EU-Kommission nimmt Übernahme von Porta durch XXXLutz unter die Lupe

Möbelbranche

EU-Kommission nimmt Übernahme von Porta durch XXXLutz unter die Lupe

Die EU plant eine eingehende Prüfung des Zusammenschlusses. Er könne in Deutschland, Tschechien und der Slowakei den Wettbewerb erheblich beeinträchtigen

Ein großes rotes Gebäude mit der Aufschrift
XXXLutz will den deutschen Möbelhändler Porta übernehmen.

Wels/Brüssel – Die österreichische Möbelhandelskette XXXLutz hat bereits zu Jahresbeginn angekündigt, den deutschen Möbelhändler Porta übernehmen zu wollen. Allerdings dürfte dies nicht so einfach gehen. Denn die Europäische Kommission wird die geplante Übernahme einer eingehenden Prüfung unterziehen, teilte die Kommission am Montagabend mit. Es handelt sich bei den Unternehmen um zwei der größten Möbeleinzelhändler in Deutschland, Tschechien und der Slowakei.

Diese Übernahme würde mehr als 140 Geschäfte unter diversen "Porta"-Marken mit mehr als 1.800 Geschäften von XXXLutz mit Marken wie XXXLutz, Mömax, Möbelix, Home24, Roller und Poco zusammenführen. Gemeinsam würden sie zudem die Möbel über den Einkaufsverband Giga International von XXXLutz beziehen, gab die EU-Kommission zu bedenken.

Eine vorläufige Untersuchung habe ergeben, dass der Zusammenschluss vor allem in Deutschland, Tschechien und der Slowakei den Wettbewerb erheblich beeinträchtigen könne. Dies könnte zu höheren Preisen und weniger Auswahl für die Kunden führen.

Weitere Prüfung

Zudem verfüge XXXLutz mit dem Einkaufsverband über eine erhebliche Nachfragemacht. Mit der Bündelung der Beschaffung könnten Hersteller und Lieferanten in Deutschland, Tschechien, Polen und der Slowakei um einen der sehr wenigen großen alternativen Kunden umfallen.

Unabhängig von dieser Prüfung leitete die EU-Kommission im Sommer auch ein Prüfverfahren ein. Dabei soll geklärt werden, ob die Unternehmen gegen das Durchführungsverbot verstoßen haben. So müssen Unternehmen mit einem geplanten Zusammenschluss warten, bis die Kommission diesen genehmigt hat. (APA, 12.10.2026)

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