Endlich kann es losgehen: 50 Tonnen für ein Wahrzeichen: Warum die Sanierung der Alten Kirche so kompliziert ist

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Endlich kann es losgehen 50 Tonnen für ein Wahrzeichen: Warum die Sanierung der Alten Kirche so kompliziert ist

Kolumne · Endlich – möchte man sagen! Endlich kann es losgehen. Bereits seit Beginn des Jahres schweigen die Glocken eines der bedeutendsten Wahrzeichen der Stadt: Die Glocken der Kirche St. Engelbert, oder der „Alten Kirche“, wie der Großteil der Dengmerter ihr Gotteshaus nennt, wurden aus Sicherheitsgründen im Januar stillgelegt.

18.07.2026 , 06:00 Uhr

Langsam wächst die komplexe Gerüstkonstruktion an der Engelbertskirche. Die Planungen stellten die Verantwortlichen vor Herausforderungen. Foto: Daniel Bonenberger

Langsam wächst die komplexe Gerüstkonstruktion an der Engelbertskirche. Die Planungen stellten die Verantwortlichen vor Herausforderungen. Foto: Daniel Bonenberger

Foto: Daniel Bonenberger

Der Glockenturm muss saniert werden. Die Fassade ist marode. Die Witterungsverhältnisse haben dem weithin sichtbaren Fixpunkt in der Fußgängerzone über die Jahrzehnte zugesetzt.

Das Problem ist lange bekannt, eine Sanierung sollte bereits im vergangenen Jahr in Angriff genommen werden, wurde aber aus sicherheitsrelevanten Überlegungen verschoben. Das benötigte Gerüst hätte Rettungswege während des Ingobertusfestes versperrt.

Gerüst stellt Planer und Gerüstbauer vor Herausforderungen

Wer dieser Tage durch die Fußgängerzone schlendert, erkennt schnell die Ausmaße dieses ambitionierten Sanierungsprojektes. Seit Wochenbeginn klettert Stück für Stück ein ausgeklügeltes Gerüstsystem die Kirchenfassade empor. Die Konstruktion stellte die Planer vor enorme Herausforderungen, die Lasten des rund 50 Tonnen schweren Gerüst dürfen nicht auf den Glockenturm wirken. Die Projektplaner müssen eine Spezialanfertigung mit vier separaten Lasttürmen sowie einer zusätzlich aufgesetzten Trageebene errichten. Erst dann können die Gerüstbauer das entscheidende Element stellen. Wahrlich eine Sisyphusarbeit, die beim Gang durch die Fußgängerzone hautnah zu beobachten ist.

Die Glocken sollen endlich wieder erklingen

In rund zwei Wochen soll das komplexe Kunstwerk stehen, die anschließende Sanierung der Turmfassade bis Jahresende abgeschlossen sein. Rund 570.000 Euro kostet das Projekt. Kein Pappenstiel, aber zum Erhalt des ältesten Glockenturms der Mittelstadt eine notwendige und willkommene Investition. Als prägnantes Bauwerk inmitten der Fußgängerzone und ältester Stadtkirche der katholischen Bevölkerung hat das Gotteshaus mehr als nur eine sentimentale Bedeutung. Kirche und Glockenschlag sind fest im Bewusstsein der Bevölkerung verankert. Von daher wird es Zeit, dass die Glocken wieder klingen. Endlich – möchte man sagen!