Italienischer Küstenort bricht mit einer jahrzehntealten Regel und macht seine Strände fit für Tourismus im Winter
Stand: 03.10.2026, 17:06 Uhr
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Rom macht die Strände fit für den Winter: Liegestühle, Volleyball und Kultur in Ostia. Bürgermeister unterzeichnet Verordnung für ganzjährige Nutzung.
Ostia – Rom wartet auf die neuen Vergaben der Strandbäder. Grundlage ist der Entwurf, den die Regierung gestern vorgelegt hat. Die Hauptstadt will das Meer im Winter zu einem alternativen oder zusätzlichen Reiseziel machen, für Einheimische wie für Besucher von weiter her. Konkret heißt das: Die Strandbäder dürfen auch in der Wintersaison öffnen. Sie bieten Mahlzeiten an und sonnige Vormittage im Liegestuhl. Dazu kommen Volleyball, Strandspiele, Buchpräsentationen und geführte Spaziergänge. Das Klima spielt dabei mit. So könnte Ostia von November bis März mehr Möglichkeiten für Erholung, Spaß und Abstand vom Alltag bieten.
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Dieser Artikel von Laura Martellini entstand in Kooperation mit Corriere della Sera.
Wie viele Betreiber mitmachen, ist noch offen. Viele von ihnen wissen nicht, wie es für sie weitergeht. Bürgermeister Gualtieri hat soeben die Verordnung Nr. 127 vom 29. September 2026 unterzeichnet. Sie soll auch „die Voraussetzungen für eine größere Stabilität der Arbeit in den Strandbädern“ schaffen.
Die neuen Regeln sehen vor, dass die touristischen und freizeitbezogenen Aktivitäten über die Sommersaison hinaus weiterlaufen. Die Betreiber sind eingeladen, die Angebote aus ihren Konzessionen und bestehenden Vereinbarungen fortzuführen. Das reicht von der Gastronomie bis zu kulturellen, sozialen, sportlichen und spielerischen Initiativen. Die Vorteile werden nach Angaben des Rathauses den Unternehmen, den Beschäftigten und ihren Familien zugutekommen, wodurch sich die wirtschaftliche und soziale Rolle der Strände auch in der Nebensaison festigen soll.
Neue Regeln und Pflichten für Betreiber der Strandbäder
Ein Wendepunkt: Die Inhaber der Strandbäder können per zertifizierter E‑Mail (PEC) bei der „Direzione rigenerazione del litorale e grandi progetti“ einen Antrag stellen und jeweils ihr eigenes Projekt vorlegen. Die Genehmigungen können bis zum Inkrafttreten der Bäderverordnung 2027 ausgedehnt werden, ohne jedoch einen eventuell früher liegenden Ablauf der Konzession zu überschreiten, sodass Planungssicherheit und ein klarer zeitlicher Rahmen gewährleistet bleiben.
Verpflichtend bleiben einige Grundsätze, darunter der freie und kostenlose Zugang zum Uferstreifen, auch durch die Anlagen hindurch, sowie barrierefreie Wege für Menschen mit Behinderungen. Die Reinigung des Strandes muss auch von den Betreibern garantiert werden, die keine „Entsaisonalisierung“ beantragen, denn die Pflege der Flächen gilt als gemeinschaftliche Verantwortung. Die Sandschutzbarrieren müssen die Umweltauflagen einhalten und die Zugänge sowie die Durchfahrt der Rettungsfahrzeuge freilassen, um Sicherheit und Umweltschutz miteinander zu verbinden.
Ostia als ganzjährige Ressource für Stadt und Bürger
„Die Wiederbelebung des Meeres von Rom schreitet mit großem Engagement voran. Nachdem wir durch öffentliche Verfahren und klare Regeln für die Vergaben einen neuen Kurs eingeschlagen haben, machen wir mit dieser Verordnung einen weiteren wichtigen Schritt. Wir wollen, dass unsere Küste das ganze Jahr über erlebt und gepflegt wird, nicht nur in den Sommermonaten. Ostia verfügt über enormes Potenzial, wir arbeiten daran, dass es dieses bestmöglich entfalten kann“, kommentiert Bürgermeister Roberto Gualtieri.
„Ordnungsgemäße Pachtzahlungen, sichere Anlagen, Schutz der Umwelt und freier, kostenloser Zugang zum Uferstreifen“, präzisiert der Stadtrat für Vermögen und Wohnungspolitik der Stadt Rom, Tobia Zevi. Die Pflege der Strände ist eine Pflicht, die auch für diejenigen gilt, die sich entscheiden, nicht zu öffnen, und die Winterschutzvorrichtungen dürfen nicht dazu benutzt werden, den Durchgang zu versperren. Das Ziel ist, das Meer von Rom zu einer Ressource für diejenigen zu machen, die dort arbeiten, und zu einem Gut, das für alle immer besser zugänglich ist.