Dominik Hoch trifft dreimal: SV Bad Heilbrunn schlägt Abwehr-Bollwerk 3:0

Stand: 04.10.2026, 22:05 Uhr

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Sebastian Baur (r.) gegen Dominik Hoch - Fußball - Bezirksliga Süd - Saison 2026/27 - SV Bad Heilbrunn (HSV) - SV Raisting (SVR) - 6. September 2026

In bestechender Form: Dominik Hoch (li.) erzielt alle drei Tore beim 3:0 gegen den SC Oberweikertshofen. © Andreas Mayr

Der Heilbrunner Stürmer erzielte alle drei Tore gegen Oberweikertshofen im Alleingang. Dabei hatte der Gegner zuvor in elf Spielen nur elf Tore kassiert.

Oberweikertshofen/Bad Heilbrunn – Das hat gutgetan: Mit 3:0 bezwangen die Fußballer des SV Bad Heilbrunn das Abwehrbollwerk des SC Oberweikertshofen. Dominik Hoch lief zur Hochform auf und schenkte dem Bezirksliga-Sechsten im Alleingang die höchste Saison-Niederlage ein: Der Heilbrunner Stürmer erzielte alle drei Tore (21./58./80.). „Die ganze Mannschaft hat gut gespielt, hat sich den Sieg entsprechend verdient, auch wenn er vielleicht zu hoch ausgefallen ist“, sagt der Heilbrunner Trainer Walter Lang.

Der klare Sieg mag vielleicht etwas überraschen. Lang musste wieder einmal an seiner Aufstellung basteln. In Ermangelung von Alternativen – auch Klaus Pföderl wurde in der Abwehr gebraucht – lief Anton Pappritz nach acht Wochen Verletzungspause (Muskelbündelriss) rechts in der Heilbrunner Viererkette auf. „Das hat er gut gemacht, den Kräften entsprechend, hat die Räume dicht gemacht.“ Später ersetzt von Andreas Specker, einem weiteren Langzeitverletzten, nach fast einem Jahr Spielpause nach Kreuzbandriss. Kapitän Anton Krinner übernahm die Sechserposition neben Thomas Pföderl. Lang: „Auch das hat ganz gut gepasst, obwohl er es nicht gewohnt ist, vor der Abwehr zu spielen.“

Der Schlüssel zum Erfolg war für die Heilbrunner, dass sie die gegnerische Offensive recht gut im Griff hatten. „Wir haben Oberweikertshofen weitgehend vom Tor ferngehalten, das hat ziemlich zuverlässig funktioniert“, sagt Lang. Und wenn doch mal einer der Hausherren durchkam, war Alihan Uzun im Heilbrunner Kasten zur Stelle. „Der hat sich das Zu-Null redlich verdient“, lobt Lang den HSV-Torhüter.

Und weil sie hinten nichts anbrennen ließen, ergaben sich für die Gäste vorn Chancen – selbst gegen eine der dichtesten Abwehrreihen der Bezirksliga. Oberweikertshofen hatte vorher in elf Spielen erst elf Tore kassiert, und hat viele seiner Spiele selbst zu null gewonnen. Die Heilbrunner Tore entstanden nicht unbedingt zwangsläufig, aber Dominik Hoch in derzeitiger Verfassung verwertet solche Chancen offensichtlich eben doch. „Unsere Treffer sind alle durch verschiedene Umschaltmomente entstanden, das haben wir gut gemacht“, freut sich der Heilbrunner Trainer. Zunächst bediente Leon Göttinger Hoch perfekt in die Schnittstelle, der HSV-Torjäger schloss vor dem Tor unwiderstehlich mit links zum 1:0 ab. Beim 2:0 nach dem Seitenwechsel setzte er sich fein im Eins-gegen-eins durch und vollstreckte aus 20 Metern. Auch das 3:0 kurz vor Schluss bereitete Göttinger vor, der sich zunächst gut durchsetzte, passgenau zu Hoch flankte, der wunderbar zum 3:0 abschloss.

Ein Sieg, der wegen der personellen Situation und weil Oberweikertshofen bisher schwer zu knacken war, nicht unbedingt zu erwarten war. „Aber solche Spiele werden wir brauchen“, sagt Lang, „um an den Mannschaften vor uns dranzubleiben.“