Heim-WM in Frankfurt : Darja Varfolomeev holt WM-Gold mit dem Ball und mit dem Band

Darja Varfolomeev mit ihrer Medaillensammlung bei der Heim-WM in Frankfurt.

Stand: 16.08.2026 • 17:44 Uhr

Die nächsten Medaillen für Darja Varfolomeev bei der Heim-WM in Frankfurt: Die Ausnahmeathletin der Rhythmischen Sportgymnastik sicherte sich in den Gerätefinals mit dem Ball und mit dem Band Gold, mit dem Reifen holte die Schmidenerin Bronze.

Von SWR

Darja Varfolomeev hat zum Abschluss der Heim-WM in Frankfurt in der Rhythmischen Sportgymnastik ihre dritte Gold-Show abgeliefert. Nach dem Triumph im Mehrkampf und mit dem Ball holte die 19 Jahre alte Ausnahmeathletin auch noch den Titel mit dem Band. "Heute lief es wirklich perfekt. Es war mir sehr wichtig, dass ich diese letzte Übung sauber und ohne Verluste durchgezogen habe, vor diesem Publikum", sagte Varfolomeev anschließend im ARD-Interview.

Darja Varfolomeev: Bronze mit dem Reifen

Es war bereits der insgesamt 14. WM-Sieg für Varfolomeev, die zudem Bronze mit dem Reifen und damit vor heimischer Kulisse die vierte Medaille gewann.

Vor 4.500 Zuschauern in der ausverkauften Festhalle erhielt Varfolomeev für ihre fehlerfrei vorgetragene Band-Übung 30,500 Punkte. Damit lag sie hauchdünn vor der Keulen-Weltmeisterin Stiljana Nikolowa aus Bulgarien (30,450). Schon zuvor hatte die Mehrkampf-Olympiasiegerin mit dem Ball triumphiert. Mit 30,350 Punkten verwies sie die unter neutraler Flagge startenden Russinnen Sofija Ilterjakowa (29,800) und Maria Borisowa (29,150) deutlich auf die weiteren Medaillenplätze.

Varfolomeev über Heim-WM: "Unglaublich und unvergesslich"

Mit dem Reifen hatte Varfolomeev ebenfalls einen starken Auftritt hingelegt. 30,400 Punkte bedeuteten Rang drei. Zur Goldmedaille, die Taisiia Onofriichuk aus der Ukraine gewann, fehlten nur 0,3 Zähler. Zweite wurde Titelverteidigerin Sofia Raffaeli aus Italien (30,500). Nur in der Entscheidung mit den Keulen blieb die Sportlerin vom TSV Schmiden ohne Edelmetall. Als Neunte der Qualifikation hatte sie das Finale knapp verpasst. "Das war natürlich schade, aber für diese drei Finals, die ich heute bestreiten durfte, habe ich mich wirklich zusammengerissen und meine beste Leistung gezeigt," resümierte Varfolomeev stolz.

Auf die Frage, was ihr von der Heim-WM wohl in Erinnerung bleibe, antwortete Carfolomeev bestimmt: "Alles einfach. Wie das Publikum uns Gymnastinnen angefeuert hat, die Atmosphäre auf der Fläche. Das war unglaublich und unvergesslich", schwärmte die Ausnahmesportlerin. "Ich bin super dankbar und aber auch froh, dass es jetzt vorbei ist. Jetzt liegt der Fokus auf den neuen Zielen für die Zukunft."

Gruppe geht leer aus

Für die deutsche Gruppe erfüllte sich der Medaillentraum nicht. Das Quintett mit Alisa Datsenko, Anja Kosan, Alina Ott, Helena Ripken und Anna-Maria Shatokhin belegte mit drei Reifen und zwei Paar Keulen den sechsten Platz und im Finale mit fünf Bällen Rang acht. Gold ging jeweils an Brasilien.