Eplane e200X: Hensoldt liefert Steuerelektronik für indisches Lufttaxi - Golem.de

Das Start-up Eplane will eine indische eVTOL-Produktion aufbauen. Die Komponenten kommen von Nvidia und Hensoldt.

So sieht der Prototyp des e200X aus. (Bild: Eplane.ai)

So sieht der Prototyp des e200X aus. Bild: Eplane.ai

Der Rüstungskonzern Hensoldt liefert die elektronischen Steuerkomponenten für ein Lufttaxi aus Indien. Die Avionik-Suite solle beim geplanten e200X des Start-ups Eplane die Navigation, Lageerfassung und Konnektivität übernehmen, teilte das Unternehmen am 31. August 2026 mit(öffnet im neuen Fenster).

Laut Hensoldt schloss Eplane (früher Ubifly Technologies) die Montage seines Prototyps ab und ging von der Konstruktions- zur Testphase über. "Die e200X durchläuft nun eine umfangreiche Bodentestreihe im Vorfeld der Flugversuche und der Musterzulassung durch die indische Zivilluftfahrtbehörde (DGCA)", hieß es weiter.

Für die Navigation und das Missionsmanagement komme die digitale Karte EuroNav 7 NG zum Einsatz. Die RF1 Smart Antenna ermöglicht demnach eine kooperative Verkehrserkennung und warnt die Besatzung vor anderen Flugzeugen in der Nähe. Weitere Komponenten sind Caviconnect für eine Datenverbindung zur Bodenstation sowie der EB1 Multipurpose Airborne Computer für die Rechenleistung.

Zehn feststehende Propeller

Bei dem e200X(öffnet im neuen Fenster) handelt es sich um einen elektrischen Senkrechtstarter (eVTOL) mit einer Nutzlast von 200 Kilogramm. Das Fluggerät verfügt über sechs Propeller für den senkrechten Aufstieg und weitere vier Propeller für den Vortrieb. Andere Hersteller nutzen bewegliche Propeller, die sowohl den Auftrieb als auch den Vortrieb erzeugen. Das im indischen Chennai (früher Madras) angesiedelte Unternehmen erhielt nach eigenen Angaben bereits 788 Vorbestellungen für eine Luftambulanz.

Laut Medienberichten(öffnet im neuen Fenster) beträgt das Gesamtgewicht des Lufttaxi 2.200 kg bei einer Breite von elf und einer Länge von acht Metern. Die Reichweite soll bei rund 110 km liegen. Eplane nutzt demnach die IGX-Thor-Plattform von Nvidia für die Verarbeitung der Kamera-, Radar- und Lidardaten. Das Batteriemanagementsystem stamme von Tata Consultancy Services.