Stand: 11.10.2026, 20:55 Uhr
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Der EHC Klostersee hat die Schweinfurt Mighty Dogs mit 5:2 aus der Wildbräu-Arena geschossen. Head-Coach Vogl traf nach einem Auffahrunfall erst kurz vor dem Startbully ein.
Grafing – Zweiter Heimsieg für den EHC Klostersee. Am Sonntagabend fertigten die Grafinger die Schweinfurt Mighty Dogs in der Wildbräu-Arena mit 5:2 ab. Der spieltechnisch ansehnlichen Vorstellung des Bayernliga-Vizemeisters begegnete der EHC mit viel Laufarbeit und Kampf. Wie von Head-Coach Thomas Vogl direkt nach dem Gastspiel in Kempten (3:4) vermutet, meldete sich zwei Tage später keiner der zahlreichen Ausfälle zurück.
Beinahe wäre gestern auch der Cheftrainer der Rot-Weißen abgängig gewesen. Nach einem Auffahrunfall (mit Blechschaden) bei der Anfahrt traf „Birdy“ Vogl erst kurz vor dem Startbully ein.
Wie die gut 800 Zuschauer (inklusive Livestream) erlebte er eine stürmische Anfangsphase der technisch versierten Gäste aus Unterfranken. Schon nach 20 Sekunden musste EHC-Keeper Lukas Steinhauer erstmals klärend eingreifen. In den Folgeminuten hielten sich die Abschlussversuche trotz optischer Überlegenheit der Mighty Dogs die Waage.
Dreierpack in 75 Sekunden
In Bedrängnis brachte Benedikt Roßberg ein Drehschuss von Verteidiger Christian Hummer (8.). Gut zwei Minuten später machte der ERV-Goalie Platz für Leon Pöhlmann. Gäste-Trainer Sergej Waßmiller hatte den Torhüterwechsel bei einer Auszeit angeordnet. Zwischen der Hummer-Chance und dem Timeout lag eine Phase mit drei Toren der EHCler innerhalb von 75 Sekunden. Tyler Braccini, Julian Dengl und Lorenz Mühlfenzl hatten getroffen, womit alle drei Angriffsreihen der Hausherren auf der LED-Wall anschrieben.
Die osteuropäisch ausgerichteten Schweinfurter ließen weiter den Puck kreisen, doch die Hintermannschaft beim EHC hielt dem Druck stand. Steinhauer pflückte herunter, was auf seinen Kasten kam. Alexandre Gagnon hätte den 3:0-Vorsprung per Alleingang sogar ausbauen können (19.). Gleiches galt für Braccini (28.). Da hatten die Grafinger gerade zwei Strafzeiten in Folge unbeschadet überstanden.
Die Klosterseer schlugen gleich aus ihrem ersten Powerplay Kapital. Marvin Drothen traf mit dem zweiten Rebound, gut vier Minuten später erhöhte Hummer auf 5:0 (37.). Ein Hoffnungsschimmer blieb den Mighty Dogs durch den postwendend erfolgten Einschuss von Ricards Bernhards noch im zweiten Abschnitt. Der ehemalige lettische Nationalspieler setzte im letzten Drittel, das etwas ruppiger verlief als die 40 Minuten davor, auch den Schlusspunkt (55.).
Verdeckter Stimmungskiller und sieben Ausfälle in Kempten
Trotz einer starken Auswärtsleistung verlor der EHC Klostersee am Freitagabend mit 3:4 bei den Kempten Sharks. Die Grafinger führten drei Mal. Head-Coach Thomas Vogl lobte sein Team, das trotz sieben Ausfällen „ein sehr gutes Spiel“ ablieferte. Taktisch setzte Klostersee auf eine sichere Defensive und Konter. Im ersten Drittel traf Marvin Drothen im Powerplay zum 1:0 (13.), bevor ein unglücklich ins eigene Tor abgefälschter Querpass Kempten den 1:1-Ausgleich brachte (18.). Das torlose zweite Drittel war von defensiver Disziplin geprägt. Klostersee agierte strukturierter und war durch Chancen von Christian Hummer, Julian Dengl und Alexandre Gagnon der erneuten Führung näher. Im Schlussdrittel traf Tyler Braccini zum 2:1 (53.). Kempten glich umgehend aus, doch nur 18 Sekunden später erzielte Alexandre Gagnon das 3:2 für die Gäste (55.). Nach dem erneuten Ausgleich der Sharks im Powerplay (59.) deutete alles auf eine Verlängerung hin. Fünf Sekunden vor der Schlusssirene entschied jedoch ein verdeckter Distanzschuss das Spiel.