Nachrichtenpodcast: Wie sicher ist die queere Community in Deutschland?

Was jetzt? / CSD in Berlin: Wie sicher ist die queere Community in Deutschland?

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Gewalt gegen queere Menschen in Deutschland nimmt seit Jahren zu. Was heißt das für die bevorstehenden CSDs? Und: Desinformationen vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt

Aus der Serie: Was jetzt?

  1. Juli 2026, 6:04 Uhr

Beim Christopher Street Day (CSD) in Berlin ist Samstagnacht ein weißer Transporter in eine Menschenmenge gefahren. Eine Frau wurde dabei getötet, mindestens 16 weitere Menschen wurden verletzt, mehrere von ihnen lebensgefährlich. Die Veranstaltung wurde daraufhin abgebrochen. Die Polizei stuft den Vorfall als mutmaßlichen Anschlag ein. Nach Angaben der Ermittler war der mutmaßliche Täter polizeibekannt und wird dem islamistischen Milieu zugerechnet. Zudem prüfen die Behörden, ob nach der Fahrt mit dem Transporter weitere Menschen durch Stichwaffen verletzt wurden. Bundeskanzler Friedrich Merz verurteilte die Tat und betonte, der CSD stehe für ein friedliches und tolerantes Miteinander. In den vergangenen Jahren wurden zwar Fortschritte bei der rechtlichen Gleichstellung erzielt, doch queerfeindliche Straftaten nehmen weiter zu. Wie sicher die queere Community in Deutschland tatsächlich ist und welche Bedrohungen sie derzeit erlebt, ordnet ZEIT-Nachrichtenredakteur David Rech ein.

Wenige Wochen vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt geraten Spitzenkandidaten ins Visier einer mutmaßlich russischen Desinformationskampagne. Auf der Plattform X kursieren gefälschte Videos über die Kandidaten von CDU, SPD, Grünen und Linken. Darin werden frei erfundene Vorwürfe verbreitet, um das Vertrauen in die Politiker zu untergraben. Nach Einschätzung des Bundesamts für Verfassungsschutz sind die Aktivitäten wahrscheinlich Teil der sogenannten Matrjoschka-Kampagne, die Russland zugerechnet wird. Bereits mehr als 60 Fake-Videos wurden veröffentlicht, zuvor waren bereits Kandidierende in Niedersachsen und Sachsen-Anhalt betroffen. Die Clips nutzen Logos und das Erscheinungsbild bekannter Medien wie ARD, ZDF, Deutsche Welle, FAZ, Süddeutsche Zeitung oder ZEIT, um den Eindruck glaubwürdiger Berichterstattung zu erwecken. Welchen Einfluss die Kampagne auf die Wahl haben könnte, erklärt Christian Fuchs, Redakteur im Ressort Investigative Recherche und Daten der ZEIT.

Und sonst so?Ente erobert Schwimmbad.

Moderation und Produktion: Azadê Peşmen

Mitarbeit: Mathias Peer, Celine Yasemin Rolle

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