"Ein beklemmendes Warnszenario": Bedrückender Trailer zu "Morgen war Krieg" zeichnet eine düstere Zukunft – exklusiv bei FILMSTARTS

Wir leben in unsicheren Zeiten. Krieg in Europa und rechtspopulistische Parteien wieder auf dem Vormarsch. In „Morgen war Krieg“ zeichnet Regisseur Nicolas Ehret ein bedrückendes Zukunftszenario – den neuen Trailer gibt es exklusiv bei FILMSTARTS.

Viele von uns sind in verhältnismäßig sicheren Zeiten geboren, in denen Krieg wie ein Thema vergangener Tage schien. Doch spätestens der Angriff auf die Ukraine hat gezeigt, dass die Sicherheit, in der wir seit Jahrzehnten leben, mit einem Wimpernschlag vorbei sein kann. Und leider hat die Anzahl der Warnsignale in den letzten Jahren erheblich zugenommen: Neben einer europaweiten Aufrüstung befinden sich auch rechtspopulistische und nationalistische Parteien wieder auf dem Vormarsch, von denen einige sehr unverhohlen am eigentlich so standfest scheinenden Stuhlbein der Demokratie sägen.

In welche Richtung sich das alles entwickelt, werden die nächsten Jahre zeigen. Nicolas Ehret zeichnet in seinem Langspielfilmdebüt Morgen war Krieg aber bereits ein bedrückend realistisches Zukunftszenario, das ein zersplittertes Europa und ein Deutschland kurz vor dem Kriegseintritt skiziert. Den neuen Trailer gibt es jetzt exklusiv bei FILMSTART. Am 24. September 2026 startet das Drama dann auch endlich bundesweit in den Kinos.

Darum geht es in "Morgen war Krieg"

Deutschland steht kurz vor dem Kriegseintritt. Nach dem Zerfall der Europäischen Union hat eine rechtspopulistische Regierung die Macht übernommen und bereitet die Bevölkerung auf den bevorstehenden Ernstfall vor. Als der 33-jährige Jonas (Enno Trebs) zum Wehrdienst eingezogen werden soll, flieht er gemeinsam mit seiner elfjährigen Halbschwester Leonie (Naila Schuberth). Seit dem Tod ihrer Eltern trägt Jonas die Verantwortung für das Mädchen. Auf der Suche nach einem sicheren Zufluchtsort wendet er sich an seinen Vater Stuber (Ulrich Matthes), zu dem er seit vielen Jahren keinen Kontakt mehr hatte.

Während der pflegebedürftige und verbitterte Großvater im Dachgeschoss lebt, engagiert sich Stubers Lebensgefährtin Wibke (Susanne Bredehöft) in der örtlichen Bürgerwehr und unterstützt den Bau eines Grenzzauns an der Oder. Die politischen Ansichten der Familie sorgen zunehmend für Spannungen, die durch die unterschiedlichen Vorstellungen der Generationen noch verstärkt werden. Als schließlich Geflüchtete am Grenzfluss auftauchen, werden die moralischen Überzeugungen der Beteiligten ebenso auf die Probe gestellt wie ihre familiären Bindungen …

Beklemmendes Szenario – leider nicht so weit entfernt

Wir können euch „Morgen war Krieg“ ans Herz legen. Gerade die Entscheidung, sich statt großer gesellschaftliche Zusammenhänge auf den Mikrokosmos Familie zu beschränken, verleiht dem Film eine unangenehme Vertrautheit in der Angst – auch wenn dabei das übergeordnete Schreckensszenario etwas wage bleibt. In der offiziellen FILMSTARTS-Kritik vergibt Autor Ulf Lepelmeier dafür solide 3 von 5 möglichen Sternen. Im Fazit heißt es:

„Regisseur Nicolas Ehret zeichnet mit seinem dystopischen Langfilmdebüt ‚Morgen war Krieg‘ ein beklemmendes Warnszenario, in dem selbst innerhalb der Familie Vertrauen und Verständnis abhandenkommen. Mit seiner unheilvollen Atmosphäre und den Bezügen zu aktuellen politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen lotet der mäandernde Film die Sprachlosigkeit zwischen den Generationen sowie die Hoffnungslosigkeit einer Zeit des unmittelbar bevorstehenden Krieges aus.“

Zu „Morgen war Krieg“ gab es auch bereits schon einen Festivaltrailer, den ihr euch hier anschauen könnt: