Erneut US-Angriffe auf Iran

Online seit gestern, 21.08 Uhr

Das US-Militär hat nach eigenen Angaben die sechste Nacht in Folge Ziele im Iran attackiert, wie das für die Region zuständige Kommando des US-Militärs (Centcom) gestern Nacht auf X mitteilte. Ziel sei es, „die militärischen Fähigkeiten des Iran weiter zu schwächen“.

Das iranische Staatsfernsehen meldete neue US-Angriffe und Explosionen im Süden des Landes. Es berichtete von zwei Explosionen in der Stadt Buschehr, wo sich das einzige aktive Atomkraftwerk des Landes befindet, sowie von einer Reihe von Explosionen in der Hafenstadt Bandar Abbas.

Die staatliche Nachrichtenagentur IRNA meldete zudem US-Angriffe auf Gebiete um Ahwas. Dort sagten Bewohner der Nachrichtenagentur AFP, die zweite Nacht in Folge heftige Angriffe gehört zu haben. Die Agentur Tasnim meldet zudem einen Raketenbeschuss durch US-Kampfflugzeuge auf den Flughafen von Iranschahr.

Wiederholt gegenseitige Angriffe

Das US-Militär hatte erst am Mittwoch den Iran in zwei Wellen erneut angegriffen. Teheran reagierte mit Beschuss auf Ziele in der Region – unter anderem meldeten die mit den USA verbündeten Golfstaaten Kuwait und Bahrain Angriffe. Auch Jordanien meldete erneuten Beschuss aus dem Iran. Zudem drohte der Iran damit, nach der Straße von Hormus auch das Rote Meer blockieren zu wollen.

US-Präsident Donald Trump hatte dem Iran diese Woche einmal mehr mit Angriffen auf zivile Infrastruktur gedroht. Auf die Frage einer Journalistin, ob er dem Iran ein Ultimatum gebe, bevor das US-Militär mit Bombenangriffen auf Brücken beginnen würde, sagte Trump am Mittwoch: „Ich mag es nicht, Fristen zu setzen.“

„Nach wie vor enger Austausch“

Das Weiße Haus sieht indes weiter ein Verhandlungsinteresse auf der iranischen Seite. „Der Iran steht nach wie vor in engem Austausch mit den Vereinigten Staaten von Amerika“, sagte US-Regierungssprecherin Karoline Leavitt vor der Presse in Washington.

Dass das US-Militär ungeachtet dessen seit Tagen Ziele im Iran angreift, begründete Leavitt mit dem Verhalten der iranischen Führung. Präsident Trump werde nicht tatenlos zusehen, wie der Iran Schiffe in der Straße von Hormus angreife, so Leavitt.