Stand: 22.09.2026, 13:56 Uhr
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Die Kuibyschew-Raffinerie in Samara ist erneut zum Ziel ukrainischer Drohnen geworden. Die Anlage gehört zu den großen Ölraffinerien der Region und wurde bereits mehrfach angegriffen.
Samara – Ein gewaltiger Feuerball erhellt den Himmel, später steigen Rauch und Flammen über dem Industriegebiet auf: Aufnahmen von Anwohnern zeigen die Folgen des Drohnenangriffs auf die Kuibyschew-Raffinerie in der russischen Stadt Samara.
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Nach Angaben des Gouverneurs der Region Samara, Wjatscheslaw Fedorischtschew, richteten sich die Drohnen gegen Industrieunternehmen. Auch Privathäuser und Fahrzeuge seien beschädigt worden. Über Opfer berichtete er nicht.

Der russische oppositionelle Nachrichtenkanal ASTRA ordnete Aufnahmen von Augenzeugen der Kuibyschew-Raffinerie zu. Demnach brach nach dem Angriff ein größeres Feuer auf dem Gelände aus.
Die Anlage gehört zum staatlichen russischen Ölkonzern Rosneft und zählt zu den großen Raffinerien der Region. Nach Unternehmensangaben liegt ihre nominelle Verarbeitungskapazität bei rund sieben Millionen Tonnen Rohöl pro Jahr. Produziert werden dort unter anderem Kraftstoffe.
Trump missbilligt ukrainische Angriffe
Die Raffinerie war bereits zuvor Ziel ukrainischer Drohnenangriffe. Der Angriff in Samara ist Teil einer Serie ukrainischer Attacken auf die russische Ölindustrie. Nach den vorliegenden Angaben wurden seit Beginn des Jahres 2026 mehr als 70 Angriffe auf russische Raffinerien verzeichnet. Mehrere Anlagen mussten demnach ihre Produktion zeitweise einstellen oder reduzieren.
Die Folgen zeigen sich auch bei der Kraftstoffversorgung. Störungen in den Raffinerien haben zu Engpässen beigetragen und Russland dazu veranlasst, Kraftstoffexporte einzuschränken.
US-Präsident Donald Trump hat die ukrainischen Angriffe auf russische Ölanlagen kritisiert und Präsident Wolodymyr Selenskyj wiederholt zu einem Ende solcher Attacken aufgefordert. Selenskyj erklärte seinerseits, die Ukraine sei zu einer Deeskalation bereit.
Einen Stopp der Angriffe auf russische Raffinerien knüpfte er jedoch an ein Ende russischer Attacken auf die ukrainische Energieversorgung und kritische Infrastruktur.