Felssturz an der Zugspitze: „Es scheppert immer noch gewaltig“

Stand: 22.09.2026, 19:19 Uhr

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Staubwolke an der Zugspitze: Zeichen des Felssturzes am Dienstag.

Staubwolke an der Zugspitze: Zeichen des Felssturzes am Dienstag. © A. Neuner

Staubwolken an Deutschlands höchstem Berg: An der Zugspitze ist es zu einem Felssturz gekommen. Die Abbruchstelle ist noch unklar.

Grainau/Ehrwald – Als Stephan Märkl (CSU) am frühen Dienstagabend ans Telefon ging, saß er gerade im Auto in Richtung Zugspitze. „Ich schaue mir das jetzt mal genauer an“, sagte der Grainauer Bürgermeister (CSU). Ihm waren die großen Staubwolken aufgefallen, die den ganzen Tag über auch aus mehreren Kilometern Entfernung zu sehen waren. An der Zugspitze war es zu einem Felssturz gekommen.

Andreas Neuner hat das Geschehen seit der Früh aus der Ferne beobachtet. Noch am Abend nach 18 Uhr kam seiner Schilderung nach Material vom Berg. Der Grainauer hörte es, sah den aufsteigenden Staub. Er vergleicht das Geräusch mit einem „Feuerwerk, das aus der Ferne“ zu vernehmen ist. Auch Märkl bestätigt, nachdem er sich ein eigenes Bild von der Lage gemacht hat: „Da bricht immer noch was runter. Es scheppert immer noch gewaltig, das ist brutal.“ Die betroffene Flanke der Zugspitze war wie in Staub gehüllt. „Ist irre“, entfuhr es dem Rathauschef. „Das weht‘s zu uns rüber.“

Felssturz an der Zugspitze: „Ist irre“

Der Felssturz, meinte Neuner, könnte sich auf deutscher Seite ereignet haben. Sicher ist das am Dienstagabend nicht. Märkl dagegen vermutet, dass die Tiroler Seite betroffen war.

Davon ging auch Anton Vogg von der Grainauer Bergwacht aus. Ihm war der Felssturz nicht entgangen – und er zeigte sich wenig überrascht davon. „In Zeiten wie diesen wird das mehr.“ Der Unterschied zwischen Hitze und Kälte wirke sich auf den Fels aus. „Erst dehnt sich der Stein aus, dann zieht er sich wieder zusammen“, erklärt Vogg. Durch die Temperaturwechsel entstehen Spannungen und Risse, wodurch sich schließlich Gesteinsstücke lösen können. In der Vergangenheit sei das schon öfter vorgekommen, allerdings in kleinerer Form, als es am Dienstag der Fall war. Schäden wurden bis Redaktionsschluss nicht bekannt.