bühne. Das Konzept verbindet Musikstile aus aller Welt mit den markantesten historischen Spielstätten der Region. Für Syke stehen im August gleich vier Termine auf dem Plan.

„Musik bringt Menschen zusammen und lässt Regionen lebendig werden“, betont Suse Laue. Als Bürgermeisterin und Vorsitzende des Regionalverbunds Syke/Bremen freut sie sich auf das anstehende Programm. Das Festival lade gezielt dazu ein, bekannte Lieblingsorte neu zu erleben und versteckte Ecken in der eigenen Heimat zu entdecken. Es geht um echte Begegnungen, um das Verweilen und um eine gute Zeit.

Den Auftakt im Stadtgebiet macht der idyllische Kaffeegarten mitten in Syke, eingerahmt von drei historischen Gebäuden der Alten Posthalterei. Wie Friedrich Hagedorn vom dortigen Organisationsteam ankündigt, wird die Kulisse aus Fachwerkfassaden und hohen Bäumen am Samstag, 8. August, ab 19 Uhr zum Schauplatz für den ersten Festival-Act. Der Eintritt ist kostenfrei. Zu Gast ist das Quintett „Cladatje“, das seit mittlerweile 25 Jahren die Bühnen Norddeutschlands erobert und sich ganz der Klezmer-Musik verschrieben hat. Das Repertoire der Musiker spiegelt die gesamte emotionale Bandbreite dieses Genres wider – von tiefer Melancholie bis zu tanzender Lebensfreude.

Bereits am darauffolgenden Tag geht die Entdeckungsreise weiter: Am Sonntag, 9. August, öffnet sich der Park am Syker Vorwerk, wie Nicole Giese-Kroner ankündigt. Wo alte Bäume den Rahmen bilden, trifft Natur auf zeitgenössische Kunst. Mitten im Park stoßen Besucher auf moderne Kunstwerke. Wer mag, verbindet das Event mit einem Besuch der aktuellen Ausstellung im Zentrum für zeitgenössische Kunst – sowohl das Freiluftkonzert als auch der Ausstellungsbesuch sind kostenlos. In dieser Kulisse präsentiert die Künstlerin Ann Doka gemeinsam mit ihrer Band packenden Country-Pop. Ihr neues Album „Red Lines“ erzählt von persönlichen Werten, vom Mut und der besonderen Kraft, Grenzen zu ziehen. Das musikalische Spektrum reicht an diesem Nachmittag von berührender Tiefe bis zu tanzender Euphorie.

Dass Kultur in Syke tiefe Wurzeln hat, zeigt auch die nächste Station, auf die Vanessa Peine und Katharina Sheikh vom städtischen Kulturbereich hinweisen. Am Mittwoch, 19. August, um 19 Uhr wandert das Festival in den Europagarten. Eröffnet im Dezember 2006 anlässlich des 60. Geburtstags der Europa-Union Deutschland, symbolisieren hier verschiedene kreative Stationen den europäischen Gedanken.

An diesem Abend wird es dort richtig lässig. Die „Martfeld Blues Band“ bittet zum Tanz. Seit fast 30 Jahren begeistert die Formation ihr Publikum mit purer Leidenschaft. Die Musiker widmen sich dem Rock und Blues der 60er- und 70er-Jahre und fangen den legendären britischen Sound perfekt ein. Ihr abwechslungsreiches Programm verbindet eigene Kompositionen mit handverlesenen Coverstücken von Ikonen wie Fleetwood Mac oder Pete Brown. Eines haben all diese Stücke gemeinsam: Sie gehen direkt ins Blut und lassen niemanden still sitzen. Auch hier ist der Eintritt frei.

Zum großen Finale lädt Museumsleiter Nils Meyer zu einem echten Highlight in den Garten des Kreismuseums Syke ein: Am Samstag, 29. August, um 18 Uhr steht dort eine Ausnahmeband auf dem Plan. Unter dem Titel „If it’s delicious, it’s Boogielicious“ gastiert dort die gleichnamige Band – eine der ungewöhnlichsten Boogie-Formationen Europas. Der Eintritt für dieses Konzert beträgt 15 Euro. Zwischen historischen Gebäuden und Museumsobjekten aus dem 17. bis 20. Jahrhundert entfaltet das weitläufige, waldnahe Gelände des Kreismuseums eine ganz eigene Atmosphäre. Die historischen Bauten und alten Baumgruppen werden an diesem Abend im Freien musikalisch zum Leben erweckt. Wenn drei Musiker die Instrumente übernehmen, werden Liebhaber handgemachter Musik sowie traditionelle Jazz- und Blues-Anhänger gleichermaßen elektrisiert. Boogie-Woogie und mehr, mitreißend vorgetragen von der wohl kleinsten Bigband der Welt.

Vier Termine, vier völlig verschiedene Facetten und doch derselbe Gedanke: Das Gartenkultur-Musikfestival lädt ein, den Sommer in vollen Zügen im Grünen zu genießen.