Fährunglück vor Zypern: Zahl der Todesopfer steigt auf zwölf

Publiziert4. September 2026, 14:29

16 Menschen noch vermisstFährunglück vor Zypern: Zahl der Todesopfer steigt auf 12

Fünf Tage nach dem Fährunglück vor der Küste Zyperns wurden zwei weitere Tote geborgen. Spezialtaucher und Unterwasserdrohnen suchen weiter nach 16 Vermissten.

Jasmin Steiger

Agence France-Presse

Videos zeigen, wie die Passagiere auf ihre Rettung warten.AFP/DHA

Darum gehts

  • Beim Fährunglück vor der Küste im Norden Zyperns ist die Zahl der Todesopfer auf zwölf gestiegen.
  • Die Fähre mit 267 Menschen an Bord kenterte am Sonntag kurz nach dem Ablegen aus dem Hafen Kyrenia; 239 Personen wurden gerettet.
  • 16 Menschen werden noch vermisst; das Wrack liegt in 514 Metern Tiefe und wird von Tauchern und Marinedrohnen untersucht.

Fünf Tage nach dem Fährunglück vor der nördlichen Küste Zyperns ist die Zahl der Todesopfer nach Behördenangaben auf zwölf gestiegen. Die sterblichen Überreste von zwei Frauen seien am Freitag geborgen worden, teilten die Behörden auf dem nördlichen Teil der geteilten Mittelmeerinsel mit. 16 weitere Menschen würden weiterhin vermisst.

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Nordzyperns Regierungschef Ünal Üstel erklärte im Onlinedienst X, die Suchoperationen würden «rund um die Uhr fortgesetzt, um unsere 16 Vermissten zu erreichen». Ein Team spezialisierter Taucher und Marinedrohnen untersuchte derweil das Wrack, das in einer Tiefe von 514 Metern liegt.

Unterwasserdrohnen eingesetzt

Seit Mittwoch sind ausserdem zwei türkische Marineschiffe an der Unglücksstelle im Einsatz. Sie sind unter anderem mit Unterwasserdrohnen ausgestattet, die bis zu 1000 Meter tief tauchen können.

Die Fähre mit 267 Menschen an Bord war am Sonntag auf dem Weg in die Türkei vor der Küste im Norden von Zypern gekentert und gesunken, kurz nachdem sie den Hafen Kyrenia verlassen hatte. 239 Menschen konnten gerettet werden. Ursprünglich hatten die Behörden von acht Todesopfern und 20 Vermissten gesprochen. Bei den Todesopfern handelte es sich demnach um türkische Staatsbürger.

Kapitän hätte Unglück verhindern können

Zur Unglücksursache wurden bisher keine Angaben gemacht. Der Kapitän und acht weitere Verdächtige wurden am Montag wegen des Vorwurfs der fahrlässigen Tötung in Untersuchungshaft genommen. Bei einer Anhörung vor einem Gericht in Kyrenia am Donnerstag erklärten die Ermittler, das Unglück hätte vermieden werden können, wenn der Kapitän die Geschwindigkeit verringert und die Fähre vorsichtig wieder in den Hafen gesteuert hätte, als Wasser in sie einzudringen begonnen hatte.

Zypern ist seit 1974 geteilt. Die Türkei ist der einzige Staat, der die 1983 ausgerufene Türkische Republik Nordzypern anerkennt. Die international anerkannte Republik Zypern im Süden der Insel ist seit 2004 EU-Mitglied.

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Seelsorge.net, Angebot der reformierten und katholischen Kirchen

Pro Juventute, Beratung für Kinder und Jugendliche, Tel. 147

Pro Senectute, Beratung älterer Menschen in schwierigen Lebenssituationen

Jasmin Steiger

Jasmin Steiger (jst) arbeitet seit 2026 für 20 Minuten. Sie arbeitet am Newsdesk und schreibt über verschiedenste Themen.

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