DWD warnt vor hoher Waldbrandgefahr in Baden-Württemberg: So hoch ist das Feuer-Risiko in Ihrer Nähe
Stand: 06.08.2026, 13:28 Uhr
Das Risiko für Waldbrände steigt durch die anhaltende Dürre auch in Baden-Württemberg – am Wochenende besteht flächendeckend hohe Brandgefahr.
Heidelberg – Hitzewellen und ausbleibender Regen führen in Deutschland vielerorts zu dramatischen Zuständen: Rekord-Niedrigwasser in den Flüssen und Waldbrandgefahr durch die Trockenheit. Und das Risiko für Waldbrände in Deutschland steigt in den nächsten Tagen erneut. Eine Karte des Deutschen Wetterdienstes (DWD) gibt Baden-Württemberg am Wochenende fast flächendeckend die zweithöchste Gefahrenstufe für Waldbrände.

Der DWD veröffentlicht täglich die Gefahr für Feuer in den kommenden Tagen, dabei gilt Gefahrenstufe 5 als höchste Gefahr. Im Südwesten Deutschlands besteht schon heute (6. August) flächendeckend Gefahrenstufe 3, bis zum Samstag (8. August) erweitert sich die Gefahr auf ganz Süddeutschland. Große Teile Baden-Württembergs erreichen sogar Gefahrenstufe 4. Doch die Gefahr breitet sich aus, am Sonntag (9. August) gilt für fast das gesamte Bundesland Gefahrenstufe 4 – die zweithöchste des Index. In Niederstetten steigt die Gefahr dann sogar auf die höchste Stufe 5.
Zweithöchste Gefahrenstufe für Waldbrände fast flächendeckend in Baden-Württemberg
Am Montag (10. August) gilt für zahlreiche Regionen in Baden-Württemberg weiterhin Stufe 4. Keine Entspannung gibt es unter anderem in Stuttgart, Ulm, Rottweil, Freiburg, Villingen-Schwenningen, Konstanz und Buchen im Rhein-Neckar-Kreis sowie Mannheim. Dementsprechend ist die Gefahr auch in Heidelberg weiter groß. Vor wenigen Wochen gab es bereits einen Großeinsatz wegen eines Brandes in Sandhausen. Im Süden geht das Risiko zurück auf Stufe 3.
Die Ursache für die extreme Brandgefahr ist eine monatelange Trockenheit. Laut SWR Aktuell melden bereits 72 Prozent aller Pegel in Baden-Württemberg extrem niedrige Wasserstände – Anfang Juli war es noch weniger als die Hälfte. Der Bodensee liegt rund 96 Zentimeter unter dem langjährigen Saisondurchschnitt, die Donau verzeichnete bereits im Juli historische Tiefstwerte.
Landesregierung warnte bereits: Regeln sollen Brandrisiko in Wäldern verringern
Bereits im April warnte die Landesregierung eindringlich vor der Brandgefahr. Peter Hauk, Minister der damaligen Landesregierung, erklärte laut offizieller Pressemitteilung: „Die Trockenheit der letzten Tage führt zu einer hohen Waldbrandgefahr in unseren Wäldern. Daher gilt sich umsichtig zu verhalten, denn ein heißer Katalysator von einem unachtsam abgestellten Fahrzeug oder die Hitze eines Einweggrills kann ausreichen, um einen Waldbrand zu entfachen.“ Auch in Bayern warnte das Ministerium schon vor Waldbrandgefahr.
Die wichtigsten Regeln für den Waldbesuch: Von März bis Oktober gilt im Wald ein striktes Rauchverbot. Feuer machen ist nur an offiziell ausgewiesenen Grillplätzen erlaubt. Offenes Feuer außerhalb des Waldes muss mindestens 100 Meter vom Waldrand entfernt sein. Wer Rauch oder Feuer entdeckt, ruft sofort den Notruf 112 an. (Quellen: DWD, SWR, Landesregierung Baden-Württemberg) (kiba)