Er schlug einen Olympia-Kämpfer – jetzt spricht der Prügel-Judoka

Deutschen Gegner krankenhausreif geschlagen: Judoka nennt Gründe

Stand: 11.09.2026, 22:23 Uhr

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Schock in der Judo-Bundesliga: Nach seiner Prügel-Attacke auf Timo Cavelius bricht Akaki Japaridze sein Schweigen – und weist die Schuld von sich.

Leipzig – Ein beispielloser Gewaltausbruch erschüttert die deutsche Judo-Bundesliga: Nach dem Duell zwischen dem Leipziger Judoclub und dem TSV Abensberg hat Gastkämpfer Akaki Japaridze seinen deutschen Kontrahenten Timo Cavelius krankenhausreif geschlagen. Nun hat sich der 24-jährige Georgier erstmals auf Instagram zu Wort gemeldet.

Nach Prügel-Attacke in der Judo-Bundesliga: Japaridze rechtfertigt Angriff auf Cavelius.

Nach Prügel-Attacke in der Judo-Bundesliga: Japaridze rechtfertigt Angriff auf Cavelius. © Instagram @japaridze_akaki

Anstatt Reue zu zeigen oder sich bei dem schwer verletzten Olympia-Teilnehmer zu entschuldigen, schob Japaridze dem Opfer die Schuld für die Eskalation zu. Zwar räumte Japaridze ein, dass jegliche Form von körperlicher Aggression im Sport inakzeptabel sei und er die Verantwortung übernehme, verteidigte seine Tat jedoch energisch.

Keine Einsicht nach Gewaltexzess: Japaridze macht Gegner für Attacke verantwortlich

Der Grund für den Gewaltexzess sei nicht die sportliche Niederlage gewesen, sondern angebliche gestische und verbale Beleidigungen seitens Cavelius. Nach seinem Sieg im zweiten Duell hatte der Deutsche jubelnd die Faust geballt – für den Georgier eine unerträgliche Ehrverletzung, die für ihn „als Georgier und Mann inakzeptabel“ gewesen sei.

Für Timo Cavelius hat der Vorfall verheerende gesundheitliche und sportliche Konsequenzen. Der 29-Jährige musste direkt nach dem Kampf operiert werden, sein gebrochener Kiefer wurde mit mehreren Platten fixiert und er verlor zwei Zähne. Aufgrund der schweren Verletzungen verpasst der Athletenvertreter die bevorstehenden Weltmeisterschaften in Baku.

Ein extrem bitterer Rückschlag für sein großes Ziel, sich für die Olympischen Spiele 2028 in Los Angeles zu qualifizieren. Der Deutsche Judo-Bund (DJB) verurteilte den Vorfall auf das Schärfste und informierte umgehend die Internationale Judo-Föderation (IJF), die Europäische Judo-Union (EJU) sowie den Georgischen Verband.

Dem bereits in seine Heimat zurückgekehrten Japaridze droht nun eine lebenslange Sperre im Judosport. Zudem ermittelt die Leipziger Polizei wegen Körperverletzung gegen den 24-Jährigen, nachdem Cavelius Strafantrag gestellt hat. Der Vorfall sorgt in der Judo-Szene für erhebliches Aufsehen, zumal beide Sportler bislang als etablierte Athleten galten. Wie es jetzt in dem Verfahren weitergeht und welche Konsequenzen konkret drohen, dürfte sich in den kommenden Wochen zeigen. (mah)