Fast so schlecht wie Biden: Neue Umfrage erschüttert Trump kurz nach seinem 80. Geburtstag
Stand: 24.07.2026, 07:35 Uhr
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Zweifel an Alter und Amtsfähigkeit treffen nicht mehr nur Joe Biden. Auch Donald Trump wird in einer neuen Umfrage kritisch bewertet.
Eine neue landesweite Umfrage legt nahe, dass US-Amerikaner die geistige Schärfe von US-Präsident Donald Trump fast ebenso negativ beurteilen wie die von Joe Biden während dessen Amtszeit. Dies unterstreicht, wie stark Sorgen über Alter und kognitive Fitness weiterhin die öffentliche Wahrnehmung der politischen Führung der USA prägen.
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Dieser Artikel entstand in Kooperation mit Newsweek.com
Die Strength in Numbers/Verasight-Umfrage wurde vom 14. bis 17. Juli 2026 unter 1.514 Erwachsenen in den USA mit einer Fehlermarge von plus/minus 2,6 Prozentpunkten durchgeführt. Die Erhebung ergab, dass 46 Prozent der US-Amerikaner Trumps geistige Schärfe als US-Präsident als „schlecht“ einstufen. Nur vier Punkte darüber lagen die 50 Prozent, die dasselbe über Bidens Präsidentschaft sagten.
Nur wenige Wochen nach Trumps 80. Geburtstag zeigt sich damit, dass Zweifel an der Amtsfähigkeit zunehmend die öffentliche Wahrnehmung der führenden Politiker beider Parteien prägen. Trump wird zwar weiterhin positiver bewertet, doch die Ergebnisse zeigen, dass inzwischen auch an seiner Amtsfähigkeit gezweifelt wird. Solche Bedenken hatten sich zuvor vor allem auf Biden konzentriert, dessen Alter und wiederholte verbale Aussetzer während seiner Präsidentschaft häufig diskutiert wurden.
Reaktion des Weißen Hauses und neue Zweifel an der Amtsfähigkeit
In einer Stellungnahme gegenüber Newsweek bezeichnete der Sprecher des Weißen Hauses, Davis Ingle, Trump als „den schärfsten und zugänglichsten Präsidenten in der amerikanischen Geschichte, der unermüdlich daran arbeitet, Probleme zu lösen und seine Versprechen einzulösen“. Er fügte hinzu: „Präsident Trumps Schärfe, seine unvergleichliche Energie und seine historische Zugänglichkeit stehen in scharfem Kontrast zu dem, was wir in der letzten Regierung gesehen haben, als Demokraten und die etablierten Medien den Amerikanern ganz bewusst Joe Bidens gravierenden geistigen und körperlichen Verfall verheimlichten.“

Newsweek kontaktierte am Mittwochmorgen (22. Juli) zudem Bidens Büro über ein Kontaktformular auf einer Website und bat um eine Stellungnahme. Fragen zu Bidens Alter und geistiger Leistungsfähigkeit dominierten einen Großteil seiner Amtszeit die politische Berichterstattung und verschärften sich nach einer Reihe verbaler Ausrutscher, öffentlicher Fehltritte und von Wählern beider Parteien geäußerter Bedenken. Diese Sorgen wurden zu einer zentralen Angriffslinie der Republikaner im Vorfeld des Wahlzyklus 2024.
Wachsende Kritik auch an Trump
Inzwischen allerdings richten sich ähnliche Fragen zunehmend auch an Trump, der im Juni 80 Jahre alt wurde. Kritiker konzentrieren sich verstärkt auf sein Alter, während Gegner Clips verbreiten, die ihn als müde oder desinteressiert darstellen. Gleichzeitig verweist das Weiße Haus wiederholt auf ärztliche Gesundheitsbewertungen des US-Präsidenten und Trumps öffentlichen Terminplan als Belege dafür, dass er weiterhin als amtsfähig gilt.
Fast die Hälfte gibt Trump ein „schlechtes“ Urteil
46 Prozent der Befragten bewerteten Trumps geistige Leistungsfähigkeit während seiner Präsidentschaft als schlecht. Bei Biden lag der Anteil mit 50 Prozent nur vier Prozentpunkte höher. Das Ergebnis ist bemerkenswert, weil die Sorgen über Bidens Alter zu einem der prägenden Themen seiner Amtszeit wurden und regelmäßig von politischen Gegnern und konservativen Medien verstärkt wurden. Dennoch legen die neuen Umfragewerte nahe, dass viele Amerikaner inzwischen ähnliche Bedenken auch gegenüber Trump hegen.
Obwohl Trump bei der Bewertung „schlecht“ nahezu an Biden heranreicht, schneidet er am oberen Ende der Skala deutlich besser ab. Die Umfrage ergab: 21 Prozent bewerteten Trumps geistige Schärfe als hervorragend, verglichen mit 7 Prozent bei Biden. 17 Prozent stuften Trump als gut ein, genauso wie Biden. 13 Prozent sagten, Trumps Schärfe sei befriedigend, gegenüber 23 Prozent bei Biden. 46 Prozent bezeichneten Trumps Schärfe als schlecht, im Vergleich zu 50 Prozent bei Biden.
Trumps Basis bleibt deutlich überzeugter
Insgesamt bewerteten 38 Prozent der Befragten Trump als entweder hervorragend oder gut, während Biden nur auf 24 Prozent in diesen Kategorien kam. Das deutet darauf hin, dass Trump weiterhin über eine deutlich stärkere Wählerbasis verfügt, die ihn trotz wachsender Bedenken im breiteren Elektorat als geistig fähig ansieht. Ein gruppiertes Balkendiagramm verdeutlicht diese Spaltung: Trump wird bei der Kategorie „schlecht“ nur mit geringem Abstand schlechter bewertet als Biden, schneidet jedoch am oberen Ende der Skala deutlich besser ab.
Die Debatte über das Alter von US-Präsidenten ist keineswegs neu, erreichte aber während Bidens Amtszeit ein beispielloses Ausmaß. Im Verlauf seiner Präsidentschaft sah sich Biden wiederholt Fragen zu verbalen Fehlleistungen, Erinnerungslücken und körperlichen Stolperern ausgesetzt. Politische Gegner hoben immer wieder Momente aus Reden und öffentlichen Auftritten hervor, um zu belegen, dass er zu alt sei, um im Amt zu bleiben.
Alter als politisches Schlachtfeld
Diese Bedenken schlugen sich häufig in Umfragen nieder, in denen das Alter konstant als eines der größten Vorbehalte der Wähler gegenüber Biden genannt wurde. Trump blieb während seines Wahlkampfs gegen Biden weitgehend von ähnlicher Kritik verschont, obwohl er nur wenige Jahre jünger ist. In jüngerer Zeit hat sich der Fokus jedoch verschoben, da Trump selbst in sein neuntes Lebensjahrzehnt eingetreten ist.
Der Präsident gehört inzwischen zu den ältesten Personen, die je im Weißen Haus amtieren. Kritiker verweisen auf gelegentliche verbale Ausrutscher und Momente bei öffentlichen Auftritten, die ihrer Ansicht nach Zweifel an seiner Amtsfähigkeit wecken. Unterstützer entgegnen, Trump halte weiterhin einen anspruchsvollen Terminplan ein, führe lange Kundgebungen und Medienauftritte durch und habe von seinen Ärzten positive Gesundheitsbewertungen erhalten.
Ausblick auf die politische Debatte
Mit dem Start in den Wahlkampf zu den Zwischenwahlen 2026 und dem bereits einsetzenden Blick auf die politische Landschaft nach Trumps Präsidentschaft dürften Fragen zu Alter, Belastbarkeit und Eignung für das Amt weiterhin im Zentrum der nationalen Debatte stehen. Die jüngsten Verasight-Ergebnisse deuten darauf hin, dass sich diese Sorgen nicht mehr nur auf eine einzelne politische Figur richten. Stattdessen sind sie zu einem breiteren Thema geworden, das beeinflusst, wie Amerikaner Führung im Präsidentenamt bewerten – in einer Ära, in der beide großen Parteien von alternden politischen Persönlichkeiten geführt wurden.