Dänemark erhöht Rentner-Einkommen: Bis zu 12.000 Kronen Zusatzgeld pro Jahr
Stand: 11.10.2026, 07:16 Uhr
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Während in Deutschland über längere Arbeitszeiten debattiert wird, zeigt Dänemark einen anderen Weg: Rentner erhalten dort künftig deutlich mehr Geld.
Kopenhagen – Dänische Senioren können sich freuen: Wer im hohen Norden Europas seinen Ruhestand verbringt, bekommt künftig spürbar mehr Geld. Die Regierung stockt die Altersbezüge auf. Je nach individueller Situation können Rentner mit bis zu 12.000 Kronen zusätzlich rechnen. Das entspricht einem jährlichen Plus von rund 1.600 Euro, wie das Portal fagligsenior.dk berichtet.
Konkret richtet sich der finanzielle Zuschlag an über 150.000 dänische Volkspensionäre (folkepensionister), die über die geringsten Einkommen und kaum nennenswerte Ersparnisse verfügen. Nach dem Regierungsplan sollen anspruchsberechtigte Senioren ab 2027 monatlich 1.000 Kronen netto zusätzlich überwiesen bekommen – rund 1.600 Kronen vor Steuern. Die neue Leistung soll sicherstellen, dass gerade die Rentner spürbar entlastet werden, die im Ruhestand ausschließlich oder fast vollständig auf die staatliche Mindestabsicherung angewiesen sind und keine hohen Betriebs- oder Privatrenten beziehen.
Als Maßnahme gegen hohe Lebenshaltungskosten: Rentner in Dänemark bekommen jetzt mehr Geld
Hintergrund der Aufstockung ist ein rund 2,1 Milliarden Kronen schweres Maßnahmenpaket, mit dem die dänische Regierung gezielt gegen Altersarmut und gestiegene Lebenshaltungskosten vorgehen will. Neben der neuen monatlichen Direktzahlung soll parallel auch die Vermögensgrenze für den bestehenden Rentenzuschlag (ældrecheck) angehoben werden, damit künftig auch Ruheständler mit kleineren Notgroschen nicht mehr vom Zuschuss ausgeschlossen werden. Die genauen Einkommens- und Vermögensgrenzen für Alleinstehende und Paare werden derzeit im Parlament final verhandelt.
Deutschland blickt bei der Rente nach Norden – allerdings in anderer Form
Das skandinavische Land, das für seine fortschrittliche Rentenpolitik bekannt ist, dient deutschen Politikern derzeit als Vorbild. Allerdings in eine ganz andere Richtung. Eine Ministerin aus dem Kabinett von Friedrich Merz plant, das Eintrittsalter für den Ruhestand automatisch mit der durchschnittlichen Lebensdauer der Bevölkerung zu verknüpfen. Wer länger lebt, soll auch länger arbeiten.
Das dänische Modell sieht tatsächlich vor, dass Menschen nicht mit einem festen Alter in den Ruhestand gehen. Stattdessen passt sich die Grenze dynamisch an. Steigt die Lebenserwartung, verschiebt sich auch der Zeitpunkt des Renteneintritts nach hinten. Die Niederlande verfolgen ein ähnliches Prinzip.