AUDIO: Thüringens Ministerpräsident zieht nach Aberkennung seines Doktortitels vor Gericht (1 Min)
TU Chemnitz
Thüringens Ministerpräsident Voigt klagt gegen Entzug seines Doktortitels
Stand: 14.08.2026 13:55 Uhr
Mario Voigt zieht gegen die Aberkennung seines Doktortitel vor Gericht. Sein Anwalt spricht von einem "einmaligen Vorgang".
von MDR THÜRINGEN
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Thüringens Ministerpräsident Mario Voigt (CDU) hat gegen die Aberkennung seines Doktortitels durch die Technische Universität Chemnitz Klage eingereicht. Nach Angaben des Verwaltungsgerichts Chemnitz ist die Klageschrift eingegangen. Die TU Chemnitz werde nun zunächst zu einer Stellungnahme aufgefordert. Ein Termin für eine Verhandlung steht noch nicht fest. Dieser sei in den nächsten zwei Monaten auch nicht zu erwarten.
Die TU Chemnitz hatte im Januar nach einer langwierigen Prüfung beschlossen, dem CDU-Politiker den Doktorgrad zu entziehen. Sie wirft ihm vor, in seiner Dissertation aus dem Jahr 2008 mit dem Titel "Der amerikanische Präsidentschaftswahlkampf: George W. Bush gegen John F. Kerry" unsauber gearbeitet zu haben. Ein Widerspruch Voigts gegen die Aberkennung wurde im Juli zurückgewiesen. Damit blieb ihm nur noch der Gang vor das Verwaltungsgericht.
Video: Ministerpräsident Voigt unterliegt im Doktorstreit (4 Min)
Anwalt spricht von "einmaligem Vorgang"
Voigt und seine Anwälte stellen nach eigenen Angaben insbesondere das Verfahren infrage, mit dem die Universität die Dissertation überprüft hat. "Die Entscheidung wirft aus unserer Sicht erhebliche rechtliche Fragen auf - insbesondere zum Bewertungsmaßstab und zur Verhältnismäßigkeit", erklärte der Anwalt von Voigt.
Es sei ein einmaliger Vorgang, dass eine Universität einen Doktortitel aberkenne, nachdem ein "externer, neutraler Gutachter die Voraussetzungen für einen Entzug verneint hat".
MDR (kuk/sar)/dpa