Engel macht seinen Fehler vor der Pause direkt wieder gut

Stand: 30.08.2026, 21:13 Uhr

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Achtung, das schmerzt! Sottrums Jannik Rosebrock (M.) bekommt in der Szene einen Tritt von Wörpetals Jonas Marherr. Der Torschütze des 1:0 kassiert dafür Gelb.

Achtung, das schmerzt! Sottrums Jannik Rosebrock bekommt in der Szene einen Tritt von Wörpetals Jonas Marherr (l.). Der Torschütze des 1:0 kassiert dafür Gelb. © Neddermann

Nach einer chancenarmen ersten Hälfte gleicht Sottrum postwendend aus. Mit der Zeit entwickelt sich eine hitzige Partie gegen Aufsteiger Wörpetal.

Sottrum – Die Uhr auf der Anzeigentafel „tickte“ trotz des Abpfiffs weiter. Noch drei Minuten lief sie, ehe ein Verantwortlicher des TV Sottrum sie abschaltete. Für die gastgebenden Bezirksliga-Fußballer war die Zeit jedoch längst abgelaufen. Das Team von Coach Niklas Niestädt hatte es verpasst, nach dem 0:1-Pausenrückstand die teils hitzige Partie gegen Aufsteiger FC Wörpetal komplett zu drehen. Am Ende leuchtete ein 1:1 von der Tafel.

Niestädt versuchte es ungewohnterweise anfangs mit einem 4-4-2-System. Nach rund zehn Minuten sah er sich bereits gezwungen, zu reagieren, und kehrte zurück zum gelernten 4-1-4-1. „Wörpetal hat immer wieder einen Stürmer fallen lassen und somit eine Überzahl im Zentrum gehabt“, erklärte der Heimtrainer. Es habe kurzzeitig gedauert, bis seine Sottrumer in die Ordnung fanden. Sie überstanden die Phase aber ohne eine Großchance gegen sich. Ohnehin sprach Niestädt von einer „ereignisarmen“ ersten Hälfte. Auch seine Gastgeber entwickelten zu wenig Durchschlagskraft.

Sottrum nach der Pause mit mehr Wucht

„Wir haben nicht gut in unser Spiel gefunden. Es gab viele kleine Fehler und wir haben uns einfach nicht an den Matchplan gehalten“, ergänzte Sercan Durmaz, der zur Pause wie auch Finn Niemeyer ausgewechselt wurde. Zuvor hatten beide aber noch miterlebt, wie ihr Team durch einen Treffer von Jonas Marherr in Rückstand geraten war (44.). „Da würde ich niemanden einzelnen beschuldigen. Wir haben da alle schlecht verteidigt“, meinte Durmaz. Das Urteil seines Coaches fiel anders aus. Er sprach von einem Torwartfehler von Tobias Engel. „Nur eine Minute später rettet er uns dafür mit einer Scherengrätsche gegen Joel Hoops.“

Mit den eingewechselten Torge Frese und Jarno Weisner entwickelte Sottrum mehr Wucht nach vorn. Letzterer testete Clas Schröder direkt nach zwei Minuten. Beim Ausgleich von Leon Krause war der Keeper jedoch machtlos (48.). Der Schuss wurde entscheidend abgefälscht. Im weiteren Verlauf rückte das Fußballerische zunehmend in den Hintergrund und das Spiel gewann an Härte. Aus Sicht der Sottrumer sanktionierte Referee Finn Mollenhauer (FC Heidetal) die Foulspiele der Gäste zu selten. Stattdessen sahen sie selbst die eine oder andere Gelbe Karte wegen Reklamierens. Neben Engel und Louis Jaugstetter war auch Niestädt davon betroffen. Er kommentierte auch nach der Verwarnung fleißig weiter, während Wörpetals Trainer ruhig blieben.

Für unseren Anspruch ist das am Ende zu wenig.

Kritik übte der Heimcoach aber nicht nur am Schiedsrichtergespann. Auch in Richtung seiner eigenen Mannschaft fand er mahnende Worte: „Nach hinten raus haben wir es vernünftig verteidigt und von der Spielanlage her war es in Ordnung. Aber wir hatten wieder viele kleine Probleme im letzten Drittel, die sich durch die letzten Wochen ziehen.“ Die beste Gelegenheit zum 2:1 besaß Weisner per Kopf (72.). „Für unseren Anspruch ist das am Ende zu wenig“, stellte Niestädt klar.

TV Sottrum: Engel - Kiel, J. Rosebrock, Jungert, S. Hoops, Krause (70. Rindfleisch), Jaugstetter, Buckenberger, Edel (70. Ünlü), Durmaz (46. T. Frese), Niemeyer (46. Weisner).