Stand: 23.08.2026, 08:00 Uhr

Ein untergetauchter Ausgrabungsleiter, seine verschwundene Doktorandin und ein toter Mitarbeiter sind der Ausgangspunkt der Ermittlungen im neunten Fall der Diplomatin Karla Lorenz (Natalia Wörner). Alles scheint mit einem sensationellen archäologischen Fund zusammenzuhängen.
In regelmäßigen Abständen werden in Rom, der Ewigen Stadt mit ihrer jahrtausende alten Geschichte, archäologische Funde zutage befördert. Nicht immer sind die Ausgrabungen legal, häufig werden Fundstätten rücksichtslos geplündert. Um den illegalen Handel mit antiken Kulturgütern zu unterbinden, wurde 2016 das internationale Kulturschutzgesetz reformiert.

Vor diesem Hintergrund spielt der am Samstagabend im Ersten ausgestrahlte neunte Film der Reihe „Die Diplomatin in Rom - Gefährliche Lügen“ (Regie: Anna-Katharina Maier, Buch: Christian Schnalke). Eine etruskische Kriegerfigur ist der Auslöser für Gier, wissenschaftlichen Ehrgeiz - und für den Mord an einem Helfer der von Thilo Kräutner (Daniel Christensen) geleiteten Ausgrabungen außerhalb Roms.
Nicht nur der Professor taucht nach dem Mord aus Angst ab, auch seine Doktorandin Simone (Luisa Gaffron) fühlt sich verfolgt und bittet Karla Lorenz (Natalia Wörner) um Hilfe, wird aber kurz darauf von Unbekannten verschleppt. Was wird hier gespielt?
Ein neuer Partner für Karla Lorenz
Karla wäre nicht Karla, wenn sie nicht eigene Nachforschungen anstellen würde. Ihr neuer Kulturattaché Florian Martin (Langston Uibel) erweist sich dabei als perfekter Partner. Wie es scheint, gibt es ein neues Dreamteam in der deutschen Botschaft, wie man es seit dem Weggang von Karlas Assistent Nikolaus (Jannik Schümann) vermisst hat.
Dr. Meier (Juergen Maurer) vom Deutschen Archäologischen Institut (DAI) erzählt, dass Kräutner als Archäologe keinen guten Ruf genieße, Commissario Ricarda Motte (Clelia Sarto) berichtet zudem von einer anonymen Anzeige gegen Kräutner wegen Hehlerei mit antiken Fundstücken. Steckt der Geschäftsmann Dante Malvesi (Giulio Pampiglione) hinter dem Mord und Simones Entführung? Kräutner hatte in seinem Auftrag auf seinem Grundstück gegraben, Malvesi fühlt sich nun um den wertvollen Etruskerkrieger betrogen.
Eigentlich sind Karla Lorenz und Florian Martin ja gerade mit der Organisation der offiziellen Rückgabe antiker römischer Keramiken beschäftigt. Auch das basiert auf realen Hintergründen: Allein im Juni 2023 wurden 14 Kunstobjekte an Italien zurückgegeben, die illegal nach Deutschland gebracht worden und teilweise geraubt worden waren.
Realer Hintergrund: Das Kulturgutschutzgesetz
„Die Bekämpfung des illegalen Handels mit Kulturgütern kann nur gemeinsam gelingen“, sagte die damalige Kulturstaatsministerin Claudia Roth bei der Übergabe. „Dank der vertrauensvollen Zusammenarbeit konnten wir mit keinem anderen europäischen Land so viele Rückgaben erzielen wie mit Italien.“ Die aktuelle beweise erneut „die Wirksamkeit des Kulturgutschutzgesetzes“.
Im Film behauptet der zuständige italienische Minister nun allerdings, das DAI habe mit dem Krieger ein Fundstück beiseite geschafft, und wirft der deutschen Botschaft vor, darin involviert zu sein. Wieder einmal muss Karla Lorenz ein diplomatisches Desaster abwenden und gleichzeitig einen verzwickten, interessanten Kriminalfall lösen.
Da bleibt wenig Zeit für ihren Lebensgefährten Jan Horava (Alexander Beyer), der nach wie vor mit seinem Schicksal hadert. Seit einem Kopfschuss sitzt der Kommissar im Rollstuhl und wartet darauf, wieder arbeiten zu dürfen. Als die Tatwaffe bei einer Razzia sichergestellt wird, ist er wie besessen davon, endlich der Person in die Augen zu sehen, die ihm das angetan hat ... (Dieser Artikel entstand in Kooperation mit teleschau.)