VfR Garching trifft sechs Mal Pfosten und Latte – und holt nur 2:2

Stand: 21.08.2026, 14:00 Uhr

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VfR Garching : TSV Allershausen (rot), 15.08.2026Foto: MichalekVfR -    TW Korbinian DietrichTSV -

Zwei Gegentreffer muss VfR-Torwart Korbinian Dietrich beim 2:2 gegen den ASV Dachau hinnehmen. © Dieter Michalek

Der VfR Garching kommt gegen den ASV Dachau nicht über ein 2:2-Unentschieden hinaus. Allein in der zweiten Halbzeit krachte der Ball vier Mal an Pfosten und Latte.

Garching – Die englische Heimspielwoche des VfR Garching bringt ein großes Spektakel mit sich, aber in diesem Fall nicht den großen Ertrag. Auf den 4:1-Sieg gegen den TSV Allershausen folgte am Donnerstagabend ein 2.2 (1:1) gegen den ASV Dachau, das sich am Ende wie eine Niederlage anfühlte. Die Garchinger hatten in den 90 Minuten satte sechs (!) Aluminiumtreffer.

Das Spiel bekam schon früh eine epische Dramatik mit einem Zusammenprall, nach dem der Garchinger Trainer Mike Niebauer als der Mann mit dem Turban weitermachte. Spätestens nach dem Lattenkopfball des Turban-Mannes (24.) war die Erinnerung an den legendären Dieter Hoeneß da, der einst im DFB-Pokalfinale 1982 mit Turban ein Kopfballtor beim 4:2-Sieg des FC Bayern im Frankfurter Waldstadion gegen den 1. FC Nürnberg machte. Eine Minute später, nach Niebauer Lattenkopfball, gingen dann die Dachauer in Führung.

Spektakel im zweiten Durchgang

Bis Mitte der ersten Halbzeit war der ASV auch die bessere Mannschaft, aber dann kam Garching besser auf. Der Warnschuss war ein Freistoß von Thomas Niggl an den Pfosten, und 60 Sekunden später machte der sein Tor aus dem Spiel heraus. Zur Pause ging das 1:1 in Ordnung.

Nach 15 Minuten Luftholen wurde das Spiel dann so richtig Spektakel. Garching startete einen Sturmlauf, bei dem den Dachauern das Hören und Sehen verging. Es krachte im Gebälk mit vier Treffern des VfR an Pfosten und Latte. Dem Tor ging es danach weiter gut – im Gegensatz zu dem Turban-Kopf von Mike Niebauer: „Ich habe nicht mehr im Kopf, wer da alles Aluminium traf.“ Zu diesen vier Fast-Toren kam ein Abseitstor und noch drei Hundertprozentige, bei denen der Ball hauchzart den Pfosten verfehlte. Bei einem Garchinger 5:1 nach einer Stunde hätte sich wirklich niemand beschweren können.

Mitte der zweiten Halbzeit löste sich der Gast aus dem Würgegriff, und in diese Phase hinein kam ein wunderbar ausgespielter Angriff, bei dem Thomas Niggl den Ball zum 2:1 tatsächlich am Torwart vorbeischieben konnte. Das 2:1 war sowas von überfällig (76.). Aber dann zogen sich die Garchinger zu weit zurück und hatten bei der Dachauer Schlussoffensive keinerlei Entlastung mehr. Als dann bei einer Ecke Syed Hasssan im Fünfer frei zum Kopfball kam, war das 2:2 unvermeidlich. In den Schlussminuten gingen beide Seiten noch einmal hohes Risiko.

„Nach den vielen Pfosten- und Lattentreffern fühlt sich das Ergebnis wie eine Niederlage an“, sagte später Trainer Mike Niebauer. Seiner Mannschaft konnte er bei der Leistung nichts vorwerfen. „Wir haben es nur verpasst, uns für die Leistung und den betriebenen Aufwand zu belohnen“, sagte Niebauer.

Heimspiel Nr. 3 gegen TSV Rohrbach

Für die Garchinger ist es positiv, dass man sich nicht lange mit dem Aluminium-Festival aufhalten kann. Bereits am Sonntag (12.30 Uhr) steht gegen den TSV Rohrbach das nächste Heimspiel auf dem Plan. Mit zwei Punkten aus den letzten vier Spielen kommt der Gegner mit einem Negativlauf zum dritten Garchinger Heimspiel binnen einer Woche.

VfR Garching – ASV Dachau 2:2 (1:1).
VfR: Dietrich, Eicke, Eisl, Stefanovic, Fellner, Landler, M. Niebauer (67. D. Niebauer), Niggl (90. Sostaric), Strube, Dipalo (82. Agbavon), Simon (62. Ambrosio).
Tore: 0:1 Chauch (25.), 1:1 Niggl (39.), 2:1 Niggl (76.), 2:2 Hassan (85.).
Schiedsrichter: Laurenz Trunk (Thalkirchen).
Zuschauer: 65.