Pilot setzt dramatischen 7700-Notruf ab – Boeing-Flug mit hunderten Urlaubern muss sofort landen

Crew setzt 7700-Notruf über dem Atlantik ab – Boeing-Flug muss zwischenlanden

Stand: 25.08.2026, 15:36 Uhr

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Ein Langstreckenflug von Chicago nach Zürich musste einen Notfall-Code absetzen. Die Boeing 777 leitete eine Ausweichlandung ein.

Mitten über dem Atlantik kam es am Dienstagmorgen (25. August) zu einem Zwischenfall auf dem Swiss-Flug LX9. Die Besatzung der Boeing 777-300ER setzte während des Fluges von Chicago nach Zürich den Transpondercode 7700 ab: das international gültige Signal für einen allgemeinen Notfall an Bord. Daraufhin wurde umgehend eine Ausweichlandung eingeleitet, wie 20min.ch berichtet.

Eine Swiss-Maschine setzt in der Luft einen Notfall-Code ab. (Archivbild)

Eine Swiss-Maschine setzt in der Luft einen Notfall-Code ab. (Archivbild) © IMAGO/Andreas Haas

Die Maschine landete mit 222 Passagieren und 16 Crewmitgliedern auf der Azoreninsel Terceira, berichtet der SRF. Der Airline zufolge lag es an einem „nicht näher identifizierbaren, stechenden Geruch in der Economy Class“. Daraufhin wurde der Notfall-Code abgesetzt.

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Zu den genauen Hintergründen des Zwischenfalls äußerte sich die Swiss zunächst nicht. Fünf Fluggäste und ein Besatzungsmitglied ließen sich vorsorglich medizinisch untersuchen. Bei ihnen waren zeitweise gereizte Augen, Übelkeit oder Kopfschmerzen aufgetreten.

Laut SRF sollen erste Passagiere noch am Dienstag zurück in die Schweiz gebracht werden. „Wir sind uns bewusst, dass eine solche Ausweichlandung für unsere Passagiere aufwühlend sein und Verunsicherung auslösen kann. Umso wichtiger ist es uns, sie weiterhin bestmöglich zu betreuen und für eine rasche Weiterreise nach Zürich zu sorgen“, zitierte 20min die Airline. Derweil untersuchen Fachleute die Ursache des stechenden Geruchs.

Der Transpondercode 7700 gehört zu den drei wichtigsten Notfallcodes in der zivilen Luftfahrt. Piloten setzen ihn ein, wenn an Bord eine ernsthafte Gefahrensituation herrscht. Nach dem Absetzen des Signals erhält die Maschine von der Flugsicherung höchste Priorität.

Ähnliche Zwischenfälle zwangen in der jüngeren Vergangenheit mehrfach Langstreckenmaschinen zu außerplanmäßigen Stopps. So musste erst im Juli 2026 ein Swiss-Flug von Zürich nach New York wegen Rauchentwicklung im Rumpf im US-Bundesstaat Maine notlanden. Auch bei Lufthansa kam es zu vergleichbaren Situationen: Ein Flug von Johannesburg nach Frankfurt wurde nach einem undefinierbaren Geruch in der Kabine in den Kongo umgeleitet, während eine Maschine auf dem Weg nach München in Athen wegen eines mysteriösen Geruchs sogar über Notrutschen evakuiert werden musste. (Quellen: 20min, SRF)