Stand: 06.08.2026, 07:14 Uhr
Die Offensive von Eintracht Frankfurt hat prominente Namen. Das reicht aber noch nicht, um Hütters Tormaschine wieder anzuwerfen. Ein Kommentar.
Frankfurt – Trainer Adi Hütter hat in seiner ersten Amtszeit bei Eintracht Frankfurt starke Angriffsreihen geformt. Erst die Büffelherde Sebastien Haller, Luka Jovic und Ante Rebic. Anschließend das Offensiv-Quartett Daichi Kamada, Filip Kostic, Amin Younes und Andre Silva. In den drei Spielzeiten unter Hütter fielen alleine in der Bundesliga 188 Treffer, durchschnittlich also 1,85 Tore pro Partie.

Ob die derzeitige Besetzung daran anknüpfen kann, ist fraglich. Auf den ersten Blick ist auch der aktuelle Kader mit verheißungsvollen Namen wie Can Uzun, Ritsu Doan oder Jonathan Burkardt ausgestattet. Für eine lange Saison fehlt allerdings noch ein Stürmer des Kalibers Arnaud Kalimuendo. Der aufgeblähte Kader vermittelt ein falsches Bild. Es stehen viele Namen auf der Sturm-Liste, doch nur mit wenigen davon wird geplant.
Eintracht-Trainer will mit einer Doppelspitze spielen
Hütter hat sich zunächst auf ein 4-2-2-2-System festgelegt. Da Burkardt in den vergangenen Jahren immer wieder Ausfallzeiten zu beklagen hatte und der sportliche Weg von Younes Ebnoutalib weiterhin nicht absehbar ist, kann die Personaldecke schnell sehr dünn werden. Ansgar Knauff ist besser auf den Außenbahnen aufgehoben, Malik Pimpong ein Rohdiamant. Er muss erst noch geschliffen werden.
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Will die Eintracht zurück nach Europa, benötigt sie neben einer stabilen Defensive Durchschlagskraft in vorderster Reihe. Das Duo Burkardt und Kalimuendo ergänzt sich dabei optimal. Auf der einen Seite der Strafraumstürmer Burkardt, der als Pressingmaschine fungiert und jede sich bietende Möglichkeit eiskalt nutzt. Auf der anderen Seite der technisch beschlagenere, mobilere und ebenfalls torgefährliche Kalimuendo. Das wäre eine starke Doppelspitze.
Sportvorstand Markus Krösche ist gefordert. Er muss Platz schaffen und die bereits aussortierten Angreifer Michy Batshuayi, Noel Futkeu, Jessic Ngankam und Elye Wahi zu benötigtem Geld machen. Sie haben unter Hütter allesamt keine Chance. Batshuayi, Futkeu und Ngankam halfen bereits in der U21 aus. Gelingt es Krösche, dieses Quartett zu verkaufen und einen Stürmer der Marke Kalimuendo zu verpflichten, ist die Eintracht für das Rennen um Europa gerüstet.