Stand: 17.10.2026, 06:00 Uhr
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Der erste Saisonsieg hat dem VfL Wildeshausen etwas Luft verschafft, am Abstiegskampf ändert er jedoch nichts. Im Heimspiel gegen den SC Blau-Weiß 94 Papenburg muss die Mannschaft von Marcel Bragula nun zeigen, dass sie den nötigen Kampfgeist auch gegen einen spielstarken Gegner auf den Platz bringt.
Wildeshausen – Der erste Schritt ist geschafft, der Weg bleibt weit: Mit dem 1:0 im Kellerduell bei Blau-Weiß Hollage feierten die Landesliga-Fußballer des VfL Wildeshausen am vergangenen Wochenende ihren ersten Saisonsieg. Für Trainer Marcel Bragula war das vor allem eine Erleichterung. An der Grundsituation ändert der „Dreier“ jedoch nichts: „Wir werden weiter gegen den Abstieg kämpfen – und das Woche für Woche.“
Immerhin hat der Aufsteiger den Rückstand auf Hollage auf drei Punkte verkürzt. Bis zum rettenden Ufer, an dem derzeit Union Lohne steht, fehlen allerdings weiter acht Zähler. Bragula fordert deshalb, dass seine Mannschaft den Ernst der Lage annimmt: „Wir müssen in jedem Spiel alles, was wir haben, auf den Platz hauen.“ Genau das habe sein Team bislang nicht immer gezeigt.
Papenburg ist ein anderes Kaliber
Nun wartet am Sonntag (15 Uhr) mit dem SC Blau-Weiß 94 Papenburg ein Gegner im Krandel, den Bragula zum erweiterten Favoritenkreis zählt. Die Emsländer stehen mit 16 Punkten aus elf Spielen auf Rang sieben – ein Platz, der aber nur bedingt aussagekräftig ist. Denn nach einem Formfehler wurden dem Team von Trainer Ralf Ammermann drei Zähler abgezogen: Die Partie in Lohne, die Papenburg ursprünglich 3:1 gewonnen hatte, wurde nachträglich als 0:5-Niederlage gewertet, weil ein eingesetzter Spieler nicht auf dem offiziellen Spielberichtsbogen gestanden hatte.
Für Bragula ändert dieser Punktabzug jedoch nichts an der sportlichen Qualität des Gegners. Er nennt Papenburg einen „erwachsenen Landesligisten“, der Teile seiner Mannschaft aus Oberliga-Zeiten behalten habe. Besonders stark schätzt er die Defensive und das Zentrum ein. Ole Eucken, mit acht Treffern bester Torschütze seines Teams, sei für ihn einer der drei besten Spieler der Liga.
Wie Wildeshausen dennoch etwas mitnehmen kann, ist für Bragula klar: „Du musst kompakt sein, du musst griffig sein, du musst eine gute Grundordnung haben.“ Gefragt seien enge Abstände, intensives Gegenpressing und situativ auch eine mannorientierte Ausrichtung. Dazu brauche es Spielglück. Der Erfolg in Hollage könne der Mannschaft mental helfen, sei aber kein Grund, nachzulassen. Schließlich habe der VfL den Abstiegskampf nicht in jeder bisherigen Partie konsequent angenommen.
Schlechte Trainingswoche, viele Fragezeichen
Erschwerend kommt hinzu, dass die Vorbereitung auf die nächste Aufgabe alles andere als optimal verlief. „Die Trainingswoche war richtig schlecht“, bilanzierte Bragula. Nach einem Zusammenprall mit Luke Berger am Dienstag musste Ole Volkmer den Rest der Trainingswoche pausieren; sein Einsatz ist fraglich. Ole Schepergerdes lag mit Grippe im Bett. Max Wichmann, mit drei Treffern Top-Torschütze, fehlt urlaubsbedingt. Bei Dominik Soremba ist wegen eines Dienstes noch offen, ob er dabei sein kann. Laurin Smolna ist weiterhin verletzt.
Ungeachtet dieser personellen Unsicherheiten bleibt die Ausgangslage unverändert: Der erste Saisonsieg hat Erleichterung gebracht, die schwierige Situation aber nicht gelöst. Gegen Papenburg muss der VfL nun beweisen, dass er den Kampfgeist aus dem Kellerduell auch gegen einen spielstärkeren Gegner auf den Platz bringt.