Diese unscheinbare Pflanze hält Mücken fern und kostet nur wenige Euro
Stand: 02.08.2026, 08:00 Uhr
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Warme Winter lassen Mückenpopulationen jetzt im Sommer wachsen. Eine anspruchslose Kübelpflanze bietet Betroffenen jetzt eine unkomplizierte Gegenmaßnahme.
Kaum sitzt man abends draußen, ist das Summen da und wenig später juckt die Haut an drei Stellen gleichzeitig. Wer glaubt, das Mückenproblem betreffe nur Regionen nahe an Gewässern, irrt zunehmend: Mildere Winter verschaffen den Insekten auch in Städten und auf Balkonen längere Saisons.

Wer auf chemische Sprays verzichten möchte, findet im Pflanzenreich Kandidaten mit abschreckender Wirkung für die surrenden Plagegeister. Ein Gewächs aus der Familie der Lippenblütler hat sich unter Hobbygärtnern zum stillen Favoriten entwickelt. Der Grund dafür ist simpel: Die Pflanze ist leicht zu pflegen und hält Insekten fern.
Der Mottenkönig: unscheinbar, aber mit Charakter
Die Rede ist von Plectranthus, im Handel meist als Mottenkönig, Weihrauchpflanze oder Elfengold geführt, wie auch FOCUS online berichtete. Ursprünglich stammt die Pflanze aus dem Osten Indiens sowie aus Teilen Afrikas, von wo aus sie bereits vor rund 150 Jahren nach Europa gebracht wurde. Bei Berührung setzen ihre samtigen, hellgrünen Blätter ein harzig-würziges Aroma frei, das an Kirchenweihrauch erinnert, botanisch mit ihm aber nichts zu tun hat.
Mit echtem Weihrauch, wie er aus dem Harz des Weihrauchbaums Boswellia gewonnen wird, ist die Pflanze also nicht verwandt, beide teilen sich lediglich die würzige Duftnote. Wer im Gartencenter trotzdem nach Weihrauch fragt, sollte auch die Bezeichnungen Plectranthus oder Mottenkönig parat haben. Preislich hält sich der Spaß ohnehin in Grenzen: Eine junge Pflanze kostet meist nur wenige Euro, oft schon ab etwa 3 Euro das Stück. Auch interessant: Lavendel nach dem Sommerschnitt vermehren – aus Trieben werden neue Pflanzen.
Verantwortlich für die mückenabschreckende Wirkung sind ätherische Öle wie Carvacrol und Thymol in den Blättern. Für Menschen ist der Duft meist angenehm, für Mücken, Motten und teils auch Schnecken wirkt er dagegen wie eine unsichtbare Sperrzone. Selbst Katzen und Hunde sollen den Geruch mitunter meiden, weshalb Halter vor der Anschaffung einen Verträglichkeitstest machen sollten. Wer die Pflanze im Kübel hält, sollte zudem bedenken, dass sie bei guter Pflege bis zu einem Meter hoch werden kann. Entsprechend viel Platz braucht sie also am Ende.
Standort und Pflege ohne großen Aufwand
Der Mottenkönig gedeiht auf normaler Blumenerde ebenso wie auf sandigem oder lehmigem Substrat und bevorzugt einen sonnigen bis halbschattigen Platz. Im Sommer sollte die Erde gleichmäßig feucht gehalten werden, kalkarmes Regenwasser eignet sich besser als hartes Leitungswasser. Ein regelmäßiger Rückschnitt fördert buschigen Wuchs statt langer, kahler Triebe.

Da die Staude aus den Tropen stammt, verträgt sie keinen Frost. Sobald die Nächte kühler werden, sollte der Topf an einen hellen Platz mit Temperaturen über etwa 15 Grad ins Haus geholt werden. Wer diesen Umzug einplant, kann sich Jahr für Jahr an derselben Pflanze erfreuen, statt jeden Frühling neu zu kaufen. Diese Kräuter besitzen ein Zitrusaroma: Jetzt pflanzen für einen Sommer mit Urlaubsgefühlen.