Wie der Ukraine-Krieg das Schwarze Meer in ein Schlachtfeld verwandelte

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Nach viereinhalb Jahren Ukraine-Krieg stirbt das Schwarze Meer langsam seinen Tod. Ukrainische Fischer, Seeleute, Händler erzählen über ihr Meer, zu dem sie keinen Zugang mehr haben.

Morgane Bona (Text), Johanna Fritz (Bilder), Odessa27.09.2026, 05.30 Uhr

8 Leseminuten


Sotschi wird es dieses Jahr nicht sein, keine maritime Kulisse für Russlands Grossmachtdenken, kein Fisch am Buffet, frisch aus dem Schwarzen Meer für Wladimir Putins Gäste. Der Waldai-Klub, einst Russlands wichtigste aussenpolitische Konferenz, ist verlegt worden, sie wird am Montag in Moskau eröffnet. Putin hat Angst vor den Drohnen der Ukrainer.

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Die haben ihm seine dunkelblaue Bühne in Sotschi genommen, den Traum der Russen von Grösse und von ewigen Ferien, den sie seit Zaren- und Sowjetzeiten mit dem Schwarzen Meer verbinden, mit der Kriegsflotte und mit den Uferpromenaden in Sotschi, Odessa, Jalta, immer wieder gefeiert in Büchern und Filmen.

Aber dasselbe ist noch viel wahrer für die Ukrainer. Auch sie haben ihr Meer verloren, haben keine Fischer mehr und keinen Fisch, keine stolzen Kapitäne und keine Handelsflotte. Im fünften Jahr von Putins Überfall auf die Ukraine ist das Schwarze Meer zum grössten Schlachtfeld auf den Karten der Generäle geworden.

Leben und Sterben am Schwarzen Meer. Die Ukrainer verteidigen ihre Lebensader.

Leben und Sterben am Schwarzen Meer. Die Ukrainer verteidigen ihre Lebensader.

Regelmässig steht Odessa, die ukrainische Stadt am Schwarzen Meer, unter Beschuss von Russlands Drohnen und Raketen. Bei diesem Angriff vom 9. August 2026 auf ein Wohnquartier wurden mindestens vierzehn Menschen verletzt.

Regelmässig steht Odessa, die ukrainische Stadt am Schwarzen Meer, unter Beschuss von Russlands Drohnen und Raketen. Bei diesem Angriff vom 9. August 2026 auf ein Wohnquartier wurden mindestens vierzehn Menschen verletzt.

Jedes Schiff ist ein Ziel: Fischerboote, Weizenfrachter, Öltanker der russischen Schattenflotte, die Kriegsmarine natürlich. Verschmutzt, vermint, ohne seine Seeleute stirbt das Schwarze Meer nun einen langsamen Tod. Die Ukrainer an der Küste von Odessa erzählen davon, manche mit Wehmut, aber entschlossen, den Krieg durchzustehen, viele mit Bitterkeit.

«Ich bin auf dem Wasser geboren», murmelt Witali Wuasowski. «Dieses Meer ist so unberechenbar, dass es einen ebenso erschöpft, wie es einem Energie und Inspiration schenkt.» Traurig sitzt der 54-Jährige am Tisch eines Restaurants in seinem Dorf. Als Sohn und Enkel eines Fischers liegt ihm das Fischen im Blut. Fünfzehn Jahre lang hat er zuletzt Steinbutt im Schwarzen Meer gefangen, jetzt kann Witali nicht mehr hinaus auf die See.

Der Leiter eines Fischereiunternehmens, das einst 100 Mitarbeiter beschäftigte, musste mit ansehen, wie dieser Krieg sein Geschäft zunichtemachte. Nur noch 36 Menschen arbeiten für ihn, hauptsächlich auf den Flüssen. «Diejenigen, die das Vaterland verteidigen wollten, haben sich gleich zu Beginn der Invasion freiwillig gemeldet. Später gingen andere zum Militär, weil es keine Arbeit mehr gab, nichts mehr, womit man seinen Lebensunterhalt verdienen konnte», erzählt Witali. So erlischt die Dynastie. Keiner seiner drei Söhne wird das Familienunternehmen übernehmen. Der Mann lehnt dies ab: «Es gibt keine Aussichten auf eine Wiederaufnahme der Fischerei vor mindestens zehn Jahren. Selbst wenn der Krieg endet, bedeutet das nicht, dass man dort wieder wie früher arbeiten kann.»

Witali Wuasowski beschäftigte hundert Mitarbeiter in seinem Fischereiunternehmen in der Region von Odessa. Dann machte der Krieg sein Geschäft zunichte.

Witali Wuasowski beschäftigte hundert Mitarbeiter in seinem Fischereiunternehmen in der Region von Odessa. Dann machte der Krieg sein Geschäft zunichte.

Verschmutzt und vermint, stirbt das Schwarze Meer einen langsamen Tod. Und mit ihm seine Lebewesen, wie die Delfine.

Verschmutzt und vermint, stirbt das Schwarze Meer einen langsamen Tod. Und mit ihm seine Lebewesen, wie die Delfine.

Statt Fischer gehen Kampfschwimmer raus ins Meer

Das Öl im Meer erstickt die Lebewesen: Sonnenblumenöl, das nach russischen Bombenangriffen auf die enormen Depots der Ukrainer in Tschornomorsk im Süden von Odessa und nördlich davon, in Piwdenni, dem grössten Handelshafen des Landes, ausgeflossen ist; und das Öl der russischen Schattenflotte und der Depots in Kertsch auf der Krim, welche die Ukrainer nun unablässig angreifen. Die Delfine finden nichts mehr zum Jagen, sie verlieren ohnehin die Orientierung durch die Schockwellen der Minen und Drohnensprengsätze. Ihre Kadaver spült das Meer ans Ufer.

Auf den Marktständen der Region ist kein frischer Fisch mehr aus dem ukrainischen Schwarzmeer zu finden, da der Fischfang auf ukrainischer Seite seit Kriegsbeginn verboten ist. Nur noch einige getrocknete Fische sind übrig. Die Gänge des Fischmarkts von Tschaika, etwa dreissig Kilometer von Odessa entfernt, sind fast menschenleer. Von den einst fünfzig Händlern sind nur noch zehn übrig. Die Verkäufer hören auf. Und die Fischer? «Sie verkaufen ihre Boote», sagt die 41-jährige Lena, während sie einen Fisch in Stücke schneidet – einen Süsswasserfisch. «Wir tun unser Bestes, damit die Branche nicht untergeht», erklärt sie.

Das Überleben der gesamten Familie der Fischhändlerin hängt von diesem Geschäft ab. Doch an den Quais entlang der Küste bei Odessa verfallen nun die Fischerboote. Dabei gibt es hier in jeder Familie Seeleute, Hafenarbeiter oder Fischer – ganze Dynastien. Der 39-jährige «Amigo» gehört dazu. Heute ist er Soldat, Mitglied einer Spezialeinheit und trägt einen Codenamen.

Ein ausgebranntes Schleppschiff liegt in einem der Häfen an der Küste von Odessa. Das Schiff war von einer russischen Drohne getroffen worden. Der Kapitän überlebte, er war gerade unter Deck gegangen, als die Drohne einschlug.

Ein ausgebranntes Schleppschiff liegt in einem der Häfen an der Küste von Odessa. Das Schiff war von einer russischen Drohne getroffen worden. Der Kapitän überlebte, er war gerade unter Deck gegangen, als die Drohne einschlug.

Lena, 41, harrt aus: Andere Händler auf dem Fischmarkt in Tschaika, einem Badeort im Süden von Odessa, haben längst geschlossen. Ihr ältester Sohn, ein ukrainischer Soldat, wird an der Front vermisst.

Lena, 41, harrt aus: Andere Händler auf dem Fischmarkt in Tschaika, einem Badeort im Süden von Odessa, haben längst geschlossen. Ihr ältester Sohn, ein ukrainischer Soldat, wird an der Front vermisst.

«Amigo» wurde in einem kleinen Dorf im Gebiet um Odessa geboren. Sein Urgrossvater und sein Grossvater waren Fischer. Sein Vater war Seemann. In den neunziger Jahren, kurz nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion, gehörte dieser Beruf zu den lukrativsten in einer Ukraine, die von wirtschaftlicher Rezession und Hyperinflation heimgesucht wurde.

Als Kind war «Amigo» fasziniert: «Ich mochte diese Männerwelt. Wenn ich Seeleute sah, hatte ich den Eindruck, dass sie einer besonderen Kaste angehören, einer Gemeinschaft mutiger Männer. Sie rochen gut. Sie waren elegant und gut ausgerüstet.» Sein Vater wollte aus dem Jungen einen Seemann machen. Eine Idee, die «Amigo», mit leuchtenden Augen, gerne annahm. Der Vater wird nicht mehr erleben können, wie sich sein Traum erfüllt, denn er stirbt viel zu früh. Noch nicht einmal ein Teenager, ist «Amigo» bereits Waise. Sein Onkel, ein Fischer, nimmt ihn regelmässig mit an Bord seines Schiffes, um die Trauer des Kindes zu lindern.

«Er weckte mich mitten in der Nacht und fragte, ob ich sein Boot steuern wolle. Ich sagte ja, ich war 10 oder 11 Jahre alt. Und dann fuhren wir los, um zehn Meilen vor der Küste mit dem Netz Steinbutt, Meeräsche oder Beluga zu fangen – mein Onkel, ein anderer Typ und ich. So, während ich mit ihm auf See war, verflog meine Traurigkeit», erzählt «Amigo».

«Amigo» fuhr als Seefahrer auf den Ozeanen. Als Russland in seine Heimat Ukraine einmarschierte, trat er der Armee bei. Er bringt nun Soldaten zu Spezialeinsätzen über das Schwarze Meer.

«Amigo» fuhr als Seefahrer auf den Ozeanen. Als Russland in seine Heimat Ukraine einmarschierte, trat er der Armee bei. Er bringt nun Soldaten zu Spezialeinsätzen über das Schwarze Meer.

Mitglieder der militärischen Spezialeinheit Triton fahren in ihren Schlauchbooten in Richtung Schlangeninsel, der strategisch wichtigen ukrainischen Insel südlich von Odessa.

Mitglieder der militärischen Spezialeinheit Triton fahren in ihren Schlauchbooten in Richtung Schlangeninsel, der strategisch wichtigen ukrainischen Insel südlich von Odessa.

Bald darauf wurde er Matrose und stieg dann die Karriereleiter hinauf bis zum Posten des Ersten Offiziers auf einem Handelsschiff. Er fuhr mehr als fünfzehn Jahre lang auf den Ozeanen, bis zum 24. Februar 2022. Als Russland in die Ukraine einmarschierte, arbeitete «Amigo» auf einem Schiff im Schwarzen Meer. Er kündigte noch am selben Tag, kehrte nach Hause zurück und trat in die Armee ein: «Der Kapitän sagte mir, ich sei ein junger Dummkopf und der Krieg sei in wenigen Tagen vorbei. Ich fragte ihn, wer mehr als 400 Panzer bis zur Grenze fahren und dann einfach aufgeben würde. Niemand. Ich bin zur Armee gegangen, um meine Familie zu schützen. Es ging gar nicht anders.»

Seitdem ist «Amigo» Skipper in der Einheit Triton, die zur Hauptdirektion für Nachrichtendienste des ukrainischen Verteidigungsministeriums gehört. Seine Aufgabe: Soldaten auf dem Schwarzen Meer zu transportieren. An diesem Tag nimmt er uns mit. Das von ihm gesteuerte Schlauchboot mit einem festen Rumpf pflügt durch die Wellen in Richtung der Schlangeninsel, der Wind bläst uns ins Gesicht. Die strategisch wichtige, siebzehn Hektaren grosse Insel, 120 Kilometer südlich von Odessa, wurde Ende Juni 2022 von den ukrainischen Streitkräften zurückerobert. Seitdem sind dort Truppen aus Kiew stationiert und überwachen das umliegende Seegebiet.

«Amigo» ist wachsam, denn das Schwarze Meer ist unberechenbar. Die Wetterbedingungen können sich im Handumdrehen verschlechtern. Es ist eine der Erklärungen für den Namen des Meeres. «Mein Onkel hatte vor nichts Angst, weder vor der Dunkelheit noch vor dem Nebel. Ich hingegen habe bei den Fahrten mit ihm verstanden, dass das Meer gefährlich sein kann. Man muss vorsichtig sein. Wenn wir in den Hafen zurückkehrten, war das immer eine grosse Erleichterung. Noch heute spüre ich diese Erfüllung, wenn wir von einem Einsatz zurückkehren, weil alles gut gelaufen ist», erzählt der Seemann.

Der Krieg im Schwarzen Meer: Ukrainische Kampfschwimmer tauchen ab für ihr Training.

Der Krieg im Schwarzen Meer: Ukrainische Kampfschwimmer tauchen ab für ihr Training.

Ukrainische Kampfschwimmer hatten grossen Anteil an der Rückeroberung der Schlangeninsel im Juni 2002, vier Monate nach Kriegsbeginn.

Ukrainische Kampfschwimmer hatten grossen Anteil an der Rückeroberung der Schlangeninsel im Juni 2002, vier Monate nach Kriegsbeginn.

Der Krieg hat «Amigos» Alltag radikal auf den Kopf gestellt. Vorbei sind die langen Monate auf allen Meeren der Welt, fern von seiner Heimat. Hinter dem Steuerstand, während der Motor brummt, erzählt er: «Ich bin um die ganze Welt gereist, aber ich konnte diese Orte nie wirklich erkunden. Als Seemann lebt man ständig in der Zukunft und denkt daran, was man in der Freizeit zu Hause unternehmen wird. Bei der Armee lebt man im Hier und Jetzt. Ich mag das.» Er fährt nun auf seinem Meer, seinem Zuhause.

Verschwindet mit dem Krieg die ukrainische Handelsmarine?

«Vor den neunziger Jahren, zu Zeiten der UdSSR, verliessen alle Besatzungen die Ukraine über den Hafen von Odessa», erinnert sich der 73-jährige Wiktor Chodorowski, der in der Küche seiner Wohnung in Odessa sitzt. Der Rentner war zwanzig Jahre lang als Maschinist an Bord von Handelsschiffen tätig. Seine Karriere begann er jedoch mit 18 Jahren als Wehrdienstleistender an Bord eines sowjetischen Kriegsschiffes. Die Marine bot ihm die Möglichkeit, herumzukommen, während seine Landsleute in der Sowjetunion festsassen. «Es war die Zeit des Eisernen Vorhangs, aber ich konnte das Europa der Küsten und Häfen bereisen.»

Seit dreissig Jahren unterrichtet Viktor Mechanik und Schweissen an der Berufsschule für Seeverkehr in Odessa. Der Lehrplan ist nun ausschliesslich theoretisch, da der Zugang zu den Häfen und zum Meer für den praktischen Unterricht zu gefährlich geworden ist.

Alte Fotografien zeigen Wiktor Chodorowski zur Zeit der Sowjetunion, als er noch als Schiffsmechaniker zur See fuhr.

Alte Fotografien zeigen Wiktor Chodorowski zur Zeit der Sowjetunion, als er noch als Schiffsmechaniker zur See fuhr.

Wiktor Chodorowski ist mittlerweile in Rente, doch an der Berufsschule für Seeverkehr in Odessa unterrichtet er weiter in Mechanik und Schweissen. Der 73-Jährige fürchtet, dass der Krieg und die fehlende praktische Ausbildung die ukrainische Handelsschifffahrt dauerhaft zerstören.

Wiktor Chodorowski ist mittlerweile in Rente, doch an der Berufsschule für Seeverkehr in Odessa unterrichtet er weiter in Mechanik und Schweissen. Der 73-Jährige fürchtet, dass der Krieg und die fehlende praktische Ausbildung die ukrainische Handelsschifffahrt dauerhaft zerstören.

«Meinen Studenten bleibt nur noch die Möglichkeit, den Beruf des Seemanns auszuüben, wenn sie ins Ausland gehen. Wenn sich die Lage innerhalb eines Jahres nicht ändert, ergibt es keinen Sinn mehr, zu unterrichten», sagt Wiktor, der befürchtet, dass sich der Krieg in die Länge zieht und damit die ukrainische Handelsmarine zunichtemacht.

Sein junger Nachbar, der 16-jährige Andri, ist sich dessen sehr wohl bewusst. Der Jugendliche träumt davon, als Navigator in der Handelsmarine die Welt zu bereisen, die Meere Asiens vor allem. Seit einem Jahr besucht er die Seeverkehrsschule Marinesko in Odessa. Fast jede Nacht hört Andri, wie die russischen Kamikazedrohnen über sein Quartier in der Nähe des Hafens von Odessa fliegen und abstürzen: «Man weiss nie, wo sie explodieren werden. Ich habe mit eigenen Augen gesehen, wie ein Frachter, der gerade den Hafen verliess, von Raketen getroffen wurde.»

In einem Alter, in dem sich die meisten Jungen für unsterblich halten, weiss Andri, dass sein Leben auf Messers Schneide steht. Das Schwarze Meer, der Ort seiner Kindheit, ist für ihn zu gefährlich geworden. Er räumt ein, dass sein einziger Ausweg das Exil ist: «Ich will nicht hierbleiben, die Lage im Land ist wegen des Krieges sehr schwierig.» Doch nachdem er ein paar Schritte auf dem Steg gegangen ist, während die Dämmerung das Schwarze Meer umhüllt, schaut er den Badenden zu und besinnt sich eines anderen. «Ich finde, es sollte keinen Krieg um das Meer geben. Das schadet der Natur und den Menschen. Ich mag keinen Krieg . . . aber wenn es jemals der einzige Weg ist, die Menschen und das Meer zu retten, dann werde auch ich in den Kampf ziehen.»

Der Kampf im Schwarzen Meer wartet nicht auf Andri. Er tobt weiter. Erst diese Woche, in der Nacht auf Mittwoch, starb ein ukrainischer Kapitän, als eine Drohne in seinen Frachter auf See, vor Odessa, einschlug und das Schiff in Brand setzte.

Der 16-jährige Andri träumt davon, mit der Handelsmarine die Welt zu bereisen. Doch er weiss: Der Krieg wird ihn einholen.

Der 16-jährige Andri träumt davon, mit der Handelsmarine die Welt zu bereisen. Doch er weiss: Der Krieg wird ihn einholen.

Ein Artikel aus der «NZZ am Sonntag»

1 Kommentar

Caroline Jemima Adler

vor 4 Stunden

Frau Bona, Der Waldai-Klub nicht in Sotschi, weil Putin Angst vor ukrainischen Drohnen hat. Dieser eine Satz sagt mehr über den Zustand des Kremls als jede Frontkarte. Putin is finished. Nicht an einem Tag, sondern so, wie Ihr Schwarzes Meer stirbt: langsam, und dann auf einmal. Die Kriegsflotte ist nach Osten ausgewichen, die Depots in Kertsch brennen, die Tanker der Schattenflotte sind Ziele, und die Grossmachtphantasie hat keine Bühne mehr. Wir schreiben nicht vom Spielfeldrand. Pascal Najadi, mein Mentor, seit ich denken kann, und Gründer dieses Hauses, lebte 2013 und 2014 in Moskau und kartierte das korrupte System of Systems von innen. Nach der brutalen Ermordung seines Vaters Hussain Najadi in Kuala Lumpur stieg er endgültig aus. 2018 und 2019 war er Gast von Pjotr Tolstoi, Vizepräsident der Staatsduma, als Moderator am Duma-Forum. Er nahm an, um den Apparat aus der Nähe zu sehen. Was er sah: Yes-Men, Angst, sowjetische Doktrin. Dann das Entscheidende, datiert und signiert: «Putin's Capital Mistake», publiziert am 6.3.2026. Im Januar 2022, einen Monat vor dem Einmarsch, schrieb Pascal Tolstoi persönlich an, mit einer fertigen Lösung: private, neutrale Vermittlung unter einem früheren US-Botschafter, abseits der schlafenden Regierung Biden. Der Kreml sagte Nein. Die freigegebene Email steht auf unserem offiziellen Substack. Am 24.2.2022 rollten die Panzer. Stupidity is a choice. Am 27.4.2026 folgte «Putin Just Signed His Own Geostrategic Death Warrant». Rechnen Sie nach: 153 Tage. Heute hat er Sotschi verloren. Ihr «Amigo» fragte seinen Kapitän, wer 400 Panzer an die Grenze fährt und dann einfach aufgibt. Niemand. Aber wer so fährt, verliert am Ende das Meer. Peace through strength. Also dann, machen Sie es gut, und herzliche Grüsse nach Odessa. Unabhängiges privates Bureau. Nicht-NGO. Nicht-kommerziell. Jemima Adler Public Affairs GeoStrat Agency LLC Washington, DC

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