Publiziert4. August 2026, 20:35
SicherheitDarum ist das Licht im Flugzeug bei Start und Landung gedimmt
Wenn Flugzeuge starten oder landen, wird das Licht gedimmt und die Fensterblenden müssen offen bleiben. Diese Sicherheitsmassnahmen erleichtern im Ernstfall eine schnelle Orientierung und Evakuierung.

Ab in die Ferien: Das Flugzeug setzt sich langsam in Bewegung und die Beleuchtung in der Kabine wird gedimmt. Besonders bei Nacht fällt das auf. Der Grund hat nichts mit Gemütlichkeit zu tun, sondern mit deiner Sicherheit.
Was machst du am liebsten, wenn das Flugzeug startet oder landet?
Ich schaue immer aus dem Fenster und geniesse die Aussicht.
Ich lese oder bin am Handy.
Ich unterhalte mich mit meinem Sitznachbarn oder der Crew.
Ich versuche zu schlafen.
Ich bin angespannt und warte einfach, bis wir in der Luft sind oder gelandet sind.
Ich fliege nicht.
Sicherheit hat oberste Priorität
Untersuchungen zeigen, dass das menschliche Auge bis zu 30 Minuten braucht, um sich vollständig auf eine dunkle Umgebung einzustellen. Das Sehvermögen sollte sich vor einem möglichen Notfall an die Dunkelheit anpassen, schreibt etwa der «Reisereporter». Muss das Flugzeug in dieser Zeit evakuiert werden, kannst du Hindernisse besser erkennen und schneller reagieren. Auch die Notbeleuchtung und die beleuchteten Fluchtwege sind im gedimmten Licht besser sichtbar.
Manche Flugzeuge passen das Licht in der Kabine sogar an die Verhältnisse draussen an. Fliegst du etwa dem Sonnenuntergang entgegen, kann die Kabine in ein warmes, orangefarbenes Licht verwandelt werden. Auch das dient der Sicherheit und soll Fluggäste auf eine mögliche Evakuierung vorbereiten.
Mehr zu diesem Thema
Offene Fenster können Leben retten
Nicht nur das Licht spielt bei Start und Landung eine wichtige Rolle. Auch die Fensterblenden müssen geöffnet sein. Selbst, wenn du beim Start oder der Landung schläfst, wird dich die Kabinencrew wecken und dich darum bitten, sie hochzuschieben. Der Grund? Ebenfalls ein Sicherheitsaspekt. Bei einem Notfall können Rettungskräfte von aussen besser erkennen, was im Flugzeug passiert. Gleichzeitig kann die Crew schneller einschätzen, auf welcher Seite der Maschine eine Evakuierung am sichersten wäre.
Auch für manche Reisende hat die offene Sicht nach draussen einen Vorteil: Wer unter Flugangst leidet, kann sich am Horizont orientieren und bekommt so ein Gefühl von etwas mehr Kontrolle – das kann helfen.
Nebenbei wird Strom gespart
Ein weiterer Grund, warum Fluggesellschaften während Start und Landung die Kabinenbeleuchtung dimmen, ist die Reduzierung des Stromverbrauchs. Dadurch wird die elektrische Belastung des Flugzeugs verringert und die Leistung der Triebwerke beziehungsweise der Bordsysteme während der Flugphasen optimiert.
Welche kleinen Details im Flugzeug sind dir schon aufgefallen, deren Sinn du erst später verstanden hast? Erzähl uns davon!
Deine Meinung zählt