Krypto-Scam um Karl Klammer aka Clippy

t3n als bevorzugte Quelle bei Google hinzufügen

Verpasse keine News mehr!

Unbekannte haben den X-Account von Microsoft gekapert und dort für einen angeblichen Clippy-Token geworben. Dabei griffen sie auf das Konterfei des in Deutschland als Karl Klammer bekannten Kulthelfers zurück – und stellten dessen Comeback in Aussicht.

Anzeige

Clippy

Karl Klammer: Krypto-Betrüger wollten mit Clippy Kasse machen. (Foto: dpa)

Mit Microsoft Office 97 hielt Clippy, in Deutschland als Karl Klammer bekannt, Einzug auf den Computern von Millionen Nutzer:innen. Doch zu seinen aktiven Zeiten war der etwas nervige kleine Helfer mit seinen Glubschaugen und den hochgezogenen Brauen gar nicht so beliebt. Ab 2001 verbannte Microsoft Clippy zunächst in den Hintergrund, später verschwand er ganz.

Anzeige

Cyberkriminelle nutzen Clippy-Beliebtheit aus

In den vergangenen Jahren ist Clippy aber wieder gefragt. Nutzer:innen wünschen sich ein Comeback von Karl Klammer – auch als nostalgisches Gegenstück zu den datenhungrigen KI-Assistenten. Ausgerechnet in Microsofts Copilot ist die kultige Büroklammer derweil Ende 2025 zurückgekehrt. Jetzt wollen offenbar Cyberkriminelle aus der Beliebtheit von Clippy Kapital schlagen.

Top-Artikel

${content}

${custom_anzeige-badge} ${custom_tr-badge} ${section}

${title}

${custom_anzeige-badge}

${custom_tr-badge} ${section}

${title}

Wie The Verge berichtet, haben Unbekannte Anfang Oktober 2026 den X-Account von Microsoft gekapert und dort einen Beitrag eines angeblichen Clippy-Profils geteilt. Letztlich ging es darum, dass Microsoft angeblich zugestimmt habe, Karl Klammer zurückzubringen, wenn der Beitrag 500.000 Likes erhalte. Außerdem hatten die Unbekannten das Profilbild des Microsoft-Accounts durch ein Clippy-Symbol ersetzt.

Anzeige

Clippy-Token über Microsoft-Account beworben

Ziel der Aktion war es offenbar, einen Clippy-Token zu bewerben. Diesen bewarben die Krypto-Betrüger:innen über ein weiteres Profil, das die entstandene Aufmerksamkeit nutzte. Um unbedarfte Nutzer:innen zu locken, behaupteten die Cyberkriminellen fälschlicherweise, dass der Token direkt mit der Microsoft-Aktie verbunden sei.

Und es kam sogar noch perfider: Denn auch eine kurz nach dem geteilten – und bald wieder gelöschten – Clippy-Beitrag auf dem Microsoft-Account erschienene seltsame Entschuldigung stellte sich als Fälschung heraus. Dieser Beitrag war aber nur kurz zu sehen und war schon bald wieder gelöscht.

Empfohlene redaktionelle Inhalte

Hier findest du externe Inhalte von TargetVideo GmbH, die unser redaktionelles Angebot auf t3n.de ergänzen. Mit dem Klick auf "Inhalte anzeigen" erklärst du dich einverstanden, dass wir dir jetzt und in Zukunft Inhalte von TargetVideo GmbH auf unseren Seiten anzeigen dürfen. Dabei können personenbezogene Daten an Plattformen von Drittanbietern übermittelt werden.

Hinweis zum Datenschutz

Microsoft bestätigt gekapertes Konto

Gegenüber The Verge und anderen US-Medien erklärte Microsoft-Sprecher Brent Colburn, dass es einen unerlaubten Zugriff auf den X-Account des Konzerns gegeben haben. Die dort geposteten Beiträge seien nicht von Microsoft gekommen.

12 krasse Fehlprognosen der Techgeschichte: Auch Experten liegen mal daneben

Mittlerweile, so Colburn, habe Microsoft die Kontrolle über den Account zurückgewonnen und die Beiträge gelöscht. Das Unternehmen untersuche derzeit die genauen Umstände der Aktion. Details wollte Microsoft entsprechend noch nicht nennen.

Startseite