Neue KI-Laptops starten: Google will mit Googlebook Apple Kunden abjagen
Stand: 22.09.2026, 13:59 Uhr
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Die neue Laptop-Serie läuft mit Aluminium OS, einer Verbindung aus Android und ChromeOS. Künstliche Intelligenz von Gemini ist integriert, zudem lassen sich die Laptops eng mit Android-Smartphones verbinden.
Google hat in den USA mit dem Verkauf seiner neuen Googlebook-Laptops begonnen. Ab dem 5. Oktober sollen die Geräte auch in weiteren Märkten erhältlich sein, darunter Deutschland, Frankreich, Großbritannien und Kanada. Vorbestellungen waren seit dem 21. September möglich.
Die Preise liegen zwischen 899 und 1.299 US-Dollar (ca. 785 bis 1134 Euro). Die ersten Modelle stammen von Acer, Asus, Dell, HP und Lenovo. Google positioniert Googlebook als Premium-Kategorie oberhalb seiner bisherigen Chromebooks und will damit auch mit günstigeren Laptops von Apple konkurrieren, berichtet Reuters.
Android für den Laptop
Herzstück der neuen Geräte ist Aluminium OS. Das Betriebssystem basiert auf Android 17 und verbindet Android mit den für Computer entwickelten Grundlagen von ChromeOS. Dadurch sollen Nutzer sowohl Android-Apps als auch den vollständigen Chrome-Browser mit Erweiterungen und Web-Anwendungen verwenden können.
Android-Apps werden dabei in drei Gruppen eingeteilt: Apps, die direkt vom Smartphone übernommen werden können, für den Desktop optimierte Anwendungen und speziell für Computer entwickelte Apps. Zum Verkaufsstart gehören rund 20 Anwendungen zu den beiden letztgenannten Gruppen.
Windows- oder Mac-Programme können zunächst nicht direkt ausgeführt werden. Auch Linux-Anwendungen funktionieren nicht auf die gleiche Weise wie bei Chromebooks. Für Entwickler gibt es allerdings eine abgeschottete Linux-Umgebung mit vollständigem Terminal.
Google entwickelt die Software, während Hersteller wie Acer, Asus, Dell, HP und Lenovo für die jeweiligen Geräte verantwortlich sind. Googlebooks und Android-Smartphones teilen sich dabei eine gemeinsame technische Grundlage, um die Verbindung zwischen beiden Geräteklassen zu vereinfachen.
Gemini in das Betriebssystem integriert
Googles KI Gemini ist direkt in das Betriebssystem eingebaut. Sie soll unter anderem bei der Suche, Dateiverwaltung und beim gleichzeitigen Arbeiten mit mehreren Anwendungen helfen.
Eine der neuen Funktionen heißt „Magic Pointer“. Dabei erkennt der Mauszeiger, welche Inhalte gerade auf dem Bildschirm angezeigt werden. Durch eine kurze Wackelbewegung mit dem Zeiger kann Gemini aktiviert werden. Ansonsten bleibt die Funktion inaktiv. Mit „Create My Widget“ können Nutzer beschreiben, welches kleine Programm oder Informationsfeld sie benötigen.
Das System erstellt es anschließend ohne Programmierkenntnisse. Die Funktion „Rambler“ erweitert die Spracheingabe. Sie soll Zusammenhänge und Nuancen erkennen, Versprecher und Füllwörter entfernen, gesprochene Gedanken ordnen und daraus beispielsweise Aufgaben erstellen. Auch mehrere Sprachen innerhalb eines Satzes werden unterstützt.
Smartphone und Laptop verbunden
Google sieht Googlebook nicht als Ersatz für sämtliche herkömmlichen Laptops. Die neue Geräteklasse richtet sich zunächst vor allem an Menschen, die bereits Android-Smartphones verwenden und ihre Geräte enger miteinander verbinden wollen.
„Dies ist der Beginn eines mehrjährigen Vorhabens“, sagte Sameer Samat, bei Google verantwortlich für das Android-Ökosystem, laut Axios. Bei der ersten Generation gehe es darum, „einen erstaunlichen Laptop für die Android-Community“ zu entwickeln. Googlebook sei nicht dafür gedacht, sämtliche anderen Laptops zu ersetzen oder jeden möglichen Käufer anzusprechen. (Redaktion) Weitere Quellen: Engadget, PCWorld, 9to5Google, Mashable, The Next Web, Leader-Post, Droid Life.