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Ferienprogramm im Römermuseum Schwarzenacker 2026 Mitten in den Ferien selbst Römer werden – und das ist längst nicht alles
Schwarzenacker · Vielen Eltern fällt es in den Sommerferien schwer, ihre Kinder zu beschäftigen. Ein Besuch im Römermuseum in Schwarzenacker könnte helfen. Hier kann man selbst graben, töpfern oder Mosaike legen. Und es gibt noch weitere Höhepunkte.
12.07.2026 , 08:00 Uhr
Das Römermuseum Schwarzenacker zählt zu den bedeutendsten archäologischen Ausflugszielen im Saarland. In den Sommerferien wird hier für Kinder ein spannendes Programm angeboten.
Foto: Ulrike Stumm
Wer einmal davon geträumt hat, wie ein Archäologe zu arbeiten oder ganz praktisch in die Welt der alten Römer einzutauchen, für den ist das Ferienprogramm im Römermuseum in Schwarzenacker ein guter Tipp. Über die gesamten Sommerferien hinweg dürfen Kinder dort dienstags, 11 bis 17 Uhr, selbst zu Forschern werden und ein Handwerk ausprobieren. Zum einen steht ein großes Ausgrabungszelt bereit. Im Sand versteckt sind unter anderem Nachbildungen von Säulen und Mauerresten. „Die Kinder werden dabei selbst zu Archäologen“, erklärt Museumspädagogin Simone Abel, die das Programm mit geplant hat.
Jeder Dienstag bietet ein anderes Handwerk
Zum anderen können die Nachwuchsforscher in der Kinderwerkstatt traditionelle Handwerke kennenlernen und selbst ausprobieren. Dabei steht jeder Dienstag unter einem anderen Motto und bietet die Gelegenheit, kreativ zu werden und Techniken spielerisch zu entdecken. Bei den nächsten Terminen geht es um Mosaik (14. und 28. Juli), Töpfern (21. Juli) und Filzen (4. August).
Erwachsene Begleitpersonen können die Zeit auf der Picknickwiese des Museums genießen, während die Kinder auf Entdeckungstour gehen oder sich handwerklich ausprobieren. Wer möchte, kann also Decken und Verpflegung mitbringen und den Museumsbesuch in entspannter Atmosphäre verbringen.
Eine Anmeldung ist dafür übrigens nicht notwendig. Kinder können mit ihrer Begleitung einfach vorbeikommen. „Schon seit mehreren Jahren setzen wir auf ein offenes Programm“, sagt Abel. Das habe sich mittlerweile etabliert. Die Teilnahme kostet je Handwerk und Ausgrabung zuzüglich fünf Euro zum regulären Eintritt.
Die Band French Touch bietet mehr als französische Straßenmusik
Doch die Ferien bieten im Römermuseum noch vieles mehr. Musikalisch wird es am Donnerstag, 6. August. Dann tritt im Rahmen der Sommerreihe „Kultur im Musuem“ die aus Kaiserslautern stammende Band French Touch auf. Anfangs fokussierte sich die Formation ausschließlich auf französische und folkloristische Straßenmusik. Mit der Zeit wurde das Spektrum immer größer. Die Musiker lassen schon auch einmal südamerikanische Klänge und nordamerikanischen Jazz erklingen, wie es in einer Ankündigung heißt. Auf den Bühnen ist die Formation schon länger gefragt. In den mittlerweile 26 Jahren ihres Bestehens hat sich die Band stetig weiterentwickelt und sich elektronischen Klängen geöffnet. Das Akkordeon ist dabei immer dabei. Das Konzert beginnt um 20 Uhr. Einlass ist um 18.30 Uhr. Karten sind erhältlich bei Ticket Regional.
Plastikfiguren zeigen die Römerwelt
Verspielt lässt die Ausstellung „Veni Vidi Playmobil“ in die Römerzeit blicken. Noch bis 31. Oktober zeigen Hunderte der Spielfiguren, wie Handwerker, Legionäre und Händler einst in der römischen Provinz lebten. Geschaffen hat die Ausstellung der Sammler und Privatmann Peter Linn. Nach einer intensiven Recherche sind so mehr als 50 Szenen entstanden, die das Leben in der Antike im Kleinformat nachstellen. Die Szenerien orientieren sich auch an archäologischen Vorbildern des Museumsareals, darunter die Handwerkerhäuser oder die Taberna des Capitolinus. Zu sehen sind die römischen Szenen im Dachgeschoss des Edelhauses, einige neue Kreationen mit den Mini-Römern sind auch im Freilichtgelände und im ersten Stock des Edelhauses untergebracht. Die Ausstellung ist im regulären Eintrittspreis inbegriffen. (ust)
Weitere Informationen erhalten Interessierte beim Römermuseum unter Tel. (0 68 48) 73 07 77, per E-Mail unter [email protected] oder auf der Internetseite des Museums.