FC Verden 04 fegt Tabellenführer Heeslinger SC mit 4:1 vom Platz

Stand: 03.10.2026, 17:05 Uhr

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Jonas Austermann beim Schuss

Verdens Kapitän Jonas Austermann trifft mit diesem satten Schuss zum 2:0 für seine Farben. © Albrecht

Vor über 700 Zuschauern demontierte der FC Verden 04 den bis dato ungeschlagenen Heeslinger SC. HSC-Trainer Nico Matern zog danach ein vernichtendes Fazit.

Verden – 90 Derby-Minuten mit Unterhaltung am laufenden Band boten am Tag der deutschen Einheit die Oberliga-Kicker des FC Verden 04 gegen den bis dahin noch ungeschlagenen Tabellenführer Heeslinger SC. Von Beginn an drückten die Hausherren vor über 700 Zuschauern mit Vollgas aufs Tempo, kauften den Gästen bis auf einen zehnminütigen Wackler im zweiten Abschnitt in allen Belangen den Schneid ab und setzten sich letztlich hochverdient mit 4:1 (2:0) gegen einen Gegner ab, der einfach keine Mittel fand, um in diesem Derby dominieren zu können.

Jannis Nienstädt verlängert Ecke

Lieferte in der Defensive gegen den Heeslinger SC in allen Belangen eine bärenstarke Leistung ab: Verdens Innenverteidiger Jannis Niestädt (vorn). © Albrecht

„Stimmt, die Verdener waren in jeglicher Hinsicht besser, waren galliger, lauffreudiger, griffiger und, und, und. Das ärgert mich schon sehr. Gerade in einem Derby erwarte ich mehr! Letztlich fühlte es sich an, als ob wir von der Bank aus mehr Derby gelebt haben als meine Jungs auf dem Platz. Das werden wir jetzt aufarbeiten und dann auch abhaken. Es war ein gebrauchter Tag, mehr aber dann auch nicht“, suchte da Heeslingens Coach Nico Matern schon direkt nach dem Abpfiff erste Gespräche mit seinen Spielern. Währenddessen feierten die Hausherren ausgelassen diesen Coup gegen ein Team, das in dieser Saison ganz andere Ambitionen hegen dürfte als die Reiterstädter.

 Letztlich fühlte es sich an, als ob wir von der Bank aus mehr Derby gelebt haben als meine Jungs auf dem Platz!

Klar, dass sich auch das Trainer-Gespann Reiners/Warnke nach diesem Erfolg zügig in den Feier-Modus absinken ließ. Denn nicht nur ihre Spieler wussten in dieser überlegen geführten Partie auf alle Heeslinger Fragen fast perfekte Antworten. Auch das Duo reagierte immer dann mit den richtigen Gegenmaßnahmen, wenn die Gästebank versuchte, die Stellschrauben in der Partie mit Systemumstellungen zu verändern. So nach dem 1:0 (13.), als Milan Berenschot eine starke Hoins‑Flanke veredeln konnte und Matern danach höher anlaufen ließ. „Klar mussten wir da auch reagieren, was die Jungs auch sofort angenommen haben. Wie wir im Grunde alles richtig gut gemacht haben. Am Ende ist es dann so, dass wir von A bis Z einfach besser waren“, konstatierte da Bastian Reiners. Die Verdener konnten sich dabei primär auf ihre defensive Zentrale mit Thomas Celik, „Papi“ Diop als auch Jonas Kühl verlassen, die den HSC‑Aufbau über weite Strecken zum Erliegen brachte. „Und wir haben zudem endlich unsere Chancen besser genutzt, waren da teilweise schon eiskalt“, so Oliver Warnke. So legte Jonas Austermann mit einem satten Schuss aus 17 Metern noch vor dem Seitenwechsel zum 2:0 (38.) nach, ehe dann Berenschot mit seinem zweiten Treffer zum 3:0 einen dicken Bock von Schlussmann Jeroen Gies bestrafte, nachdem dieser eine Flanke von Dennis Hoins durch die Hände gleiten ließ (65.).

Ab der 72. Minute schien es dann so, als sollten die Gäste doch noch ins Spiel finden. So mussten die Platzherren gleich mehrere brenzlige Situationen, darunter einen Lattentreffer sowie glückliche Momente, als sie kurz vor der Linie noch klären konnten, überstehen. Zwar gelang dem Favoriten per Strafstoß nach vermeintlichem Foul an Noel Lohmann im unübersichtlichen 16er-Gewühl durch Joel Schallschmidt das 1:3 (78.). Doch nachdem sie dann zwei, drei weitere glasklare Chancen liegen ließen und der eingewechselte Lucas Uwandu in der 89. Minute per Handstrafstoß auf 4:1 stellen durfte, war die Messe in diesem Derby gelesen.