Gerüchte um Gesundheit: Ist Xi Jingping nicht mehr fit?
Stand: 04.10.2026, 22:21 Uhr

Chinas Delegation forderte beim Staatsbesuch Xi Jinpings einen Privatraum im Weißen Haus. Ein Ex-Sicherheitsberater nennt das „ungewöhnlich“.
Washington, D.C. – In der Vorwoche (25. September) traf Xi Jinping zum Gipfeltreffen mit US-Präsident Donald Trump im Weißen Haus ein. Bei dem hochrangigen Staatsbesuch bat der chinesische Staatschef offenbar um eine Reihe von Ausnahmewünschen, die für ein derartiges Spitzentreffen als durchaus ungewöhnlich angesehen werden. Sie nährten Zweifel an der Gesundheit Xi Jinpings und lösten eine Reihe von Spekulationen aus.
Chinas Delegation bat bei Trump-Besuch wohl um privaten Ruheraum für Xi Jinping im Weißen Haus
Berichten des Wall Street Journals zufolge bat die chinesische Delegation um Regierungschef Xi Jinping bei dessen Besuch im Weißen Haus um eine Reihe von Sonderwünsche. Demnach hätten chinesische Regierungsvertreter auf einen privaten Raum für Xi Jinping im Westflügel des Weißen Hauses bestanden. Dies sei gefordert worden, um dem chinesischen Staatspräsident zwischen Terminen Ruhepausen zu ermöglichen, hieß es dem US-Medium zufolge weiter. Auch das südkoreanische Medium Chosun berichtete über die Spekulationen.
Der Zutritt zu jenem Privatraum sei lediglich Xis Frau Peng Liyuan vorbehalten geblieben. Für den Abend der Ankunft Xis sei keine Aktivität geplant worden und ein für den zweiten Tag geplantes Arbeitsessen mit Trump sei von chinesischer Seite abgesagt worden. Weil das eigentliche Treffen der beiden Staatschefs am zweiten Tag im Weißen Haus mittags begonnen habe und bereits frühnachmittags geendet sei, habe sich hierdurch eine Lücke von fünf Stunden im Tagesplan bis zum abendlichen Staatsbankett ergeben.
Sonderwünsche von Chinas Delegation traten Spekulationen um Xi Jinpings Gesundheit in Gang
Auch der ehemalige China-Direktor im Nationalen Sicherheitsrat der Vereinigten Staaten, Dennis Wilder, betonte den unüblichen Charakter der Maßnahmen im Umgang mit Xi bei dessen Besuch im Weißen Haus. „So etwas haben wir noch nie getan“, sagte Wilder dem Wall Street Journal und betonte die zuvorkommenden Handlungen der US-Regierung an den chinesischen Staatschef als „ungewöhnlich“.
Zudem wies das Wall Street Journal darauf hin, dass auch auf Filmmaterial der Ankunft Xi’s im Weißen Haus Anhaltspunkte auf eine möglicherweise angeschlagene Gesundheit des chinesischen Regierungschefs ersichtlich seien. So habe Xi sowohl beim Verlassen seines Flugzeugs als auch beim Besuch des US-Nationalarchivs die Hand seiner Frau ergriffen, um sich auf sie zu stützen. Chinesische Medien wiesen dies jedoch als reines Zeichen der Zuneigung aus. (Verwendete Quellen: Wall Street Journal, Chosun) (fh)