Solothurner Musik-Paar Duo Giovivo erobert China

«Es ist schon speziell»

Solothurner Musik-Paar erobert China

Dank der Musik funkte es einst bei den beiden. Nun bereisten sie mit Koffern voller Instrumente und ihrer vierjährigen Tochter für eine dreiwöchige Tour China.

Publiziert: 17:39 Uhr

Darum gehts

KI-generiert, redaktionell geprüft

  • Musikerpaar aus Wisen gibt Konzerte daheim und reiste nach China
  • Auf China-Tournee spielten sie 11 Konzerte in drei Wochen
  • Familie mit Tochter Jael besitzt 33 Instrumente und ein Carbon-Alphorn

Remo Bernet, GlücksPost

Im Solothurner 450-Seelen-Dorf Wisen herrscht eigentlich eine beschauliche Ruhe – ausser im Zuhause von Muriel Zeiter (42) und Fabian Bloch (40). Das Musiker-Paar besitzt 33 Instrumente und veranstaltet ab und an auch Konzerte in den eigenen vier Wänden. Ein Koch zaubert dann ein exquisites Sechs-Gänge-Menü, während die beiden als Duo Giovivo dazwischen die Gäste musikalisch verwöhnen. «Es ist schon speziell: Plötzlich stehen 20 Leute in deiner Stube», meint Fabian Bloch über die Idee, die während der Pandemie entstand.

Kennengelernt haben sich die beiden vor rund 15 Jahren während des Musikstudiums in Bern. «Weil wir beim Tanzkurs die Letzten waren, die bei der Zuteilung übrigblieben, kamen wir schon da in Kontakt», erinnert er sich. Sie ergänzt: «Gefunkt hat es damals aber nicht.» Erst als er Jahre später für ein Engagement verzweifelt eine Pianistin sucht, kommen die beiden wieder in Kontakt. Der Solothurner und die Walliserin merken schnell, dass sie mehr als nur die Musik verbindet.

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Sie wollten nie heiraten – eigentlich

«Eigentlich haben wir noch bei der Hochzeit gesagt, dass Heiraten nichts für uns sei», erinnert er sich und muss kurz lachen. «Da haben wir uns wohl geirrt.» Denn am 1. April 2022 geben sie sich das Ja-Wort. Ihre vierjährige Tochter Jael macht ihr Glück komplett.

Die Kleine wächst selbstverständlich sehr musikalisch auf. «Anfangs liebte sie noch die Geige, mittlerweile ist sie ganz begeistert vom Klavier und übt da immer mal wieder», erzählt das stolze Mami.

Auch als die beiden vor kurzem auf grosse China-Tournee gingen, war Jael dabei. Innerhalb von drei Wochen gaben die beiden verschiedene Kurse und vor allem elf Konzerte in chinesischen Metropolen wie Shanghai und Peking. «Jael hat jedes davon im Saal mitgehört», sagt Papa Fabian.

Begeisterung fürs Alphorn

Muriel Zeiter lernte gar extra einige Worte auf Chinesisch, um mit dem Publikum interagieren zu können – «aber die Sprache ist schon echt schwer». Die Besucherinnen und Besucher hätten dennoch Freude daran gehabt. Noch grösser war die Begeisterung aber, wenn Fabian sein Carbon-Alphorn auspackte. «Das Richtige konnten wir natürlich nicht mitnehmen. Aber es sah schon am Flughafen aus, als ob wir eine riesige Band wären, weil wir so viele Instrumente im Gepäck hatten», schildert Bloch.

Ab und an hatte das Paar, das Klassik, Swing und traditionelle Musik verbindet, auch Zeit, das Land und vor allem die chinesische Küche zu erkunden. «Vieles war mega fein – aber bei den Hühnerfüssen haben wir dann abgelehnt.» Noch immer verarbeiten sie die vielen Eindrücke. Aber einstimmig meinen die Musiker: «Wir würden sofort wieder nach China!»