Frankreich zu stark: Volleyballer verpassen Gruppensieg

Olympiasieger Frankreich zu stark: DVV-Männer verpassen Gruppensieg bei EM

Frankreich eine Nummer zu groß Deutsche Volleyballer verlieren Duell um Gruppensieg

Stand: 15.09.2026 • 21:16 Uhr

Die deutschen Volleyballer haben ihr letztes Gruppenspiel gegen Olympiasieger Frankreich verloren, das Achtelfinale ist trotzdem sicher. Dort wartet jetzt ein echter Kracher.

Von Hannah Haus

Die deutschen Volleyballer haben den Gruppensieg bei der Europameisterschaft verpasst. Im direkten Duell mit Frankreich unterlag das Team von Bundestrainer Massimo Botti am Dienstagabend im rumänischen Cluj-Napoca mit 0:3 (21:25; 15:25; 19:25).

Die deutsche Auswahl beendet damit die Gruppenphase mit vier Siegen aus fünf Spielen und zieht als Gruppenzweiter ins Achtelfinale ein.

Topteam wartet im Achtelfinale

Dort wird ein richtiges Schwergewicht auf das deutsche Team zukommen. Als mögliche Gegner kommen Bulgarien oder die Ukraine infrage, beide Teams gehören zur Weltspitze. Wer es letztendlich wird, entscheidet sich am Mittwoch im letzten Gruppenspiel zwischen Polen und Bulgarien.

Das Achtelfinale findet am Samstag in Bulgarien statt. Gespielt wird in der Arena Sofia, die mehr als 12.000 Zuschauerinnen und Zuschauern Platz bietet.

Frankreich dominiert

Die DVV-Auswahl zeigte sich keineswegs von ihrer schlechten Seite, fand über weite Strecken aber keinen richtigen Zugriff auf das Spiel. Besonders das schnelle Zuspiel von Kapitän Antoine Brizard stellte die deutsche Abwehr immer wieder vor Probleme. Der Franzose gilt als einer der spielintelligentesten Zuspieler der Welt und hatte großen Anteil daran, dass Frankreich in der gesamten Gruppenphase bislang nur einen Satz abgeben musste.

Den Start in den ersten Satz verschlief das Team um Kapitän Jan Zimmermann allerdings komplett und fand erst beim Stand von 11:3 richtig ins Spiel. Danach steigerte sich Deutschland und bekam vor allem über die Mitte mit Tobias Krick und Anton Brehme mehr Zugriff. Die neu gewonnene Zuversicht hielt jedoch nicht lange an, denn das französische Team, trainiert vom ehemaligen DVV-Trainer Andrea Giani, präsentierte sich auch im zweiten Durchgang mit starkem Aufschlagdruck. Jeder siebte französische Aufschlag war ein Ass, am Ende ging der Satz mit 25:17 an den amtierenden Olympiasieger.

Rote Karte in Satz drei

Über die gesamte Partie hinweg sorgten zudem Diskussionen über die sogenannten geführten Bälle für Unmut auf deutscher Seite, der in Satz drei in einer roten Karte für das deutsche Team gipfelte. Damit erinnerte die Szene an das Viertelfinale der Olympischen Spiele 2024 in Paris, als ebenfalls eine rote Karte gegen Deutschland zum Ausscheiden beitrug. Im Volleyball bedeutet die Karte gleichzeitig einen Punkt und das Aufschlagrecht für den Gegner.

Die Karte kam für die DVV-Auswahl zum denkbar schlechtesten Zeitpunkt, denn bis dahin lag Deutschland vorne, verlor durch den Punktgewinn der Franzosen jedoch den Vorsprung. Anschließend fand das Team nicht mehr zurück und musste sich am Ende mit 0:3 chancenlos geschlagen geben.