Stand: 05.08.2026, 13:03 Uhr
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Im Frielendorfer Freibad steht die einzige Kletterwand unter freiem Himmel im Schwalm-Eder-Kreis. Fünf Testpersonen schildern ihren Eindruck.
Frielendorf – Die Kletterwand im Freibad Frielendorf ist ein echter Besuchermagnet. Kein Wunder, denn sie ist auch die einzige ihrer Art unter freiem Himmel im Schwalm-Eder-Kreis.
Der Förderverein des Freibades ist jedenfalls mächtig stolz auf seine neue Errungenschaft. „Die Kletterwand ist wirklich gut frequentiert. Viele versuchen sich daran“, sagt Ruth Nöll, Erste Vorsitzende des Vereins.
Waagerechtes Stück erschwert den Kletterweg
Bei dem Exemplar in Frielendorf handelt es sich um das Modell WD des Anbieters Waterclimbing. Besonders daran ist vor allem das waagerechte Stück, bei dem mit dem Rücken über dem Wasser hängend geklettert werden muss.
Eine Herausforderung, die nicht jeder auf Anhieb meistert. Laut Anbieter ist die Kletterstrecke ähnlich lang wie bei einer sechs Meter hohen Kletterwand.
Unsere Testpersonen
Merle Zinn, 8 Jahre, aus Frielendorf
Pheline Etzel, 15 Jahre, aus Frielendorf
Julius Etzel, 18 Jahre, aus Frielendorf
Alicja Szadeja, 12 Jahre, aus Frielendorf
Jacek Szadeja, 36 Jahre, aus Frielendorf
Kletterrouten in drei verschiedenen Farben – blau, rot und schwarz – weisen den Weg für die Badegäste. Anfänger können sich Klettersteine jeglicher Farbe bedienen.
Ein Spaß für Gäste jeden Alters
„Die meisten versuchen natürlich so hoch wie möglich zu kommen, aber letztlich geht es um den Spaß. Die Jüngsten klettern zum Beispiel nur wenige Steine hoch und haben dann riesigen Spaß am Fallenlassen ins Wasser“, erklärt Nöll weiter.

Um herauszufinden, wie die neue Kletterwand wirklich bei den Badegästen ankommt, hat die Schwälmer Redaktion den ultimativen Kletterwandtest mit fünf Freiwilligen gemacht.
Spaßfaktor
Dass das Klettern an der Wand Menschen jeden Alters Spaß bereitet, steht fast schon außer Frage. Das bestätigten auch alle Testpersonen. Die sechs Frielendörfer sind allesamt schon mehrfach die Wand hoch (und teils auch wieder runter) geklettert.
„Ich finde die Kletterwand cool. Die Sprungbretter gefallen mir aber auch“, sagt die zwölfjährige Alicja Szadeja. Die Mischung macht es also aus, denn in Frielendorf gibt es sowohl einen Ein- und Drei-Meter-Sprungturm als auch eine Breitrutsche mit drei Bahnen und zehn Metern Rutschlänge.
Viel Spaß beim Klettern hat auch die achtjährige Merle Zinn. Sie ist an diesem Tag die jüngste Testerin. „Ich schaffe es schon fast bis zur Schräge“, verkündet sie nicht ohne Stolz. Auch ihr gefällt die Vielfalt an Attraktionen. An der Kletterwand genießt sie den Weg aufwärts mehr als den anschließenden Fall ins Wasser.
Schwierigkeitsgrad
Wie schwer das Bezwingen der Kletterwand tatsächlich fällt, ist natürlich für jede Person individuell. „Ich finde es mittelschwer. Meist schaffe ich es fast bis ganz nach oben“, sagt Pheline Etzel. Die 15-Jährige räumt aber auch ein, dass sie in ihrer Freizeit gerne in Kletterhallen klettert.
Sie bringt also eine gewisse Übung und Erfahrung mit. Ähnlich geht es auch ihrem Bruder Julius: „Ich bin fast jeden Tag hier und klettere. Es hat sich wirklich gelohnt, die Wand aufzustellen.“ Jeder könne sich ausprobieren, egal wie alt man ist.
Auch wenn man es nicht nach ganz oben schaffe, sei das nicht schlimm. Für den 18-Jährigen ist das leicht gesagt, denn er schafft es problemlos nach ganz oben und klettert dann auch fast den kompletten Weg wieder zurück.
Ebenfalls leicht hat es auch Jacek Szadeja. Er klettert ohne große Mühe bis zum Ende der Wand. Auch er wählt den Weg zurück über die Steine. Den Sprung ins kühle Nass versucht er dabei zu vermeiden. „Es ist schon anspruchsvoll, auch für Erwachsene“, sagt er.
Tipps
Um besser ans Ziel zu kommen, haben die Testerinnen und Tester verschiedene Taktiken und Tipps für Anfänger. „Ein häufiger Fehler ist, dass viele zu schnell vorankommen wollen“, erklärt Jacek Szadeja.
Der 36-Jährige rät dazu, die Last des Körper zu verteilen und lieber kleine Schritte zu machen. Außerdem helfe es, Hände und Beine zusammenzulassen. „Wenn man richtig balanciert, braucht man auch weniger Kraft“, weiß der Frielendorfer aus Erfahrung.
Ein bisschen Geschick sollte man auch mitbringen, rät Julius Etzel. „Gerade im waagerechten Bereich muss man ordentlich die Füße einsetzen. Nur mit Hangeln wird es da schwierig“, weiß der 18-Jährige.
Fazit
„Mit der Kletterwand wurde ein richtiges Highlight im Freibad geschaffen“, sagt Merles Vater, Christian Zinn, während er vom Beckenrand aus seiner Tochter beim Klettern zuschaut.
Während vor einigen Jahren noch bei vielen Menschen der eigene Pool groß im Trend war, sei das Freibad mittlerweile der bessere Anlaufpunkt. „Die Besucher können hier so viel mehr als nur das klassische Schwimmen erleben. Das macht es aus“, betont er abschließend.