Französin hinterlässt mit VW-Multivan 12-km-Ölspur bis Melsungen

Stand: 22.10.2026, 08:00 Uhr

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Dieselspur von Felsberg nach Melsungen

Rutschig: Die Spur begann bei Rhünda und zog sich bis zur Star-Tankstelle in Melsungen. © Helmut Wenderoth

Eine 82-jährige Französin fuhr mit ihrem Kleinbus unwissentlich zwölf Kilometer lang Diesel verlierend bis zu einer Melsunger Tankstelle.

Melsungen/Felsberg – Eine defekte Dieselleitung an einem VW‑Multivan T5 ist die Ursache für eine über zwölf Kilometer lange Dieselspur. Die rutschige Spur begann in der Nähe von Rhünda auf der B 253 und zog sich bis zur Star-Tankstelle in Melsungen. Am Dienstagabend gegen 22 Uhr wurden die Feuerwehren in Felsberg und Melsungen zum Abstreuen und Abstumpfen der Dieselspur alarmiert.

Nach Polizeiangaben war eine 82-jährige Frau aus Frankreich mit ihrem Kleinbus auf dem Weg zu ihrem Zweitwohnsitz in einem Melsunger Stadtteil. Sie hatte die A 49 bei Kerstenhausen verlassen und war dann die Bundesstraße weitergefahren. Kurz hinter Rhünda muss der technische Defekt eingetreten sein, denn dort begann die Spur. Die Fahrerin bemerkte den Schaden kurz vor Melsungen und fuhr dann auf das Tankstellengelände.

Größte Verschmutzungen wurden mit einem Bindemittel abgestreut

Die Freiwilligen Feuerwehren aus Felsberg und Melsungen waren mit insgesamt 25 Einsatzkräften im Einsatz. Sie streuten die innerörtlichen Flächen ab. Die Melsunger Einsatzkräfte dirigierten das defekte Fahrzeug auf den Hof der Tankstelle, da hier ein Ölabscheider vorhanden ist und somit kein Umweltschaden eintritt.

Die größten Verschmutzungen, die gerade in der Ortsdurchfahrt von Gensungen nur punktuell auftraten, wurden mit BioVersal – einem flüssigen Mittel zur Beseitigung von Ölspuren – abgestumpft und mit Ölbindemittel in Granulatform abgestreut. Zur Warnung der Verkehrsteilnehmer vor den stellenweise rutschigen Flächen wurden Hinweisschilder aufgestellt.

Für die Beseitigung der Spur auf der B 253 außerhalb der Ortsdurchfahrten wurde Hessen-Mobil von der Polizei alarmiert. Vor genau einem Jahr, kam es im nahgelegenen Spangenberg zu einer ähnlichen Ölspur.