„Damit leben und daran arbeiten“: Drei Leistungsträger der Hammer Eisbären fehlen gesperrt

Stand: 23.09.2026, 18:30 Uhr

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Hammer Eisbären Leipzig Icefighters Pontus Wernerson Libäck

Neben Pontus Wernerson Libäck müssen die Hammer Eisbären auf Mantas Stankius und Tom Geischeimer verzichten. Alle drei Spieler sind aufgrund einer Matchstrafe gesperrt. © Robert Szkudlarek

Mit Mantas Stankius, Pontus Wernerson Libäck und Tom Geischeimer fehlen wichtige Säulen im Kader der Eisbären gesperrt.

Hamm – Martin Köchling, der Geschäftsführer der Hammer Eisbären, ist trotz drei Punkten aus den ersten beiden Partien der neuen Eishockey-Oberligasaison leicht angefressen. Der Grund dafür liegt weniger in der Ausbeute oder der spielerischen Leistung der Mannschaft von Trainer Tobias Stolikowski, als vielmehr in der teilweise mangelnden Disziplin seiner Spieler. „Wir können natürlich nicht zufrieden sein, wenn wir in den ersten beiden Spielen zwei Matchstrafen bekommen“, sagt er.

Wir müssen damit leben und daran arbeiten.

Die nackten Zahlen untermauern die Kritik des Geschäftsführers: Gegen Leipzig (2:4) und in Duisburg (5:2) kassierten die Hammer insgesamt 81 Strafminuten. Damit rangiert das Team mit weitem Abstand auf dem letzten Rang der Fair-Play-Wertung. Zum Vergleich: Die Tilburg Trappers erhielten als fairstes Team der ersten beiden Spiele gerade einmal acht Strafminuten.

81 Strafminuten in zwei Spielen

13 Zwei-Minuten-Strafen, eine Fünf-Minuten-Strafe und zwei Matchstrafen sprechen eine eigene Sprache. Zumal die beiden Spieldauer-Herausstellungen der Gattung „unnötig“ angehörten. Mantas Stankius kassierte zum Auftakt nach einem harten „Check gegen den Kopf und Nacken“ gegen Leipzigs Jan-Luca Schumacher die Spieldauerstrafe, als der Puck längst weg war. Das Spielgericht verhängte eine Sperre von drei Spielen, die die Eisbären akzeptieren. Nach dem Auswärtsspiel in Duisburg muss Stankius noch zwei weitere Partien aussetzen.

Pontus Wernerson Libäck ist am Sonntag wegen „Wegziehen der Füße“ mit einer Matchstrafe belegt worden. Vorausgegangen war ein Torabschluss seines Zwillingsbruders Linus, der trotz abgepfiffener Situation – wegen zu vieler Spieler der Eisbären auf dem Eis – den Abschluss suchte und anschließend von Füchse-Verteidiger Luis Üffing mit einem Check erfuhr, was dieser von der Aktion hielt. Pontus rauschte ins Geschehen und bekam nach Ansicht des Videomaterials die Matchstrafe der Schiedsrichter aufgebrummt. In der anschließenden Auseinandersetzung etlicher Akteure beider Teams erhielt Aron Reisz wegen eines Kampfes mit Duisburgs Philippe Sanche eine Fünf-Minuten-Strafe. Auch hier akzeptieren die Hammer die Sperre von drei Partien.

Die Special Teams der Hammer Eisbären funktionieren

Die Folgen der fehlenden Disziplin reichen dabei weit über einzelne Unterzahlsituationen hinaus, die die Hammer bis dato sogar noch halbwegs unbeschadet überstanden (zwei Gegentore bei 13 Strafen). „Die Special Teams funktionieren bei uns“, erklärt Köchling. Dennoch koste jede Unterzahl Kraft und Energie, wodurch sich die Mannschaft selbst schwächt.

Statt mit voller Kapelle in die ersten Saisonwochen zu gehen, müssen die Eisbären bereits früh auf wichtige Spieler verzichten. Ein Umstand, der intern für reichlich Unverständnis sorgt. „Es schadet uns, wir müssen jetzt auf drei Leistungsträger verzichten“, sagt Köchling. Gerade, dass die Spieler im Derby gegen die Herforder Ice Dragons am kommenden Sonntag fehlen, sei ärgerlich aus Sicht des Geschäftsführers. „Wir haben aber kein Disziplinproblem“, betont Köchling.

Drei gesperrte Spieler in einem dünn besetzten Kader

Insgesamt stehen den Hammern aktuell drei gesperrte Spieler nicht zur Verfügung. Neben Stankius und Wernerson Libäck sitzt auch Tom Geischeimer eine Sperre aus einem Testspiel gegen die Füchse Duisburg in der Vorbereitung ab. Der Verteidiger wird erst in drei Spielen wieder spielberechtigt sein. Der ohnehin schon dünn besetzte Kader der Eisbären schwächt sich durch die Sperren zusätzlich. „Wir müssen damit leben und daran arbeiten“, erklärt Köchling.