Stand: 17.10.2026, 06:00 Uhr
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Winfried Schnitzler übernimmt beim FC Forstern – ausgerechnet vor dem Duell mit dem ungeschlagenen Spitzenreiter Wacker München. Er selbst sagt, die Favoritenrolle liege eindeutig beim Gegner.
Forstern – Das ging flott: Vor dem Topspiel gegen den ungeschlagenen Spitzenreiter Wacker München ist die Trainerfrage bei der Bayernliga-Mannschaft des FC Forstern geklärt: Winfried Schnitzler, der zuvor schon Alemannia Aachen sowie den FC Oberau und den FSV Höhenrain in der BOL trainierte, übernimmt den Posten von Albert Deißenböck als Haupttrainer und wird von der langfristig verletzten Spielerin Anita Wimmer als Co-Trainerin unterstützt.
„Es gab Missverständnisse zwischen den Spielerinnen und dem Trainer und dann hat Albert nach dem Weinberg-Spiel das Handtuch hingeschmissen. Er hat einen sehr guten Job gemacht und es tut uns leid, dass es so passiert ist“, erklärt Abteilungsleiter Hans-Jürgen Lukschanderl. Auch die spielende Co-Trainerin Julia Obermeier, die bis zu dieser Woche interimsweise das Bayernliga-Team coachte, zieht sich nun aus dem Trainerteam zurück und bleibt nun rein als Spielerin dem Verein erhalten. „Wir wollten Julia da aus der Verantwortung herausnehmen, da sie mit ihrem Vater zusammen das Trainerteam gebildet hat. Sie tut sehr viel für unseren Verein und wir ziehen unseren Hut vor ihr, aber wir fanden es nicht zielführend, dass sie jetzt dem Stress ausgesetzt wird und damit auch durch den Konflikt in Kritik gerät. Wir sind gut auseinandergegangen, haben einfach nach so vielen Trainerwechseln die Seuche am Finger und wollen, dass ein bisschen Ruhe einkehrt“, berichtet Lukschanderl.
Dennoch ist der neue Trainer Schnitzler sehr optimistisch und versucht, weiter nach vorn zu schauen: „Es macht natürlich etwas mit der Mannschaft, wenn du innerhalb von wenigen Monaten schon den vierten Trainer hast. Das führt zwangsläufig zu Unsicherheit in den Köpfen der Spielerinnen. Trotzdem sehe ich sehr viel Potenzial in der Mannschaft. Ich habe auch das Spiel gegen Nürnberg gesehen und die Unsicherheit nach dem Trainerrücktritt war in diesem Spiel meiner Meinung nach deutlich zu sehen. So eine Mannschaft gibt normalerweise keinen Zwei-Tore-Vorsprung aus der Hand. Ich kann zwar bis zum Ende der Hinrunde keine großen Akzente setzen, aber ich möchte der Mannschaft Selbstvertrauen zurückgeben und Ruhe in die Mannschaft bringen. Letzten Mittwoch war der TV-Sender Pro7 bei uns am Platz und hat Filmaufnahmen der Mannschaft gemacht und Interviews mit den Spielerinnen geführt. Das hat auch dazu beigetragen, etwas Lockerheit in die Situation reinzubringen.“
Im Hinblick auf den Kader kann Schnitzler noch keine genaueren Angaben machen, da er noch auf Rückmeldungen von Erkrankten und Verletzten warten muss. „Wacker hat bislang alles gewonnen und erst ein Gegentor kassiert. Daher liegt die Favoritenrolle eindeutig bei ihnen. Wenn wir aber den Kopf frei bekommen, sind wir nicht chancenlos”, meint Schnitzler.Tipp: 2:1 für Wacker München