Der WM-Held gegen Polen, ein Sonderzug mit der Queen, vergessene Zwillinge: 800 Jahre Hamm in Bildern – Teil 7

Stand: 16.08.2026, 18:00 Uhr

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Die Stadt Hamm feiert 2026 ihr 800-jähriges Bestehen. Wir blicken auf das, was diese Großstadt ausmacht – und was die Menschen vor Ort bewegt hat.

Seit 2001 gibt es im Ruhrgebiet das Kultur-Festival ExtraSchicht an etwa 40 Spielorten

1 / 80Seit 2001 gibt es im Ruhrgebiet das Kultur-Festival ExtraSchicht an etwa 40 Spielorten. Gleich im ersten Jahr machte sie Station in Hamm – im Maximilianpark. Auch danach war die „Nacht der Industriekultur“ hier einige Male zu Gast. 2016 kam dann mit der Zeche Heinrich Robert erstmals ein zweiter Standort in Hamm dazu. Mit Ausnahme von 2018 und den Corona-Jahren 20/21 findet die ExtraSchicht jedes Jahr im CreativRevier Heinrich Robert statt. 2017 traten dort unter anderem die „Giant Rooks“ auf. © ROBERT SZKUDLAREK

Am Märkischen Gymnasium in Hamm lernten sich Hermann Hummels und Ulla Holthoff Ende der 1970er-Jahre kennen

2 / 80Am Märkischen Gymnasium in Hamm lernten sich Hermann Hummels und Ulla Holthoff Ende der 1970er-Jahre kennen, heirateten 1996 und bekamen mit Mats und Jonas Hummels zwei Söhne, von denen vor allem Mats Hummels den deutschen Fußball mit dem WM-Titel 2014 besonders prägte. Hermann Hummels lernte das Fußballspielen bei der SSG Hamm, absolvierte später 15 Zweitligaspiele und wurde Trainer. Ulla Holthoff spielte Wasserball beim SC Rote Erde und wurde Sportjournalistin. © IMAGO

Das Haus Uentrop war ursprünglich eine Burg zum Schutz des märkischen Territoriums an der Lippe.

3 / 80Das Haus Uentrop war ursprünglich eine Burg zum Schutz des märkischen Territoriums an der Lippe. Mit Hermann von der Recke beginnt 1393 die Verbindung mit der westfälischen Adelsfamilie. Fast 600 Jahre bleibt das Wasserschloss im Besitz der von der Reckes. Das heutige Haus entstand zwischen 1713 und 1720. Im Jahr 1990 erwirbt die Uentroper Unternehmerfamilie Hoffmeier das Anwesen, die einen Teil der Firmenverwaltung in den Wirtschaftsgebäuden untergebracht hat. © TORSTEN HAARMANN

Mit einem dreitägigen Fest wurde Pfingsten 1950 das Glückaufstadion in Herringen eingeweiht.

4 / 80Es war seinerzeit „eine der modernsten Sportstätten in der Region“. Mit einem dreitägigen Fest wurde Pfingsten 1950 das Glückaufstadion in Herringen eingeweiht. Es bot rund 16 000 Zuschauern Platz. Kurios: Die männliche Steinfigur am Eingang erhitzte einige Gemüter, da sie im Gegensatz zur Frau „völlig nackt dastand“, wie Ex-Bürgermeister Christian Tippmann in seinen Aufzeichnungen bemerkte. 75 Jahre später ist das marode Stadion längst keine Sportstätte mehr. Es gibt aber Pläne für die Reaktivierung. © ARCHIV HEINZ HILSE

Wo vorher Bauernhöfe standen, begann die Mansfeldsche Kupferschiefer bauende Gewerkschaft im Jahr 1912 erste Teufarbeiten für die Zeche Sachsen

5 / 80Wo vorher Bauernhöfe standen, begann die Mansfeldsche Kupferschiefer bauende Gewerkschaft im Jahr 1912 erste Teufarbeiten für die Zeche Sachsen in Heessen. Bis zur Schließung 1976 wurden fast 50 Millionen Tonnen Steinkohle in fünf Schächten gefördert und zusätzlich Koks erzeugt. Zu Höchstzeiten Ende der 1950er Jahre arbeiteten über 4000 Menschen auf der Zeche. Bei Unglücken kamen über 500 Menschen zu Tode, die meisten mit 169 bei einer Schlagwetterexplosion am 3. April 1944. © LUDGER MOOR

Er gehört zu den Urgesteinen der SPD Hamm: Heinz Assmann

6 / 80Er gehört zu den Urgesteinen der SPD Hamm. 1931 in Gelsenkirchen geboren, übernahm Heinz Assmann 1963 die Leitung des Bezirks Ruhr-Nordost/Hamm der IGBE. Von 1964 bis 2004 saß er für die SPD im Rat der Stadt Hamm und war dort von 1986 bis 1991 Fraktionsvorsitzender. Später veröffentlichte Assmann mehrere Bücher, in denen er sich auch mit dem Grubenunglück und den Zwangsarbeitern auf Radbod befasste. In seinem jüngsten Werk widmet er sich dem Glauben der Bergleute. © ROBERT SZKUDLAREK

Manfred Billinger war ein bekannter Künstler.

7 / 80Manfred Billinger war ein bekannter Künstler. 1953 in Münster geboren, studierte er ab 1976 an der Fachhochschule für Design mit dem Schwerpunkt auf Objektdesign, Bildhauerei und Zeichnen. 1982 zog er nach Hamm, wo er ab 1988 in einer Halle auf dem Gelände der Thyssen Draht AG als Künstler tätig war. 1990 wurde er mit dem damals zum ersten Mal verliehenen Dr.-Emil-Löhnberg-Preis geehrt. Zu seinen bekanntesten Werken gehört der „Fabelpfad“ in Gütersloh. Billinger starb 2001 im Alter von nur 47 Jahren. © HENRIK WIEMER

David Odonkor war Trainer der Hammer SpVg

8 / 80David Odonkor war einer der Helden des Sommermärchens 2006. Im zweiten Vorrundenspiel der deutschen Mannschaft in Dortmund gegen Polen bei der Fußball-WM bereitete er nach seiner Einwechslung kurz vor Spielende das Siegtor zum 1:0 von Oliver Neuville vor. Im November 2015 wurde Odonkor sportlicher Leiter der Hammer SpVg in der Oberliga. Anfang März 2017 erhielt er die Kündigung, nachdem er bekannt gegeben hatte, seinen Vertrag nicht über das Saisonende 2016/17 hinaus zu verlängern. © REINER MROSS

Vor genau 70 Jahren hat sich die deutsche Autobahngesellschaft mit ihrer Zentrale der westfälischen Niederlassung in Hamm angesiedelt

9 / 80Vor genau 70 Jahren hat sich die deutsche Autobahngesellschaft mit ihrer Zentrale der westfälischen Niederlassung in Hamm angesiedelt: Somit werden in Hamm nun große Teile westfälischer Autobahnen, schätzungsweise etwa 1385 Kilometer, geplant, gebaut und betreut. Die Autobahngesellschaft sorgt für Verkehrssicherheit, Umweltschutz und die Instandhaltung des Autobahnnetzes. Abgesehen von der fürs Rheinland zuständigen Niederlassung in Krefeld ist Hamm der einzige Standort in Westfalen. © AUTOBAHN WESTFALEN

 Bei einer Zwillingsgeburt im St.-Marien-Hospital war 1982 eines der Kinder übersehen worden

10 / 80Es war ein spektakulärer Kunstfehler-Prozess: Bei einer Zwillingsgeburt im St.-Marien-Hospital war 1982 eines der Kinder übersehen worden – der Junge kam schwerstbehindert zur Welt. Ärzte und Krankenhaus waren sich zunächst keiner Schuld bewusst. Die Richter sahen es 1987 anders: Der niedergelassene Gynäkologe, der die Zwillingsschwangerschaft nicht erkannt hatte, musste 20 000 Mark zahlen, der bei der Geburt anwesende Assistenzarzt 3 000. Der Chefarzt wurde freigesprochen. © WA-ARCHIV

Die Munk GmbH in Rhynern ist weltweit anerkannter Spezialist für kundenspezifische Gleichstromversorgungen

11 / 80Die Munk GmbH in Rhynern ist weltweit anerkannter Spezialist für kundenspezifische Gleichstromversorgungen und deckt alle Bauarten von Stromrichtersystemen sowie Steuergeräten ab. 2025 feierte das Familienunternehmen 55-jähriges Bestehen. Die Produkte sind in vielen Schlüsselbranchen unverzichtbar: in der Wasserstoffproduktion, für eine schnellere Elektromobilität, bei der Keimfreiheit von pharmazeutischem Wasser und Trinkwasser oder für die Oberflächentechnik in Hightech-Industrien. © MUNK GMBH

Von 1994 bis Anfang 1998 war Bernd Tönjes Werksleiter auf Heinrich Robert

12 / 80Von 1994 bis Anfang 1998 war Bernd Tönjes Werksleiter auf Heinrich Robert und erlebte hautnah die Arbeitskämpfe 1997 mit. Später machte der gebürtige Dorstener bei der RAG weiter Karriere. Von 2008 bis 2018 war Bernd Tönjes Vorstandsvorsitzender der RAG. Sein Nachfolger wurde Peter Schrimpf aus Hamm. Der mittlerweile 70-jährige Tönjes ist seit dem 24. Mai 2018 Vorstandsvorsitzender der milliardenschweren RAG-Stiftung, die sich um die Wasserhaltung und andere Folgen des Bergbaus kümmert. © dpa

Erich Lütkenhaus hat sich als Vertreter der Konkreten Kunst internationale Anerkennung erarbeitet.

13 / 80Erich Lütkenhaus (1924 bis 2010) hat sich als Vertreter der Konkreten Kunst internationale Anerkennung erarbeitet. In Hamm hat er viele Spuren hinterlassen. 2023 wurde sein Brunnen am Märkischen Gymnasium wieder in Gang gesetzt. Dort war Lütkenhaus von 1973 bis 1988 Kunsterzieher. Er engagierte sich in der Städtepartnerschaft mit Kalisz und gab Malkurse in der JVA. Lütkenhaus wurde mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Bundesverdienstkreuz und dem Wappenteller der Stadt. © REINER MROSS/ROBERT SZKUDLAREK

Franz Dressel war der Macher des ASV Hamm-Westfalen

14 / 80Er war der Macher des ASV Hamm-Westfalen, führte die Handballer in mehr als 25 Jahren in verantwortlicher Tätigkeit von der Ober- bis in die 1. Liga. Sein Name steht für den Bau der Arena am Maxipark. Erst zu Beginn dieses Jahres gab der 74-Jährige seine Posten als Gesellschafter und Geschäftsführer beim ASV auf, gestaltete aber den deutschen Handballsport als Vizepräsident der Bundesliga weiter mit – und musste den Abstieg seines ASV in die Drittklassigkeit miterleben. Immerhin: Der ASV stieg wieder auf! © ROBERT SZKUDLAREK

Hauptbahnhof Hamm, Gleis 2. Am 26. Mai 1965 fährt hier um 11.52 Uhr ein Sonderzug mit Königin Elisabeth II. ein.

15 / 80Hauptbahnhof Hamm, Gleis 2. Am 26. Mai 1965 fährt hier um 11.52 Uhr ein Sonderzug ein. Königin Elisabeth II. kommt aus Soest, wo sie britische Truppen besucht hat und mit allen Ehren empfangen wurde (im Bild). Sie will weiter nach Gütersloh zum nächsten Truppenbesuch. In Hamm wechselt das Lokpersonal, was den Zug zu einem vierminütigen Aufenthalt zwingt und 300 bis 400 Schaulustigen einen Blick auf die Königin ermöglicht. Genauer: auf eine königliche Hand, die freundlich aus dem Fenster winkt. © STADTARCHIV SOEST

 In Hamm werden am 29. Juni 2004 Fünflinge geboren

16 / 80Die Geburt von Fünflingen ist eine extreme Seltenheit und kommt statistisch gesehen nur bei einer von etwa 50 Millionen Schwangerschaften vor. In Hamm geschieht dieses Wunder am 29. Juni 2004. Andrea Görsch bringt an der Seite ihres Mannes Rainer in der Kinderklinik an der Werler Straße drei Jungen und zwei Mädchen zur Welt. Tabea, Kilian, Joshua, Finja und Elias werden als die Fünflinge von Rhynern weit über die hiesigen Stadtgrenzen hinaus bekannt. © ANDREAS ROTHER

Einer der bekanntesten Tengelmann/Kaiser‘s-Supermärkte in Hamm war der Gebäudekomplex am Marktplatz.

17 / 80Die Wurzeln des Einzelhandelskonzerns Tengelmann reichen zurück bis ins Jahr 1867. Über viele Jahre gehörte er zu Deutschlands größten Familienunternehmen. Auch in Hamm streckte der Konzern seine Fühler aus: Hier unterhielt er eine vollständige Zweigniederlassung inklusive Verwaltungsgebäude sowie mehrere Super- und Verbrauchermärkte. Einer der bekanntesten Tengelmann/Kaiser‘s-Supermärkte in Hamm war der Komplex am Marktplatz. Dieser ist 2017 in den Besitz von Edeka übergegangen. © REINER MROSS

Immer, wenn in Hamm Promi-Alarm angesagt war, stand er in der ersten Reihe: Hans-Jürgen Höhn

18 / 80Immer wenn in Hamm Promi-Alarm angesagt war, stand er in der ersten Reihe: Hans-Jürgen Höhn hat die Autogramme von Künstlern, Sportlern, Politikern und anderen Prominenten gesammelt. Die meisten hatte er angeschrieben. Seine Sammelleidenschaft begann 1973 mit einem Autogramm des Violinisten Helmut Zacharias. 40 Jahre später hatte der Daberger mehr als 34 000 Autogramme zusammen, darunter eine Original-Unterschrift von Elvis Presley. Hans-Jürgen Höhn starb 2015 im Alter von 62 Jahren. © ANDREAS ROTHER

Die Waldbühne Heessen ist das besucherstärkste Amateurtheater in Deutschland

19 / 80Die Waldbühne Heessen ist das besucherstärkste Amateurtheater in Deutschland und fasziniert auf ihren 1729 überdachten Sitzplätzen mit den wechselnden Stücken jedes Jahr tausende Gäste. Die Brüder Anton und August Funke ließen sich 1922 von den Volksschaupielen im süddeutschen Ötigheim inspirieren, woraus sich die Idee einer Freilichtbühne ergab. Am 6. Juli 1924 gründeten sie zunächst das „Naturtheater Oberwerries“. Aufgrund von Platzmangel wurden die Heimatspiele nach Heessen verlegt. © REINER MROSS

Zum Kadern von Bayern München 1975 gehörten mit Werner Externbrink (unten, 2. von links), Dieter Agatha (unten, 4. von rechts) und Edmund Kaczor (unten, 3. von rechts) drei Hammer

20 / 801975 hatte Bayern München durch ein 2:0 über Leeds United zum zweiten Mal den Europapokal der Landesmeister gewonnen, da wollte Trainer Dettmar Cramer sein Team mit jungen Akteuren auffrischen. Dazu gehörten mit Werner Externbrink (unten, 2. von links), Dieter Agatha (unten, 4. von rechts) und Edmund Kaczor (unten, 3. von rechts) drei Hammer, die hier auf dem Mannschaftsfoto zusammen mit Franz Beckenbauer, Uli Hoeneß, Gerd Müller und Sepp Maier zu sehen sind. © HERBERT RUDEL/IMAGO

Das Kreisverbindungskommando Hamm ist bei Katastrophenfällen zur Stelle

21 / 80Das Kreisverbindungskommando Hamm ist bei Katastrophenfällen zur Stelle: Im Falle von etwa Hochwasser oder schweren Unwettern berät es die Stadt über Unterstützungsmöglichkeiten durch die Bundeswehr. Als Bindeglied zwischen dem Militär und zivilen Katastrophenschutzbehörden der Stadt Hamm (wie der Feuerwehr und dem THW) fungiert es somit als regionale Dienststelle der Bundeswehr. In Hamm gibt es keine eigenständige Kaserne. Die hier ansässige Dienststelle ist dem Landeskommando NRW untergeordnet. © dpa

Die Gewerbetreibenden im Uentroper Industriegebiet engagieren einen Piloten samt Lastenhubschrauber gegen den Schnee.

22 / 80Not macht erfinderisch, und die Not ist kurz vor dem Jahreswechsel 2010/2011 in Hamm ziemlich groß. Massenhaft liegt Schnee in der Stadt und die Dächer ächzen unter der weißen Pracht. Die Gewerbetreibenden im Uentroper Industriegebiet sind besonders erfinderisch und engagieren einen Piloten samt Lastenhubschrauber. Die Idee: Der Rotor des fünf Tonnen schweren Sykorsky soll den Schnee von den Lagerhallen herunterwirbeln. Zumindest im ersten Versuch scheitert das Projekt. © ANDREAS ROTHER

Wahrscheinlich eines der markantesten Bauten der Innenstadt: Das denkmalgeschützte Dabelow-Haus in der Weststraße 26

23 / 80Das denkmalgeschützte Dabelow-Haus an der Weststraße 26 sticht durch sein individuelles Erscheinungsbild ins Auge. Bei dem Gebäude aus dem Jahr 1654 handelt es sich um ein zweigeschossiges, giebelständiges, verputztes Fachwerkhaus mit Krüppelwalmdach, das in eine Häuserzeile eingebunden ist. Das Haus verdankt seinen Namen dem Kaufmann Otto F. Dabelow, der das Gebäude im 19. Jahrhundert erwarb und in ihm eine Buchhandlung einrichtete. Seit 2019 befindet sich in dem Haus ein Nagelstudio. © ROBERT SZKUDLAREK

Eine der aktivsten Widerstandskämpferinnen aus dem Raum Hamm war Johanna Melzer

24 / 80Eine der aktivsten Widerstandskämpferinnen aus dem Raum Hamm war Johanna Melzer (1904 bis 1960). Sie wuchs in der Kolonie Rünthe-Süd auf und arbeitete später im Amt Pelkum. Als Leitungsmitglied des KPD-Bezirks für das Ruhrgebiet nahm sie eine zentrale Funktion in der Partei ein. Fast die gesamte NS- und Kriegszeit verbrachte sie in Gefängnissen. Einige Jahre nach dem Krieg floh die „Eiserne Johanna“ in die DDR. Sie wurde neben Albert Funk auf dem Kommunalfriedhof in Nordherringen beigesetzt. © REINER MROSS

Die Akademische Gesellschaft Hamm (AGH) wurde 2008 gegründet und engagiert sich für die Weiterentwicklung Hamms als Hochschulstandort.

25 / 80Die Akademische Gesellschaft Hamm (AGH) wurde 2008 gegründet und engagiert sich für die Weiterentwicklung Hamms als Hochschulstandort. Sie unterstützt Studenten dabei, sich in ihrer neuen Heimatstadt schnell zurechtzufinden. Dabei versteht sich der Verein als verlässlicher Partner der (nun abwandernden) SRH Hochschule und der Hochschule Hamm-Lippstadt. In der AGH kommen Kräfte aus Wirtschaft, Politik, Verwaltung und Bürgerschaft zusammen, um gemeinsam die Hochschulentwicklung in Hamm zu fördern. © HENRIK WIEMER

Im Jahr 2026 startet im Hammer Jahnstadion die traditionelle Winterlaufserie des OSC 01 Hamm bereits in der 52. Auflage.

26 / 80Im Jahr 2026 startet im Jahnstadion die traditionelle Winterlaufserie des OSC 01 Hamm in der 52. Auflage. Damit ist die Serie die älteste ohne Unterbrechung durchgeführte Winterlaufserie Deutschlands. Drei Strecken werden den Läufern im Abstand von jeweils zwei Wochen angeboten: 10 km, 15 km und der Halbmarathon (früher 25 km). Dazu führt der Hammer Veranstalter eine Gesamtwertung der Läufe, die von zahlreichen Aktiven der regelmäßig über 1000 Teilnehmern aus Nah und Fern genutzt wird. © ROBERT SZKUDLAREK

Die Quadriga auf dem Brandenburger Tor ist das Symbol deutscher Geschichte.

27 / 80Die Quadriga auf dem Brandenburger Tor ist das Symbol deutscher Geschichte. Und auch in der Hammer Stadtgeschichte kommt sie vor. 1806 hatte Napoleon die Siegesgöttin samt Pferden und Wagen in Berlin abmontieren und nach Paris bringen lassen. 1814 holten die Preußen sie sich zurück – und brachten die Skulptur im Triumphzug nach Berlin. Eine Station war Hamm, damals die preußische Hauptstadt im Westen. Hier stand die Göttin am 15. Mai 1814 auf dem Marktplatz und ließ sich von den Hammern bejubeln. © dpa

LEG-Wohnungen im Hammer Norden

28 / 80Monopoly im Hammer Norden: Im Jahr 1999 kauft die „Gesellschaft für Immobilien und Wohnungsverwaltung“ mit ihrem weitgehend unbekannten türkischen Geschäftsführer Mustafa A. für 19 Millionen D-Mark rund 650 LEG-Wohnungen im Hammer Norden. Das Versprechen der GIV, die dringend nötigen Sanierungen an den Wohnungen an der Schottschleife und am Schlagenkamp durchzuführen, entpuppt sich als Märchen. 2001 erfolgt der Weiterverkauf an einen seriösen Investor. © ROBERT SZKUDLAREK

Das Modehaus „Grüter & Schimpff“ gehörte über Jahrzehnte zu den prägenden Traditionsgeschäften der Hammer Innenstadt

29 / 80Das Modehaus „Grüter & Schimpff“ gehörte über Jahrzehnte zu den prägenden Traditionsgeschäften der Innenstadt und betrieb seit 1987 ein großes Ladenlokal an der Weststraße 25. Nach mehr als 100 Jahren Unternehmensgeschichte gab das Bekleidungshaus seinen Standort zum 31. Dezember 2024 auf, was in zentraler Lage einen Leerstand von rund 2100 Quadratmetern hinterließ. Bereits im Vorfeld hatten Vermieter nach neuen Nutzern gesucht, die Suche nach einer direkten Nachfolge scheiterte. © HENRIK WIEMER

Musiker, Torwart-Stützpunkttrainer, Sprecher vom König seines Heimatstamms in Nigeria und Spendensammler: Toni Tuklan

30 / 80Musiker, Torwart-Stützpunkttrainer, Sprecher vom König seines Heimatstamms in Nigeria und Spendensammler: Toni Tuklan ist ein Multitalent. 1993 kam er nach Deutschland, um zu studieren. Bis 2010 lebte er in Hamm und seitdem in Werne. Tuklan landete diverse Hits. Sein Song „Ilumina“ wurde bei der Fußball-WM in Brasilien sogar zum offiziellen Stadionlied. Seinen größten kommerziellen Erfolg erzielte er 2015 mit Sean Paul und dem Hit „Ebony Eyes“. Nach privaten Rückschlägen möchte er wieder durchstarten. © ROBERT SZKUDLAREK

Gordon Brown ist gelernter Tischler, Bildhauer und Designer

31 / 80Gordon Brown, gelernter Tischler, Bildhauer und Designer, hat in Hamm viele Spuren hinterlassen. Der gebürtige Iserlohner lebte von 1997 bis 2016 in Norddinker und schuf viele Kunstwerke für die Region – so die Skulpturen „Transit“ und „Transformer“ im Selbachpark, das „Himmelsboot“ im Maxipark und die „Erinnerung an einen Fluss“ (Foto) im Lutherviertel. Für die Johanneskirche stellte er drei Holzengel her. 2003 erhielt er den Dr.-Emil-Löhnberg-Kunstpreis der Kulturstiftung der Sparkasse Hamm. © ROBERT SZKUDLAREK

Werner Externbrink wechselte im Februar 1975 im Alter von 17 Jahren von Bockum-Hövel zum FC Bayern München.

32 / 80Werner Externbrink wechselte im Februar 1975 im Alter von 17 Jahren von Bockum-Hövel zum FC Bayern München. Am 28. Mai gehörte er im Finale des Pokals der Landesmeister zum erweiterten Kader. Im Profiteam der Bayern kam er nur in einem Testspiel zum Einsatz, so dass er 1976 zurück nach Hamm wechselte. Sein Ablösespiel fand erst am 22. Dezember 1979 statt. Beim 2:2 des SVA gegen den FCB kam Externbrink allerdings nicht zum Einsatz, er erhielt von der Hammer SpVg keine Freigabe. © EXTERNBRINK

Als die Nationalsozialisten 1933 die Macht übernahmen, konnten sie sich auf die Justiz verlassen.

33 / 80Als die Nationalsozialisten 1933 die Macht übernahmen, konnten sie sich auf die Justiz verlassen. Am Oberlandesgericht bekamen jüdische Anwälte sofort Hausverbot. Das OLG ging mit Sondersenaten gnadenlos gegen Regimegegner vor, verhängte rund 350 Todesurteile, teilweise für Lappalien. Konsequenzen hatte das nach 1945 nicht. Seit den 1990er Jahren arbeitete die Justiz ihre Vergangenheit auf. 2007 enthüllte Justizministerin Roswitha Müller-Piepenkötter (rechts) eine von Heide Drewer gestaltete Gedenktafel im OLG. © REINER MROSS

Während Saatkrähen beispielsweise in Soest längst zur Plage geworden sind, meiden die schlauen Rabenvögel Hamm als Brutgebiet.

34 / 80Endlich einmal ein Problem, das Hamm nicht hat. Während Saatkrähen beispielsweise in unserer Nachbarstadt Soest längst zur Plage geworden sind, meiden die schlauen Rabenvögel Hamm schon lange als Brutgebiet. Der Grund hierfür ist mehr als 100 Jahre alt: In den harten Wintern 1918 und 1919 gab es große Kolonien in Bockum-Hövel. Die notleidenden Menschen machten Jagd auf die Tiere, um sie zu essen, und rotteten sie aus. Das haben sich die Saatkrähen gemerkt – und zwar bis heute. © PETER DAHM

Das „Alte Fährhaus“ in Hamm stammt ursprünglich aus dem Jahr 1803

35 / 80Das „Alte Fährhaus“ hat eine wechselvolle Geschichte: Das denkmalgeschützte Fachwerkhaus an der Fährstraße, das aus dem Jahr 1803 stammt und lange eine Stadtgärtnerei war, wurde ab 2011 aufwendig saniert und 2014 als Restaurant neu eröffnet. Seitdem entwickelte sich das Haus zu einer beliebten Adresse, geriet zuletzt jedoch in wirtschaftliche Schwierigkeiten. Im Zuge einer Insolvenz musste der damalige Pächter den Betrieb 2024 einstellen. Neu-Pächter Bayram Senlik startete 2025 mit einem neuen Konzept. © ROBERT SZKUDLAREK

Jürgen Tempelmann stammt aus einer Familie, die im Kaffeehandel groß geworden ist

36 / 80Jürgen Tempelmann stammt aus einer Familie, die im Kaffeehandel groß geworden ist. Er betrieb mehrere Diskotheken und führt mit einem Geschäftspartner mehrere Restaurants. Vor allem aber: Tempelmann ist Ideengeber und Investor fürs CreativRevier Heinrich Robert, das er nach dem Vorbild des CreativQuartiers Fürst Leopold in Dorsten entwickelt. Und auch einen ehemaligen Bergbaustandort in Neunkirchen-Vluyn im Saarland möchte Tempelmann, der mittlerweile in Hamm lebt, zu neuem Leben erwecken. © ANDREAS ROTHER

 seit 1962 ist das Festkomitee Hammer Karneval ein fester Bestandteil im Stadtbild

37 / 80Ob Rosenmontagszug, Prinzentreffen oder die Unterstützung zahlreicher Veranstaltungen – seit 1962 ist das Festkomitee Hammer Karneval ein fester Bestandteil im Stadtbild. Bestehend aus sieben Vereinen mit rund 740 Karnevalisten umfassen die Aufgaben unter anderem die Karnevalseröffnung, Kinderproklamation, Proklamation des Stadtprinzpaares, den Rathaussturm und den Rosenmontagszug. Außerdem nimmt das Festkomitee an zahlreichen regionalen und überregionalen Veranstaltungen teil.  © ROBERT SZKUDLAREK

Über die Stationen SVF Herringen und Hammer SpVg wechselte der gebürtige Hammer Fabian Holthaus 2010 in das Fußball-Nachwuchszentrum des VfL Bochum.

38 / 80Über die Stationen SVF Herringen und Hammer SpVg wechselte der gebürtige Hammer Fabian Holthaus 2010 in das Fußball-Nachwuchszentrum des VfL Bochum. Er durchlief mehrere DFB-Jugendnationalmannschaften. 2014 wurde Holthaus gemeinsam mit der U19-Nationalmannschaft in Ungarn Europameister (im Bild links). In Bochum gelang dem Abwehrspieler der Sprung in den Seniorenbereich. Für den VfL und Fortuna Düsseldorf absolvierte er zusammen elf Zweitligaspiele. © IMAGO

Die Hammer lebten jahrhundertelang brandgefährlich – in Häusern aus Holzbalken, mit Strohdämmung und offenem Herdfeuer.

39 / 80Die Hammer lebten jahrhundertelang brandgefährlich – in Häusern aus Holzbalken, mit Strohdämmung und offenem Herdfeuer. Brannte ein Haus, griff das Feuer schnell auf das nächste über. So am 11. September 1734, als rund 200 Häuser abbrannten (auf der Karte rot eingezeichnet). Am 16. April 1741 waren es 346, inklusive Pauluskirche, Rathaus und Stadtarchiv. Gingen die Hammer beim Löschen zunächst eher lässig vor, verbesserten sie den Brandschutz über die Jahre. Seit 1877 gibt es eine Feuerwehr. © GUSTAV-LÜBCKE-MUSEUM

Von einem Kran aus montierten Arbeiter im April 2007 vier Uhren am Turm der Pauluskirche.

40 / 80Es war ein Geschenk des Lions-Clubs Hamm: Von einem Kran aus montierten Arbeiter im April 2007 vier Uhren am Turm der Pauluskirche. Der war im Mittelalter noch ohne Uhren erbaut worden. Die gab es erst an einem neuen, 1754 fertiggestellten Turmhelm. Beim Wiederaufbau 1960 entschied man sich bewusst für die uhrlose Version. Die neuen Uhren wurden deshalb vor die gotischen Maßwerkfenster gesetzt. Aus Denkmalschutzgründen sind sie nicht fest verbaut. © HENRIK WIEMER

Die Werler Straße (im Bild ein Abschnitt in Hamm-Süden) ist mit 10,8 Kilometern Hamms längste Straße.

41 / 80Die Werler Straße (im Bild ein Abschnitt in Hamm-Süden) ist mit 10,8 Kilometern Hamms längste Straße. Die Lippestraße ist mit 10,7 Kilometern nur unwesentlich kürzer. Auch Caldenhofer Weg (9,9 Kilometer), Soester (9,8), Kamener (9,2) und Dortmunder Straße (8,9) bringen es auf ordentliche Längen. Die Lange Straße – tatsächlich nach ihrer Länge benannt – misst dagegen nur 3,3 Kilometer. Am anderen Ende der Skala steht die Kurze Straße in Wiescherhöfen mit gerade einmal 80 Metern. © REINER MROSS

Die Schachuhren des Werrieser Uhrmachermeisters Paul Posingis (1902 bis 1976) sind legendär

42 / 80Die Schachuhren des Werrieser Uhrmachermeisters Paul Posingis (1902 bis 1976) sind legendär. Er hatte sich über das ungenaue Zeitnehmen beim Schachspielen geärgert und erfand Anfang der 1930-Jahre einen besonderen Mechanismus. Die präzisen Laufwerke in den Posingis-Uhren kamen bei der Schach-Olympiade 1936 in München zum Einsatz. Der leidenschaftliche Schachspieler verkaufte in den folgenden Jahrzehnten viele Uhren ins Ausland. Geld für ein Patent hatte er aber nicht. © TORSTEN HAARMANN/ARCHIV VARNEI

das Portrait von Heinrich von Kleist auf dem Platz der Deutschen Einheit

43 / 80Zwiespalt, der Appell zur Selbstkenntnis und der Auftrag zur Vervollkommnung des eigenen Lebens sollen das Portrait von Heinrich von Kleist auf dem Platz der Deutschen Einheit reflektieren – so zumindest ist es von Künstler Helmut Berger angedacht. Zudem verweisen die drei Meter hohen Teile auf den Namensgeber des Heinrich-von-Kleist-Forums. Gesponsert wurde das Kunstwerk von der Freimaurerloge „Zum Hellen Licht“, vom Verein Kunst, Kultur, Humanität und vom Lions Club Hamm-Hammona. © GÜLPENBE SCHÖLPERT

Beim ASV Hamm hat Anne Müller mit dem Handballspielen begonnen und alle Jugendteams durchlaufen.

44 / 80Beim ASV Hamm hat Anne Müller mit dem Handballspielen begonnen und alle Jugendteams durchlaufen. Sie blieb bis sie 16 war. Dann folgte eine lange Karriere, die die Kreisläuferin und Abwehrspezialistin bis in die Nationalmannschaft und zu WM- und EM-Turnieren führte. 226 Tore in 171 Länderspielen gelangen ihr. Die Vereinsstationen: Hasper SV, SV Bayer 04 Leverkusen, SC Leipzig und BVB. Ihre größten Erfolge: Platz drei bei der WM 2007 in Frankreich, DHB-Pokal-Siegerin 2002, 2008 (mit Leverkusen) und 2014 (mit Leipzig). © dpa

Nach der Kommunalen Neuordnung 1975 hatte das neue Hamm rund 300 doppelte Straßennamen.

45 / 80Nach der Kommunalen Neuordnung 1975 hatte das neue Hamm rund 300 doppelte Straßennamen. Die „Hammer Straße“ gab es sogar fünfmal. 1978 wurde deshalb in großem Stil umbenannt. Die Straßen mit den meisten Anwohnern behielten ihren Namen, für die anderen mussten neue gefunden werden. Die Änderungsliste füllte mehrere Adressbuchseiten (Bild). Nicht immer waren die Betroffenen einverstanden. Aus der Heessener Bahnhofstraße wurde etwa der Butterpatt – und nach Protesten die Kleine Amtsstraße. © JÖRN FUNKE

Die Fünflinge waren 2008 die Publikumslieblinge im Tierpark

46 / 80Sie waren 2008 die Publikumslieblinge im Tierpark: Kira, Hammlet, Shaki, Shiva und Taiga kamen dort unerwartet zur Welt. Mutter Shakira war aus dem Delbrücker Tierpark ausgeliehen, weil ihr dortiges Gehege erneuert wurde. Ihre Trächtigkeit war unentdeckt geblieben. Als die fünf dann auf der Welt waren, standen die Hammer Schlange vor Tierparkkasse und Raubtiergehege. Allein zur Tigertaufe kamen 600 Tiger-Fans. Kira lebt heute noch als betagte Tigerdame in Hamm. © REINER MROSS

Der Papenloh ist eine Straße im Bezirk Rhynern und verdankt seine Namensherkunft dem in der Nähe liegenden Wald.

47 / 80Der Papenloh ist eine Straße, ein Waldstück und – wohl am bekanntesten – eine ehemalige Sportstätte im Bezirk Rhynern. Hier spielte der SV Westfalia Rhynern, ehe der Verein ein paar Meter weiterzog in eine vollkommen neue, moderne Sportanlage. Der Papenloh mit seinem ehemaligen Vereinsheim lag brach, nun ist dort der Verein Mayday Rhynern heimisch geworden. Auch ein Pumptrack für Roller- und Radfahrer wurde gebaut. Geplant ist zudem der Bau eines Bürgerparks mit Freizeit- und Bewegungsangeboten. © JÖRG BEUNING

Die Borbergstraße zwischen Schillerstraße und Bismarckstraße erinnert an den Hammer Ehrenbürger Franz Borberg

48 / 80Die Borbergstraße zwischen Schillerstraße und Bismarckstraße erinnert an den Ehrenbürger Franz Borberg, der von 1796 bis 1885 in Hamm lebte und wirkte und auf dem Ostenfriedhof begraben ist. Er war gelernter Bäcker mit Geschäft an der Weststraße, aber auch Wirt und Bierbrauer. Seit 1833 saß er im Gemeinderat, 1840 wurde er der vierte Beigeordnete im Magistrat. Ab 1855 war er Stadtverordnetenvorsteher. 1862 wurde Borberg zum Stellvertreter des Provinziallandtags-Abgeordneten gewählt.  © ANDREAS ROTHER

Bunt und abstrakt – das ist die Wolkenschaukel von Künstler Otmar Alt

49 / 80Bunt und abstrakt – das ist die Wolkenschaukel von Künstler Otmar Alt. Heute lässt sie sich auf der Neuen Bahnhofstraße finden, bei ihrer Einweihung am 30. Mai 1984 wurde sie zunächst auf der Bahnhofstraße platziert. Im darauffolgenden Jahr wurde die Schaukel aus optischen Gründen und wegen des Umbaus der Straße zur Fußgängerzone verlegt. Das Objekt ist der modernen Kunst zuzuordnen und soll die Bürger durch seine blaue Farbe und die Märchenfiguren zum Nachdenken anregen. © GÜLPENBE SCHÖLPERT

Kamil Kasprowicz feierte Anfang der 2000er-Jahre große Erfolge

50 / 80Er beförderte Hamm auf die „Schwimm-Landkarte“: Kamil Kasprowicz feierte Anfang der 2000er-Jahre große Erfolge – zunächst für den SC Rote Erde, später für die Wasserfreunde Hannover. Der heute 42-Jährige gewann zwölf deutsche Meistertitel, sieben davon im Einzel. Der erste war zugleich einer seiner emotionalsten, wie er sagt: 2002 holte er in Goslar Kurzbahn-Gold über 200 m Brust. Weitere Meilensteine der Karriere: ein deutscher Rekord über 200 m Lagen, ein sechster EM-Platz als größer internationaler Erfolg. © HENRIK WIEMER

Während des Zweiten Weltkriegs mussten in Hamm insbesondere in den Zechen viele Kriegsgefangene Zwangsarbeit leisten.

51 / 80Während des Zweiten Weltkriegs mussten in Hamm insbesondere in den Zechen viele Kriegsgefangene Zwangsarbeit leisten. So waren beispielsweise im sogenannten „Russenlager“ in Heessen ab 1942 etwa 850 sowjetische Kriegsgefangene für die Arbeit in der Zeche Sachsen untergebracht. Nach Kriegsende wurden rund 4000 ehemalige russische Zwangsarbeiter in den Gebäuden der Zeche Maximilian untergebracht, wo bis heute seltene Zeugnisse in Form von kyrillischen Wandinschriften erhalten sind. © ANDREAS ROTHER

Am 14. September 2004 endet der Mammutprozess gegen zwei Betrüger aus Hamm.

52 / 80Am 14. September 2004 endet der Mammutprozess gegen zwei Betrüger aus Hamm. Auf 30 Millionen Euro taxiert das Landgericht Dortmund den Schaden, der durch zunächst noch legale Immobiliengeschäfte in Ostdeutschland verursacht wurde. Um Finanzierungslücken zu schließen, wurden immer mehr und auch prominente Opfer zu Geldanlagen überredet und verloren Millionen. Auch ein TV-Schauspieler zählte zum Täterkreis. Der Hauptangeklagte aus Hamm erhielt siebeneinhalb Jahre Haft. © ANDREAS ROTHER

Aus einer kleinen Stadt mit rund 25.000 Einwohnern in 1890 entwickelte sich Hamm innerhalb von etwa 100 Jahren zu einer Großstadt

53 / 80Die Weststraße war bis ins 20. Jahrhundert eine wichtige Verbindungsstraße vom Hammer Westen in den Osten. Eine Fußgängerzone wurde erst 1970 zwischen dem Westentor und der Nordstraße eingerichtet. Anschließend wurden Pflaster, Sitzbänke und Blumenbeete ergänzt. 1992 verlor die Fußgängerzone durch die Eröffnung des Allee-Centers Teile ihrer Kundschaft. Im Jahr 2021 wurden Beleuchtung, Stadtmöbel und Bepflanzung der Fußgängerzone modernisiert.  © ANDREAS ROTHER

Dr. Ludwig Hartmann war erster Präsident des Oberlandesgerichtes Hamm.

54 / 80Bis heute erinnert eine Straße in Hamm an Dr. Ludwig Hartmann, der sich als Jurist und Präsident des Oberlandesgerichtes nachhaltig für die Stadt einsetzte. Geboren wurde er am 26. November 1811 in Nordhausen, gestorben ist er am 6. Januar 1882 in Hamm. Ab dem 1. Juli 1868 war Hartmann Präsident des Appellationsgerichts Hamm und setzte sich stark für die Etablierung von Hamm als Sitz des Oberlandesgerichts ein, dessen Präsident er bis zum 1. Februar 1882 war – der erste Präsident des Hammer OLG. © ANDREAS ROTHER

Hamms größtes Wimmelbild befindet sich im Saal 201 des Rathauses

55 / 80Hamms größtes Wimmelbild befindet sich im Saal 201 des Rathauses, dem alten Ratssaal. Als aus dem früheren Oberlandesgericht 1959 das Rathaus wurde, ließen die Stadtoberen den Sitzungssaal künstlerisch gestalten. Sie engagierten dafür den Maler Gustav Deppe (1913–1999). Der schuf eine Stadtansicht mit der Pauluskirche im Mittelpunkt, damals noch ohne Turmhelm. Welche Gebäude noch zu sehen sind, kann man heute bei Ausschuss- und Bezirksvertretersitzungen erraten. © THORSTEN HÜBNER/STADT HAMM

Tennisspielerin Manon Kruse sammelt Titel wie andere Leute Briefmarken

56 / 80Sie sammelt Titel wie andere Leute Briefmarken. 19 Goldmedaillen bei Weltmeisterschaften, darunter zwei sogenannte Quadrupel mit dem Gewinn von vier WM-Titeln in einem Jahr, und 26 erste Plätze bei Deutschen Meisterschaften bei den Jungseniorinnen und Seniorinnen kann die Hammer Tennisspielerin Manon Kruse vorweisen. Kruse, die mit fünf Jahren beim RC Hamm mit dem Tennisspielen begonnen hatte, führt die Weltrangliste der ITF Masters der Damen 40+ genauso wie die deutsche Rangliste der Damen 40+ an. © REINER MROSS

Hamm hatte im Mittelalter vier Stadttore – eines für jede Himmelsrichtung.

57 / 80Hamm hatte im Mittelalter vier Stadttore – eines für jede Himmelsrichtung. Ein Name hat sich erhalten: das Westentor, heute der zentrale Busbahnhof. Dort wurden 1988/89 bei Bauarbeiten die Fundamente des Stadttors gefunden (in Bild) und später auf 1258 datiert. Das Tor war auch als Klever Tor bekannt und wurde 1798 abgebrochen. In dieser Zeit fielen auch die anderen drei Tore der Spitzhacke zum Opfer: Ostentor (auch Berliner Tor genannt), Nordentor (Münstersches Tor) und Südentor (Kölnisches Tor). © Günter Thomas

Seit Beginn der 2010er Jahre keimt eine neue Masche an Autobahnraststätten auf: Die sogenannten „Planenschlitzer“ treiben dort ihr Unwesen

58 / 80Aufschlitzen, abladen, abhausen: Seit Beginn der 2010er Jahre keimt eine neue Masche an Autobahnraststätten auf. Die sogenannten „Planenschlitzer“ treiben dort ihr Unwesen und machen reichlichst Beute. Im April 2018 geht der Hammer Polizei nach umfangreichen Ermittlungen eine besonders umtriebige Bande ins Netz. In 14 Monaten hatten die aus Rumänien stammenden Täter an den Raststätten in Rhynern 220 Sattelzüge leergeräumt und einen Schaden von mehreren 100 000 Euro verursacht. © ANDREAS ROTHER

Das Familienunternehmen Dellwig

59 / 80Dellwig ist eines der ältesten familiengeführten Fachgeschäfte in der Innenstadt. Der Laden war ursprünglich ein Friseursalon an der Bahnhofsstraße. In den 1920er-Jahren erwarb die Familie das Gebäude am heutigen Standort an der Weststraße und eröffnete dort das Lederwarenfachgeschäft Dellwig. Nachdem das ursprüngliche Gebäude 1942 im Zweiten Weltkrieg zerstört wurde, entstand zwischen 1948 und 1958 der heutige Neubau. Seitdem ist Dellwig auf Lederwaren und Reisegepäck spezialisiert. © WA

Mit Herz, Einsatz und Weitblick prägte Dr. Johannes Kroker das Leben vieler Menschen in Hamm.

60 / 80Mit Herz, Einsatz und Weitblick prägte Dr. Johannes Kroker das Leben vieler Menschen in Hamm. Der Mitgründer und langjährige Leiter der Lebenshilfe Hamm wurde 1907 in Oberschlesien geboren und setzte sich als Lehrer am Freiherr-vom-Stein-Gymnasium stark für Menschen mit Behinderung ein. Nach seiner Pensionierung widmete er sich noch stärker dem systematischen Aufbau der Lebenshilfe. Kroker wurde mit dem Bundesverdienstkreuz und dem Verdienstorden des Landes NRW ausgezeichnet. Er starb 1992. ©  FRIEDRICH KULKE

 die Mitglieder des MGV Concordia 1850 Hövel

61 / 80„Für uns war das Wichtigste immer der Zusammenhalt“, sagte Lothar Göttner, der Vorsitzende des MGV Concordia 1850 Hövel rückblickend, als sich der älteste Chor aus Hamm im Dezember 2017 auflöste. Der Chor hatte bei der Feier zur Stadtwerdung Bockum-Hövels im Mai 1956 mitgewirkt und viele Konzerte, Familienausflüge und Sängerfahrten durchgeführt. Zuletzt hatte der Chor nur noch 13 Mitglieder gezählt. Einige der Sänger haben sich dem Chor Concordia 1875 Hamm angeschlossen. © RABEA WORTMANN

1954 kam Klaus Bittner zum RC Hamm und lernte auf der Lippe die Grundbegriffe des Ruderns.

62 / 801954 kam Klaus Bittner zum RC Hamm und lernte auf der Lippe die Grundbegriffe des Ruderns. Zwei Jahre später stellten sich die ersten Erfolge ein, als er mit dem RCH-Vierer bei den deutschen Jugendmeisterschaften Rang vier belegte. 1959 begann er sein Studium in Kiel und schloss sich dem dortigen ATV Ditmarsia an. Dies war der Startschuss für eine eindrucksvolle Karriere. So wurde Bittner (Zweiter von rechts) unter anderem 1960 in Rom mit dem Deutschland-Achter Olympiasieger. © IMAGO

Die Volksbank Hamm eG bestand bis 2013 als unabhängige Bank und ging anschließend in der Dortmunder Volksbank auf.

63 / 80Die Volksbank Hamm eG bestand bis 2013 als unabhängige Bank und ging anschließend in der Dortmunder Volksbank auf. Ihre Gründung geht auf das Jahr 1897 zurück: Seinen Geschäftsbetrieb nahm der Hammer Spar- und Darlehnsverein zunächst an der Großen Weststraße 15 auf. Nach einer kurzen Zeit an der Nordstraße 27 zog die Bank im Mai 1915 in neue Räume an der Feidikstraße 12 um. Im Mai 1919 erfolgte schließlich der Umzug an die Bismarckstraße 7–15. Hier befindet sich bis heute die Hauptstelle der Volksbank Hamm. © ANDREAS ROTHER

In diesem Gebäude befindet sich das Amtsgericht Hamm

64 / 80Eine abgerissene Jackentasche war zunächst das einzige Überbleibsel. Ein verblüffter Hammer Amtsrichter hielt das Stoffstück am 25. Januar 2010 in der Hand, der Rest von der Jacke war da gerade – genauso wie deren Träger – durch ein Fenster im Gerichtssaal verschwunden. Der flüchtige Jackenmann war Teil der Wiener Opernballbande, die reihenweise Wohnungen von Ballbesuchern leergeräumt hatte. Er war in Hamm gefasst worden. Erst Monate später wurde er in Köln erneut geschnappt. © REINER MROSS

Mareike Boccola ist Inhaberin der Hammer Firma Hauschild

65 / 80Seit über 50 Jahren ist Hauschild Teil des Wirtschaftsstandorts Hamm. Das Unternehmen wurde in Hamm gegründet und entwickelte sich von hier aus zu einem international tätigen Spezialisten für Mischtechnologien. Unternehmensgründer Gerd-Ulrich Schmidt legte mit seiner Entwicklung der doppelten asymmetrischen Zentrifugalbewegung den Grundstein für den Erfolg des Unternehmens. Eingesetzt werden diese Geräte insbesondere in Laboren und verschiedenen Produktionsstätten. Inhaberin ist heute Mareike Boccola. © HENRIK WIEMER

Mit Fleiß und unternehmerischem Weitblick baute Anton Hosselmann junior einen regionalen Familienbetrieb zu einer der größten Bäckereiketten der Region aus.

66 / 80Mit unternehmerischem Weitblick baute Anton Hosselmann junior einen regionalen Familienbetrieb zu einer der größten Bäckereiketten der Region aus. Gegründet wurde der Betrieb von seinem Vater 1922, ab 1962 übernahm der Junior die Geschicke und eröffnete 13 Jahre später die erste Filiale an der Weststraße, kurz darauf drei weitere in Münster. Heute existieren mehr als 200 Ladenlokale im Umkreis von 80 Kilometern, Sohn Martin führt das Unternehmen von der Zentrale an der Römerstraße. © ANDREAS ROTHER / REINER MROSS

Der MGV Concordia 1875 Hamm gilt als der zweitälteste Chor Hamms.

67 / 80Der MGV Concordia 1875 Hamm gilt als der zweitälteste Chor Hamms. Im Oktober 2025 hat der Gesangverein sein 150-jähriges Bestehen gefeiert und ist damit nur ein Jahr jünger als der MGV Eintracht Rhynern, der 1874 als reiner Männerchor gegründet wurde – mittlerweile aber das M aus dem Namen gestrichen hat. Concordia hatte zwischenzeitlich über 100 Sänger und war 1975 auf Chorreise in Italien von Venedig bis Neapel und zwei Jahre später in den USA bei der Steubenparade. Noch immer singt Concordia vierstimmig. © CONCORDIA

Mehr als 20-mal richtete der TC GW Hamm das Tennis-Turnier um den Heine-Pokal aus

68 / 80Mehr als 20-mal richtete der TC GW Hamm unter Federführung von Robert Hampe (1981-2000) und Axel Möller (2001 und 2002) das Tennis-Turnier um den Heine-Pokal aus, das in dieser Zeit zum bestbesetzten und bedeutendsten Hallen-Tennisturnier Deutschlands wurde. An der Veranstaltung nahm 1987 und 1988 Michael Stich teil, der später Wimbledon-Sieger, Olympia-Sieger und ATP-Weltmeister wurde. Das Bild zeigt Hendrik Dreekmann beim Heine-Pokal, 1994 Viertelfinalist bei den French Open. © STEFANO LAURA

Seit über 185 Jahren prägt die Sparkasse Hamm die Finanzgeschichte der Stadt und ist bis heute ein wichtiger Bestandteil des Stadtlebens.

69 / 80Seit über 185 Jahren prägt die Sparkasse Hamm die Finanzgeschichte der Stadt und ist bis heute ein wichtiger Bestandteil des Stadtlebens. Mit einem ursprünglichen Startkapital von 3000 Talern, heute wohl etwa 600 000 bis 900 000 Euro, entstand die Sparkasse 1840 zunächst im Privathaus des Rendanten Theodor Ullmann an der Martin-Luther-Straße. Nach einigen Umzügen hat sie sich vor 120 Jahren an der Weststraße angesiedelt und befindet sich bis heute auf dem Gelände des ehemaligen Rathauses. © ANDREAS ROTHER

Seit 1989 gibt es bei der Lufthansa ein Flugzeug mit dem Namen „Hamm“.

70 / 80Seit 1989 gibt es bei der Lufthansa ein Flugzeug mit dem Namen „Hamm“. Damals war es eine Boeing 737, die am 9. November 1989, dem Tag des Mauerfalls, in die Luft ging. Die Taufzeremonie fand am Flughafen Düsseldorf statt, Taufpatin war Oberbürgermeisterin Sabine Zech. Die aktuelle 3. „Hamm“ ist ein Airbus A321neo. Seit 2022 bereiste das Flugzeug bereits rund 100 verschiedene Destinationen und brachte mehr als eine halbe Million Passagiere auf circa 3200 Flügen sicher ans Ziel. © WA

Über Jahrzehnte war die Ruhr-Lippe-Eisenbahn eine wichtige Verbindung zwischen Hamm und dem Umland.

71 / 80Über Jahrzehnte war die Ruhr-Lippe-Eisenbahn eine wichtige Verbindung zwischen Hamm und dem Umland. Das preußische Kleinbahngesetz von 1892 ermöglichte den Bau eines regionalen Kleinbahnnetzes, wodurch 1903 die Ruhr-Lippe-Kleinbahnen (RLE) gegründet wurde. Zunächst fuhren auf der Strecke Dampflokomotiven, ab den 1950er-Jahren Dieseltriebwagen. Heute wird ein Teil der ehemaligen Strecke von der Museumseisenbahn Hamm als historische Bahnstrecke erhalten und genutzt.  © KRAUSE/DGEG

Martin Berthold (1902 bis 1961) setzte sich maßgeblich für den Bau der Johanneskirche ein

72 / 80Martin Berthold (1902 bis 1961) setzte sich maßgeblich für den Bau der Johanneskirche ein, deren Pfarrer er 1938 wurde. Pfarrer Martin Berthold war Mitglied der Bekenntnisgemeinde, die sich gegen die nationalsozialistische Gleichschaltung der Kirche wehrte. Trotz zahlreicher Repressionen der Nationalsozialisten konnte am 20. März 1938 die Johanneskirche eingeweiht werden. Während des Baus häufigen Anfeindungen ausgesetzt, zog er mit seiner Familie 1941 gegen seinen Willen nach Bielefeld. © WA

Der GV Eintracht Rhynern 1874 ist der älteste noch aktive Chor aus Hamm.

73 / 80Der GV Eintracht Rhynern 1874 ist der älteste noch aktive Chor aus Hamm. Am 6. Oktober 1874 noch als Männergesangverein gegründet, hat der Chor 2016 das M aus dem MGV gestrichen und neben dem Männerchor einen zweiten Chor unter dem Dach der Eintracht gegründet: den gemischten Chor „let‘s sing“. Beide werden von Franz-Josef Kistner geleitet. Nach dem Jubiläums­konzert zum 150-jährigen Bestehen im Jahr 2024 (Foto) steht am 25. November das Geburtstagskonzert „10 Jahre let‘s sing“ bevor. © WOLFGANG SPIRALKE

28-mal standen beim TuS 59 Hamm die Damen im Mittelpunkt, wenn im Februar an der Jürgen-Graef-Allee die Ladies Open ausgetragen wurden

74 / 8028-mal standen beim TuS 59 Hamm die Damen im Mittelpunkt, wenn im Februar an der Jürgen-Graef-Allee die Ladies Open ausgetragen wurden. Im Jahr 2020 fand die letzte Auflage statt. In den Jahren zuvor hatte sich das mit viel Liebe zum Detail ausgerichtete Tennisturnier zu einem Geheimtipp für viele Nachwuchsspielerinnen entwickelt, die immer gerne nach Hamm kamen und versuchten, wichtige Punkte für die Rangliste zu sammeln. Hier zeigt Maike Kampschulte den Zuschauern im Finale ihr Ballgefühl. © REINER MROSS

Hamm aus der Luft

75 / 80Dortmund ist mit rund 600 000 Einwohnern auf 280,71 Quadratkilometern Fläche deutlich größer als Hamm (180 000 Einwohner, 226,43 km²). Es gab aber Zeiten, in denen beide gleichauf lagen. Das war in der frühen Neuzeit ab etwa 1800 der Fall. Damals waren sowohl Hamm als auch sein Nachbar kleine, eher unbedeutende Ackerbürgerstädte mit nicht einmal 5000 Seelen. Die Entwicklung verlief unterschiedlich. Aber: Flächenmäßig spielt Hamm bei den Großen mit – hinter Dortmund, aber noch vor Düsseldorf. © HANS BLOSSEY

Das Vogelschießen der Hammer Schützenvereine ist in der Regel für die Fans nicht nur spannend.

76 / 80Ob lang oder kurz? Das Vogelschießen der Hammer Schützenvereine ist in der Regel für die Fans nicht nur spannend. Es kann schon mal länger dauern – oder auch schnell gehen. Genaue Statistiken über das Vogelschießen gibt es nicht. Kurz war das Schießen 2005 in der Westenfeldmark. Harald Allery schoss – ungewollt – den Vogel mit dem 58. Schuss ab. Lang dauerte es zuletzt in Rhynern: 790 Mal wurde auf den Vogel geschossen, bis Kristin Milke-Kulke als erste Königin im Dorf feststand. © FRIEDRICH KULKE

„Hafenlust“ ist ein Bordell mitten im Industriegebiet in der Hafenstraße.

77 / 80Die „Hafenlust“ ist ein Bordell im Industriegebiet an der Hafenstraße. Der Club öffnet jeden Tag um 18 Uhr seine Pforten – sogar an Feiertagen. Und das schon seit dem Jahr 2002. Das Etablissement bezeichnet sich selbst nicht als „Edelclub“, sondern legt viel mehr Wert auf eine einladende sowie gemütliche Atmosphäre, in der sich Besucher entspannen und die Seele baumeln lassen können, der Eintritt ist frei. In dem Bordell lassen sich zudem über VR-Brillen erotische Angebote digital erkunden. © ANDREAS ROTHER

Eduard Windthorst (1834 bis 1914) gehörte von 1871 bis 1873 dem Deutschen Reichstag an

78 / 80Eduard Windthorst (1834 bis 1914) gehörte von 1871 bis 1873 dem Deutschen Reichstag an. Von 1873 bis 1879 vertrat er dort Bielefeld, wo er als Kreisrichter, später als Landgerichtsrat tätig war. Er gab die Stelle auf, wurde Rechtsanwalt am OLG in Hamm. Von 1886 bis 1914 war er Stadtverordnetenvorsteher in Hamm. Sein Haus Südstraße 42 kauften Stadt und Museumsverein und nutzten es für das Gustav-Lübcke-Museum, 1958 zog dort die Musikschule ein. © WA

Die Olympiasiegerin im 100-Meter-Lauf, Annegret Richter, war bei der 750-Jahr-Feier zu Gast in Hamm

79 / 80Anfang September 1976 feierte Hamm sein 750-jähriges Bestehen. Anlässlich der 800-Jahr-Feier Hamms hat der Film- und Fotoclub Herringen einen rund 50-minütigen Film über die damalige Festwoche zusammengestellt. Zu sehen sind der große Umzug, Ausstellungen, Feiern, Rückblicke, lustige Wettbewerbe und sportliche Veranstaltungen. Unter anderem die frisch gebackene Olympiasiegerin im 100-Meter-Lauf, Annegret Richter, war damals Gast in Hamm – und gewann. Den Film gibt es auf nrwision.de. © PRIVAT

Am 6. Juni 2001 klettert ein 37-jähriger Mann auf einen Baukran am OLG

80 / 80Am 6. Juni 2001 klettert ein 37-jähriger Mann auf einen Baukran am OLG, wo gerade der große Erweiterungsbau entsteht. Er verbarrikadiert sich in rund 60 Meter Höhe und hält über neun Stunden die Polizei im Schach. Seine Forderung per Megaphon: ein Gespräch mit OLG-Präsident Gero Debusmann. Der OLG-Chef spricht mit dem Mann, aber erst einsetzender Regen stoppen den Kletterer, der schließlich von Höhenrettern in einer waghalsigen Aktion wieder zum Erdboden befördert wird. © MARK ALLAN