Stand: 14.10.2026, 19:58 Uhr
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Die Tournee-Show gastiert im Januar 2027 in der Göttinger Lokhalle. Warum die Veranstalter eine Vorstellung streichen, erklärt der Artikel.
Göttingen – Wenn die Arenalichter erlöschen und die ersten Spots die Bühne erfassen, ist es wieder so weit: Das Feuerwerk der Turnkunst kehrt zurück und geht mit seiner neuen Produktion „hope“ im Dezember 2026 und Januar 2027 erneut auf Deutschlandtournee. Die Zuschauer können sich auf eine Show voller Emotionen, spektakulärer Artistik und inspirierender Momente freuen, die lange in Erinnerung bleiben.
Termine
Di., 12. Januar: Kassel Rothenbachhalle (19 Uhr)
Mi., 20. Januar: Göttingen Lokhalle (19 Uhr)
Do., 21. Januar: Göttingen Lokhalle (17 Uhr)
Allerdings: In der Göttinger Lokhalle wird das „Feuerwerk der Turnkunst“ im Januar 2027 nur noch zweimal statt wie in den vorherigen Jahren dreimal zünden (siehe „Termine“). In den vergangenen Jahren waren längst nicht alle Vorstellungen in der Lokhalle ausverkauft.
Dieser magische Moment, in dem eine bloße Vorahnung plötzlich Gestalt annimmt und alles übertrifft, was Sie sich ausgemalt haben – nur lebendiger, strahlender und weitaus schöner, als Ihre Fantasie es jemals zuließ? Genau dieses Gefühl verspricht „hope“. Die Show versteht sich als ein poetischer Artistik-Spaziergang, der das Turnen von seiner schönsten und kreativsten Seite zeigt: vielfältig, mutig nach vorn gehend und tief verwurzelt in den Werten von Vertrauen, Zuversicht und Leichtigkeit.
Seit jeher steht das Feuerwerk der Turnkunst für Innovation und die Leidenschaft, den Turnsport im Rampenlicht einer großen Showproduktion attraktiv in Szene zu setzen und ihn in den Kontext internationaler Weltklasse-Akrobatik einzubinden. In „hope“ werden klassische Turngeräte neu gedacht, ungewohnte Perspektiven eröffnet und Grenzen aufgelöst. Geräte wechseln ihre gewohnte Rolle, werden kreativ umfunktioniert und von Künstlerinnen und Künstlern genutzt, die man dort zunächst nicht erwarten würde. So entstehen überraschende Bilder und neue Facetten des Turnsports, wie man sie bislang kaum gesehen hat.
Ein eindrucksvolles Beispiel dafür ist Kilian. Der vielseitige Athlet stammt aus dem klassischen Gerätturnen, hat sich jedoch schon früh weit über die Grenzen seiner Ursprungssportart hinausbewegt. Seine große Neugier und Offenheit für neue Herausforderungen machen ihn zu einem außergewöhnlichen Künstler auf der Bühne von „hope“.
Wie weit ihn diese Neugier trägt, zeigt eine Geschichte, die mit einer scherzhaften Frage begann: Kann Kilian eigentlich auch am Stufenbarren turnen? Seine Antwort ließ nicht lange auf sich warten. Er stellte sich an das für ihn völlig neue Gerät und überraschte alle. Bereits im ersten Training gelang ihm ein sogenannter „Shapo“ – ein anspruchsvolles Flugelement, das selbst auf internationalem Niveau zum festen Repertoire gehört. Was früher als ungewöhnlich galt, wird heute zu seiner besonderen Stärke. In „hope“ beweist Kilian, dass Talent, Mut und Leidenschaft nicht an traditionelle Rollenbilder gebunden sind. Warum sollte ein Mann nicht auch an Geräten turnen, die seit Jahrzehnten dem Frauenturnen zugeschrieben werden?
Auch das 6er-Reck steht beispielhaft für den kreativen Umgang mit klassischen Turngeräten. Während im traditionellen Männerturnen nur eine Reckstange genutzt wird, eröffnet die Konstruktion aus sechs Recks gänzlich neue Möglichkeiten. Die Artisten fliegen scheinbar mühelos von Stange zu Stange, kreieren spektakuläre Formationen und erschaffen Bilder voller Dynamik, Geschwindigkeit und Präzision. Mit „hope“ präsentiert das Feuerwerk der Turnkunst eine Show, die man nicht nur sieht, sondern auch mit allen Sinnen spürt. (red)